«Darf ich bitten?»

16. März 2017 09:55; Akt: 16.03.2017 09:58 Print

Tanzshow mit ziemlich dicker Staubschicht

von Yves Schott - Prominente, die zu bekannter Musik tanzen: Besonders originell ist dieses Konzept nicht. Bei SRF spricht man trotzdem von einer «Eigenentwicklung».

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Deutschland hat «Let's Dance». Und das seit über zehn Jahren. «Dancing Stars» läuft im ORF seit 2005. Und in England schwingen Prominente seit 2010 bei «Got to Dance» zu populärer Musik das Tanzbein.

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Nun, im Jahre 2017, entdeckt auch SRF dieses Konzept. Am 20. Mai schwofen vier Schweizer Prominente bei «Darf ich bitten?» durch das «letzte Jahrhundert des Tanzes», wie es in einer Mitteilung heisst. Natürlich gibt es in jeder Runde eine Challenge und einen Coach, der den Teilnehmern stets zur Seite steht.

Fehlender Mut zur Frische

Besonders neu und kreativ ist das nicht. Dennoch spricht Reto Peritz, SRF-Bereichsleiter Show, von einer «typisch Schweizerischen Eigenentwicklung». Deswegen seien auch die «bereits bekannten Fernsehformate nicht in Frage gekommen».

Bei den vier Prominenten handelt es sich um Moderatorin Susanne Kunz (38), Sängerin Maja Brunner (65), Musiker Michael von der Heide (45) und Schwinger Remo Käser (20). Alles bekannte Namen, sicher. Mut zum Risiko sieht aber anders aus. «Am Samstagabend ist das Alterssegment unserer Zuschauerinnen und Zuschauer sehr breit und familiär», kontert Reto Peritz.

Mit Sandra Studer (48) holt SRF zudem zwar eine erfahrene und kompetente Gastgeberin an Bord, doch auch hier fehlt der Mut, den Zuschauern ein frisches Gesicht zu präsentieren. «Sandra Studer ist bei unserem Publikum eine ausgesprochen gern gesehene und beliebte Moderatorin und passt wunderbar zu diesem neuen Format», meint Peritz dazu.

«Schöne und bildstarke Tanzauftritte»

Studer, die eigentlich selbst hätte tanzen sollen, wegen einer Entzündung an der Schulter aber absagen musste, ist der Meinung, der Samstagabend gehöre der ganzen Familie: «Es müssen populäre Figuren her, die man mag, die aber sehr unterschiedlich sind.»

Auf die Frage, wie SRF überhaupt darauf gekommen sei, eine (einmalige) Tanzsendung ins Programm aufzunehmen, meint Peritz übrigens: «Im Rahmen von ‹Die grössten Schweizer Talente› hatten wir immer wieder sehr schöne und bildstarke Tanzauftritte – das brachte uns darauf, dem Thema Tanz eine eigene Show zu widmen.»

«Statt zu entstauben verstaubt SRF solche Shows»

PR-Profi Ferris Bühler ist vom Konzept enttäuscht: «Es ist zwar schön, dass sich SRF um neue Formate bemüht. Doch es sind nicht eigene, sondern solche, die stark an jene der privaten Sender angelehnt sind. Statt zu entstauben verstaubt SRF solche Shows.»

Und weiter: «SRF erreicht damit zwar sein bisheriges Stammpublikum. Was man aber sicher nicht schafft, ist, neue Zuschauer vor den Fernseher zu holen, das ergibt sich schon allein aus dem Titel. Das ist sehr schade.»


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • wydy am 15.03.2017 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    NoBillag

    Und genau wegen solchen Anlässen, bin ich für die NoBillag Initiative. So etwas gehört auf einen privaten Sender und nicht auf einen öffentlich Rechtlichen

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  • Urs am 15.03.2017 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Auf genau dass haben wir gewartet. Die nächste kopierte show. Das srf ist an brillanz kaum zu überbieten.

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  • Kudi, Weggis am 15.03.2017 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Versuchen?

    Das richtige Wort. SRF versucht es einmal. Die Wahrscheinlichkeit das es ein Knaller wird, ist sehr gering. Die Wahrscheinlichkeit, dass es viel Geld verlocht ist garantiert.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Café Racer am 16.03.2017 23:54 Report Diesen Beitrag melden

    Ergänzung dringend nötig

    Bei der Umfrage fehlt die Antwort: "Ich schaue generell nie SRF".

  • Köbi S. am 16.03.2017 17:17 Report Diesen Beitrag melden

    Strictly Come Dancing

    Übrigens handelt es sich beim englischen Format um Strictly Come Dancing welches seit 2004 läuft. Got Do Dance ist so etwas wie DSDS für Tänzer.

  • Tim Tim am 16.03.2017 15:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gebühren

    Bis jetzt hat das Schweizer Fernsehen noch nicht wirklich tolle Sendungen, bzw Unterhaltungsshows gezeigt...aber spielt ja keine Rolle, die Gebühren werden bezahlt...:-)...leider;-).

  • JJ Renfer de Bellevesvre am 16.03.2017 14:44 Report Diesen Beitrag melden

    verstaubt

    geht es vielleicht auch noch etwas verstaubter? ist schrecklich und dafuer wird wertvolle Sendezeit verbraucht.

  • l.f. am 16.03.2017 14:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die "Promis"

    das sind ja tolle promis! ich kenne nicht einen, werden also nicht die frischesten sein.

    • Freya am 16.03.2017 22:04 Report Diesen Beitrag melden

      l.f.

      Hab noch nie taufrische Promis gesehen. Promi wird man erst im Alter. Es sei denn, Sie meinen die Bettkantensternchen und Bachelors. Ja die sind frisch. Aber Promi? Sowas muss man sich erarbeiten und verdienen.

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