«Seitentriebe»

07. März 2018 19:01; Akt: 07.03.2018 19:01 Print

SRF büsst im TV-Geschäft ein, gewinnt aber online

von Martin Fischer - Nach dem Start bricht «Seitentriebe» bei den Zuschauerzahlen ein. Trotzdem ist SRF damit auf Kurs.

In «Seitentriebe» gehts darum, wie verschiedene Paare mit ihren Langzeitbeziehungen umgehen. Einen Eindruck gibts im Trailer. (Video: SRF)
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In der zweiten Woche mit den Folgen drei und vier sind die Zuschauerzahlen der neusten SRF-Serie «Seitentriebe» merklich gesunken: Der Mittelwert der Doppelfolgen fiel nach dem Start von über 350'000 in den beiden ersten Folgen auf rund 250'000 für die zweite Tranche. Der Marktanteil sank entsprechend: von knapp 20 auf noch rund 14 Prozent. Das ist wenig für eine Sendung zur Prime Time.

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Was in dieser Rechnung allerdings nicht drin ist: Auf SRF Online funktioniert «Seitentriebe». Folge eins haben bisher fast 80'000 Menschen gestreamt. Zum Einordnen: Die Episode erreichte damit im Vergleich zum TV-Quotenhit «Wilder» 47 Prozent mehr Stream-Starts innerhalb der ersten sieben Tagen – die «Wilder»-Premiere kam in der Zeit nur auf 42'000 Plays.

Jüngeres Publikum

Die ersten drei «Seitentriebe»-Folgen zusammen bringen 150'000 Zuschauer für die Serie von Güzin Kar hinzu – und die Zahlen steigen weiter. Während die neuste Eigenproduktion im TV verliert, läuft sie online überdurchschnittlich gut.

«Seitentriebe» erreicht denn auch ein jüngeres Publikum: Bei der werberelevanten Zielgruppe der 15- bis 59-Jährigen liegen die Marktanteile drei Prozent höher als beim Durchschnitt. Das ist ganz im Sinne des Abteilungsleiters: «Was uns besonders freut, ist die Tatsache, dass ‹Seitentriebe› online sehr stark nachgefragt ist», so Urs Fitze, Leiter Fiktion bei SRF, gegenüber Persoenlich.com.

Mehr Online-Publikum, weniger Einnahmen

Warum SRF die Online- und TV-Zuschauerzahlen nicht zusammenrechnet, hat einen simplen Grund. Die Zahlen werden mit verschiedenen Methoden erhoben. «Sie lassen sich daher nicht kombinieren», sagt SRF-Sprecherin Nadine Gliesche. «Seitentriebe» weist also in eine neue Richtung. Was auch bedeutet, dass SRF damit längerfristig Geld verliert.

Denn online holt SRF kein Geld rein: Die Inhalte sind dort werbefrei. «Da die Reichweiten generell zurückgehen, sinken auch die Werbeeinnahmen.» Diese Verluste seien im Sparpaket, das am Sonntag nach der No-Billag-Abstimmung präsentiert wurde, bereits berücksichtigt, sagt Gliesche.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vera Guth am 07.03.2018 19:18 Report Diesen Beitrag melden

    Die schnallens einfach nicht :-(

    Wie kann es sein, dass diese Sendung kurz nach 20 Uhr läuft, Sendungen wie Kassensturz, Club, Einstein, und andere, welche lehrreich und interessant auch für Jugendliche und Kinder sind, spät gesendet werden, aber Krimis um 20 Uhr kommen, die man ganz gut später senden könnte. Auf dem Welchen Sender kann man das, bei uns geht das offenbar nicht.

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  • Daniel am 07.03.2018 19:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seitenhieb

    Seitentrieb, das tönt sehr nach wichtigen Service Public Angebot! Schön dass ich weiter dafür zahlen muss!

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  • Neumann am 07.03.2018 19:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schrott

    Eine weitere Schrottproduktion, auf englisch ist das trash

Die neusten Leser-Kommentare

  • Eidgenosse am 08.03.2018 17:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unterhaltsam, witzig und Wiedererkennungswert!!

    Kommt mal runter echt. Immer nur ein Gemotze von allen Seiten. Es wird nie eine Serie geben die allen passt und wenns euch nicht interessiert dann stellt einfach um..?! Ich finde die Serie unterhaltsam und nicht so steif wie viele andere Sendungen auf SRF und ich vermute jeder kann sich in irgendeiner Situation wiedererkennen. Deswegen Daumen hoch unter weiter so.

  • Paul am 08.03.2018 16:34 Report Diesen Beitrag melden

    Das geht anders

    Ich habe mir Seitentriebe angesehen. Die Erwartungen waren hoch. Schliesslich wurde auf allen Kanälen berichtet wie gut und lustig diese Serie sei. Aber müssen die Dialoge immer so lange und andächtig sein? Spass ist anders. Nach einer Folge musste ich abschalten.

  • Kuno am 08.03.2018 13:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    365 Franken im Jahr

    Für solchen seichten, peinlichen Unterhaltungs-Trash! Danke CH-Stimmvolk für gar nichts.

  • Menschin am 08.03.2018 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    SRF?

    Ich konsumiere NICHTS von der SRF! Kein Radio, keine TV und keine Web-Angebote! SRF ist 1980!

  • Himmel am 08.03.2018 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Und dafür

    ...bezahlen wir gerne diese Zwangsgebühr.