Börsenwert

01. Februar 2016 22:40; Akt: 02.02.2016 08:13 Print

Google-Mutter Alphabet überflügelt Apple

Der Google-Konzern Alphabet überrascht mit starken Zahlen – das beflügelt den Aktienkurs. Neu ist Alphabet mit einem Börsenwert von 554 Milliarden Dollar die wertvollste Firma weltweit.

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Glänzende Zahlen: Alphabet hebt an der Börse in New York ab. (Bild: Keystone)

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Dank einer überraschend deutlichen Gewinnsteigerung ist der Google-Mutterkonzern Alphabet zum wertvollsten Unternehmen der Welt geworden. Nach Vorlage der Quartalsbilanz am Montagabend stiegen die Aktien nachbörslich um sechs Prozent – genug um Apple zu überfliegen.

Mit dem nachbörslichen Aktienkurs erreicht Alphabet einen Börsenwert von 554 Milliarden Dollar. IPhone-Hersteller Apple kommt auf 534 Milliarden Dollar. Offiziell dürfte Alphabet den Konkurrenten zur Eröffnung des Handels an der Wall Street am Dienstagnachmittag (MEZ) überholen.

Die Firmen, deren Konzernzentralen im Silicon Valley nur zehn Kilometer voneinander entfernt sind, arbeiteten einst bei der Entwicklung von Smartphones Hand in Hand. Aus der Allianz wurde aber eine erbitterte Feindschaft, als Google 2008 sein eigenes mobiles Betriebssystem Android präsentierte.

Mehr Anzeigen mobil

Inzwischen werden Nutzer von Smartphones und Tablets immer wichtiger: Den überraschend grossen Gewinn von 4,9 Milliarden Dollar im vierten Quartal führte Alphabet unter anderem darauf zurück, dass mehr Google-Suchanfragen von mobilen Geräten kamen und dort auch der Umsatz mit Werbeanzeigen zulegte. Vor einem Jahr lag der Umsatz bei rund 4,7 Milliarden Dollar.

Dank der Erfolge mit Werbung auf mobilen Geräten war die Alphabet-Aktie bereits im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Der Erzkonkurrent Apple hat dagegen zu kämpfen, weil er die Verkaufszahlen seines wichtigsten Gewinnbringers iPhone kaum noch steigern kann.

Die Videoplattform Youtube trug ebenfalls zur Gewinnsteigerung bei. Auch der Konzernumsatz stieg überraschend deutlich, und zwar um fast 18 Prozent auf 21,3 Milliarden Dollar. Die Prognosen der Analysten wurden damit übertroffen.

Mehr Details zu Sparten

Die Zahlen wurden mit besonderer Spannung erwartet, da es der erste Geschäftsbericht in der neuen Konzernstruktur ist. Die Werbeerlöse des bei der Tochter Google angesiedelten Kerngeschäfts kletterten zum Vorjahr um 17 Prozent auf 19,08 Milliarden Dollar. Zum Kerngeschäft gehören die Suchmaschine, der Mail-Hoster Gmail, die Video-Plattform Youtube und das mobile Betriebssystem Android.

Der Konzern hatte den Umbau zur Alphabet-Holding im August überraschend angekündigt und Anfang Oktober vollzogen. Durch die nun eingeführte neue Art der Bilanzierung wurde erstmals deutlich, wie sich die Firma in perspektivischen Geschäftsbereichen wie den Sparten für selbstfahrende Autos oder Internet-Drohnen schlägt.

Im vergangenen Jahr brachten diese Experimente lediglich einen Umsatz von 448 Millionen Dollar und sorgten für einen Verlust in Höhe von 3,57 Milliarden Dollar. Allein im Schlussquartal waren es 1,2 Milliarden Dollar.

Anleger und Börsenprofis scheinen jedoch trotz der defizitären Entwicklungsprojekte voll vom Potenzial des Alphabet-Konzerns überzeugt. «Die Ergebnisse von Google sind ein Knaller und toppen die ambitionierten Erwartungen der Analysten», kommentierte Experte Daniel Saurenz von Feingold Research. «Auch die Perspektiven für das kommende Quartal überzeugen, so erklärt sich der deutliche nachbörsliche Kurssprung, der an Apple vorbei führt.»

(fal/chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bing am 02.02.2016 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Google = Alphabet-Konzern

    Die Formulierung ist falsch. Alphabet ist KEIN Google-Konzern sondern Google ist EIN Alphabet-Konzern. Das nur so am Rande...

  • W. Marti am 02.02.2016 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    das muss ja schöne Steuereinnahmen geben

    alles Firmen die mit Steuerhinterziehung zum Gewinn kommen.

  • Joel Sigrist am 03.02.2016 22:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fehlt noch was

    Im Moment steht Alphabet Inc. bei ca. 499.9 Mrd. Franken und Apple Inc. bei ca. 534.4 Mrd. Franken. Das bedeutet hier sind noch ein paar Mrd. die fehlen bis Alphabet Inc. "überflügelt" wird.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Joel Sigrist am 03.02.2016 22:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fehlt noch was

    Im Moment steht Alphabet Inc. bei ca. 499.9 Mrd. Franken und Apple Inc. bei ca. 534.4 Mrd. Franken. Das bedeutet hier sind noch ein paar Mrd. die fehlen bis Alphabet Inc. "überflügelt" wird.

  • Bing am 02.02.2016 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Google = Alphabet-Konzern

    Die Formulierung ist falsch. Alphabet ist KEIN Google-Konzern sondern Google ist EIN Alphabet-Konzern. Das nur so am Rande...

  • W. Marti am 02.02.2016 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    das muss ja schöne Steuereinnahmen geben

    alles Firmen die mit Steuerhinterziehung zum Gewinn kommen.

  • Etienne am 02.02.2016 12:17 Report Diesen Beitrag melden

    Gewinn mit gestohlenen Daten

    Google bedient sich schamlos an den Daten der Nutzer und verhökert deren Online Profile millionenfach an die Werbeindustrie. Das alte Prinzip: Diebesgut kostet nix und wird teuer verkauft -so wird man reich.

    • Melina am 02.02.2016 12:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Etienne

      lies doch nächstes mal die AGB, bevor du behauptest die Daten währen gestohlen

    • Willy Weber am 02.02.2016 12:56 Report Diesen Beitrag melden

      Google leistet sehr viel dafür

      Wo wären wir ohne Google (Suchmaschine, Maps, Gmail, Earth, Streetview usw ....) und das gibt es dafür kostenlos. Meinst du die Mitarbeiter wollen gratis arbeiten? Wolltest du das?

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  • peter am 02.02.2016 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ist ja klar

    war ja klar das die sie bald überholen. Sind viel breiter aufgestellt. Trotzdem Apple gibt seit 30 Jahre Google erst einen drittel

    • Jackson am 03.02.2016 12:49 Report Diesen Beitrag melden

      Apple hat nur Iphones..

      Ja Google gibt es weniger lange und trotzdem sind sie wertvoller

    • Thomas am 03.02.2016 17:37 Report Diesen Beitrag melden

      Global Player

      Wer heute Global Player sein will, der sollte seine Produkte nicht nur für SEIN OS und sein OS nur für SEINE Hardware produzieren. Kompatibilität ist heute pflicht: Etwas was Apple noch nie machte. Deshalb werden sie auch wieder dahin versinken wo sie einst waren: Im Nirwana!

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