Gute Wirtschaftszahlen

14. Dezember 2012 10:15; Akt: 14.12.2012 10:15 Print

Kaufrausch an der Shanghaier Börse

Der chinesische Leitindex trotzt der allgemeinen Flaute und steigt an der Börse in Shanghai um vier Prozent. Die Euphorie am Markt ausgelöst haben positive Wirtschaftsdaten aus China.

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Positive Wirtschaftsdaten aus China haben am Freitag an der Börse in Shanghai einen Kaufrausch ausgelöst. Während an den übrigen Aktienmärkten in Fernost der anhaltende Haushaltsstreit in den USA auf die Stimmung drückte, kletterte der chinesische Leitindex um rund vier Prozent.

Der Einkaufsmanagerindex der Grossbank HSBC zeigte, dass Chinas Industrie weiter auf Erholungskurs ist. Das Barometer stieg im Dezember auf 50,9 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit 14 Monaten. Der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik mit Ausnahme Japans trat dagegen auf der Stelle.

Stimmung in Japans Wirtschaft mies

Im Gegensatz zu China hat sich die Stimmung in Japans Wirtschaft verschlechtert. Das Vertrauen in die Perspektiven von Asiens zweitstärkster Volkswirtschaft liess in den drei Monaten bis Dezember deutlich Federn, wie aus dem Konjunkturbericht (Tankan) der japanischen Notenbank hervorging. Der Index für die Stimmung von Grossunternehmen des Verarbeitenden Gewerbes fiel noch schlechter aus als von Experten erwartet.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging nach anfänglichen Verlusten mit 9737 Punkten nahezu unverändert aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index legte um 0,2 Prozent auf 801 Punkte zu. Bei den Einzelwerten in Tokio fielen die Aktien der Autozulieferer Aisin Seiki und Calsonic Kansei um 1,4 respektive 2 Prozent.

USA: Rezession droht

Der andauernde Haushaltstreit in den USA hatte am Tag zuvor bereits die Kurse an der Wall Street belastet. Finden Demokraten und Republikaner bis Jahresende keinen Kompromiss, treten automatische Steuererhöhungen und Sparmassnahmen in Kraft, die die weltgrösste Volkswirtschaft in die Rezession stürzen könnten.

Der Euro notierte in Fernost mit 1,3104 Dollar etwas fester. Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich am Freitagmorgen auf einen Zeitplan für die Weiterentwicklung der Wirtschafts- und Währungsunion geeinigt.

(sda)

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