Seit die UBS den amerikanischen Steuerbehörden Kundendaten übermittelt hat, hat der Druck auf das Schweizer Bankgeheimnis enorm zugenommen.
Um den Steuerstreit zwischen der Schweiz und den USA zu schlichten, setzen die Parteien auf den Bundesrat. Harte Verhandlungen werden gefordert.
Österreich und Luxemburg geraten immer mehr ins Visier der EU-Steuerkommission. Die beiden EU-Länder sollen automatischen Informationsaustausch übernehmen.
Das US-Justizdepartement hat die Bank Wegelin wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung angeklagt. 16 Millionen Dollar wurden beschlagnahmt.
Die Schweizer Behörden würden mit ihrer Langsamkeit dem Ben-Ali-Clan in die Hände spielen, sagt Enrico Monfrini. Er sucht weltweit nach versteckten Geldern des Potentaten.
Der Informatiker Hervé Falciani entwendete bei der Genfer Bank HSBC Daten von 3000 französischen Kunden. Doch die Daten dürfen von den Steuerfahndern nicht als Beweise verwendet werden.
Zwei Schweizer Banken stehen derzeit im Visier der US-Justiz. Gegen sie laufen Amtshilfeverfahren. Vorerst werden aber nur die codierten Daten einer Bank an die US-Behörden übergeben.
Um einen zweiten Fall Wegelin zu verhindern, will der Bundesrat den US-Behörden offenbar Millionen verschlüsselter Daten liefern. Den Schlüssel dazu gibts erst nach einem Abkommen. Das Finanzdepartement widerspricht.
Für den Wirtschaftsminister steht die Schweiz im Steuerstreit enorm unter Druck und international isoliert da. Es gelte die Altlasten aus der Vergangenheit zu bewältigen.
Nach einem Treffen mit US-Finanzminister Timothy Geithner geht Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf davon aus, dass noch dieses Jahr eine Lösung im Bankenstreit gelingen könnte.
Die Privatbank Wegelin reagiert auf Verstrickungen ihrer Mitarbeiter in den Steuerstreit mit den USA. Teilhaber Christian Hafner muss seinen Tisch räumen.
Balz Bruppacher - Unter ausländischem Druck will der Bundesrat eine weitere Konzession beim Bankgeheimnis machen. Es geht um den Informationsaustausch zwischen den Geldwäscherei-Meldestellen.
Lange konnten Schweizer Vermögensverwalter mit mässigen Leistungen komfortabel leben. Mit der Lockerung des Bankgeheimnisses wurden viele Banken ihres Geschäftsmodells beraubt.
Die Schweiz weicht das Bankgeheimnis weiter auf. Sie leistet künftig vielen Staaten auch dann Amtshilfe, wenn diese den Namen des mutmasslichen Steuersünders nicht angeben.
Ein ehemaliger Credit-Suisse-Mitarbeiter ist vom Bundesstrafgericht zu zwei Jahren bedingter Haft verurteilt worden. Er hat Daten von Bankkunden kopiert und an Deutschland verkauft.
Lukas Hässig - Der Ständerat reisst die Tür für Massen-Datenoffenlegungen gegenüber den USA auf. Für Staatsrechtler Rainer Schweizer ist das Verrat an langjährigen Bankkunden.
Die kleine Kammer hat ihren Widerstand gegen Gruppenanfragen bei der Steueramtshilfe aufgegeben. Sie hat einer Ergänzung des Doppelbesteuerungsabkommens mit den USA zugestimmt.
Balz Bruppacher - Der Fall der in den USA unter Beschuss geratenenen Basler Kantonalbank (BKB) wirft ein Schlaglicht auf Risiken mit externen Vermögensverwaltern. Davor warnt auch die Finma.
Lukas Hässig - Der UBS-Chef strebt 15 Milliarden Vorsteuergewinn bis 2014 an. Heute enttäuschte die Bank die Anleger. Ist Grübels Ziel noch realistisch – in der eigenen Ära?
Lukas Hässig, Wirtschaftsreporter von 20 Minuten Online, zeichnet in seinem neuen Buch «Paradies Perdu» den Niedergang des Bankgeheimnisses nach und zeigt den Anteil, den die UBS daran hatte. Wir bringen Auszüge.
Stefan Trachsel, Omar Gisler und Philippe Triverio, SDA - Die Scheizer Mini-Steueramnestie wurde in den ersten drei Monaten nur zögerlich genutzt. Die nachdeklarierten Beträge sind eher tief.
Lukas Hässig - Die Boni-Aussichten für CEO Oswald Grübel sind gigantisch. Die vielgescholtene letzte Führung der «alten UBS» bezog im Vergleich zur jetzigen Spitze ein fast bescheidenes Salär.
Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung will am Bankgeheimnis festhalten und stellt sich gegen den automatischen Austausch von Informationen mit ausländischen Steuerbehörden.
Grundsätzlich sind die Schweizerinnen und Schweizer fürs Bankgeheimnis. Doch laut einer Umfrage sind sie im Kampf gegen Steuerbetrüger und Steuerhinterzieher zu weitgehenden Konzessionen bereit.
Othmar Bamert - Es war die Woche der Schweizer Promis auf deutschen Bildschirmen. Von Roger Köppel bis Jean Ziegler: Bei der medialen Meinungsmache in Sachen Steuerstreit und Bankgeheimnis waren alle willkommen, die eine pointierte Meinung vortrugen. Nur besonnene Stimmen waren nicht gefragt.
In Europa werde das Bankgeheimnis nicht weiter bestehen, prophezeit der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble. Die Schweiz werde sich dieser europäischen Entwicklung nicht entziehen können.
Lukas Mäder - Für den Diebstahl von Kundendaten aus Banken kommen am ehesten Informatiker in Frage, sagt Hans Geiger, emeritierter Professor für Bankenwesen. Er rät im Interview mit 20 Minuten Online den Banken, das Nummernkonto wieder einzuführen – und sieht im Verhalten Deutschland den Bankrott des Staates.
Daniel Huber - Was dem Vatikan das Beichtgeheimnis, ist der Schweiz das Bankgeheimnis. Vor 75 Jahren wurde diese lukrative Institution, die hinterzogene Steuergelder ins Land spült und uns im Ausland so viele Sympathien kostet, in Gesetzesform gegossen.
Philipp Löpfe - Das Bankgeheimnis ist nur noch ein schlechter Witz. Doch die Schweizer Banken werden auch ohne diesen Wettbewerbsvorteil überleben. Stabilität und Rechtssicherheit bilden die Grundlage für den Finanzplatz der Zukunft.
Philipp Löpfe - Der Fall UBS zeigt: Illegale Steuervermeidung wird zusehends riskanter. Wenn die Steueroase Schweiz trockengelegt wird, bleiben nur noch unsichere Destinationen wie die Karibik.
Philipp Löpfe - Lange schien das Bankgeheimnis sicher. Doch im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise sind immer weniger Staaten bereit, auf Schweizer Empfindlichkeiten Rücksicht zu nehmen. Die Stimmung ist gekippt.
Philipp Löpfe - Mit der US-Steuerbehörde IRS ist bekanntlich nicht zu spassen. Sogar Al Capone wurde von der IRS verhaftet. Die UBS kümmerte das nicht — bis ihre illegalen Aktivitäten aufflogen.
Philipp Löpfe - Die rechtsbürgerlichen Bundesräte Blocher und Merz verdankten ihre Wahl im Dezember 2003 nicht zuletzt dem Lobbying der Grossbanken. Doch die erhoffte rechte Wende blieb aus.
Philipp Löpfe - Das Bankgeheimnis wurde mitnichten eingeführt, um jüdische Vermögen vor dem Zugriff der Nazis zu schützen. Schon damals ging es nämlich darum, den Schweizer Banken einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.
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S. Spaeth - Trotz Schuldenkrise und Konjunkturängsten heben die Mietpreise an der Zürcher Paradestrasse weiter ab. Selbst unter Top-Labels wird der Kampf härter. Unter Druck geraten könnte auch Manor.
Sandro Spaeth - Die Schweizer Grossbank UBS feiert 2012 ihr 150-Jahre-Jubiläum und gibt sich volksnah. Sie lädt die Bevölkerung während des kommenden Sommers zur Schifffahrt ein. Eine Image-Korrektur?
Die Tage der Velovignette sind gezählt. «Muss ich eine neue Versicherung abschliessen und mich irgendwo melden?», fragt Leserin Michèle (24).
Kian Ramezani - Die Schweizer arbeiten viel und hart, argumentieren die Befürworter der Ferien-Initiative. Gleichzeitig sind die Arbeitnehmer so zufrieden wie fast nirgends in Europa. Wie geht das?
Ist der Steuerstreit mit der USA der Genickbruch für den Bankenplatz Schweiz? Oder braucht es das Bankgeheimnis gar nicht mehr? Nehmen Sie teil an der grossen Umfrage!
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Am 11. März stimmt die Schweiz über die Volksinitiative «Sechs Wochen Ferien für alle». Wie viel arbeiten Sie? Sind Sie gestresst? Ist die Initiative bezahlbar? Nehmen Sie an unserer Umfrage teil.
Elisabeth Rizzi - Facebook dürfte ein gigantischer Börsengang gelingen. Davon profitieren die Mitarbeitenden, Privatinvestoren und die Banken, die den Aktienverkauf abwickeln.
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Der US-Technologieriese IBM verlegt seinen Hauptsitz für Nordosteuropa von Zürich nach Madrid. Von der Reorganisation dürften rund 40 Mitarbeiter betroffen sein. IBM Schweiz ist nicht betroffen.
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