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UBS-Deal
19. August 2009 19:16; Akt: 20.08.2009 08:38 Print
Eine klassische Win-Win-Situation
von Bea Emmenegger - Für den Bankenexperten Hans Geiger ist der Vergleich zwischen der UBS und der US-Steuerbehörde IRS ein Erfolg für die Grossbank und die Schweiz, für seinen in den USA lehrenden Kollegen Alfred Mettler vor allem auch einer für die US-Steuerbehörde.
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Rückzugsgefecht um das Bankgeheimnis
«Im Vergleich zu dem Schlamassel, das die Schweiz Anfang Jahr mit der Herausgabe von rund 250 Kundendaten angerichte hatte, steht sie jetzt sehr gut da», sagt Hans Geiger, emeritierter Leiter des Instituts für schweizerisches Bankwesen an der Universität Zürich. Der Vertrag mit den USA und der Vergleich zwischen der UBS und der US-Steuerbehörde lasse das Bankgeheimnis beinahe unangetastet, da er andere Banken und andere Länder nicht betreffe. «Aber die UBS ist natürlich ein bisschen Gehilfe des IRS», sie sage, für welche Kunden Amtshilfe geleistet werde: «Die genaue Zahl der Kundendaten und die kurzen Fristen zur Erledigung der Fälle deuten darauf hin, dass die UBS sehr genau wusste, um wen es geht, und dass sie in diese Geschäfte mindestens involviert war.»
Hans Geiger
Der IRS wollte Namen und hat sie bekommen
Dass der IRS die «extremsten Fälle» bekommen habe, glaubt auch Alfred Mettler, Wirtschaftsprofessor an der Georgia State University in Atlanta. Für ihn ist der Deal in erster Linie ein Erfolg für die Steuerbehörde: «Die wollte Namen, und sie hat Namen bekommen. Das nützt ihr viel mehr, als wenn die UBS eine Busse hätte bezahlen müssen.» Für die Behörde sei es beim Streit nie um die Schweiz gegangen, sondern um ihre Steuerpflichtigen, die nicht bezahlten.
Dass es nicht zu einem Prozess gegen die UBS gekommen sei, bedeutet laut Mettler keineswegs, dass sich Banken anderswo in falscher Sicherheit wiegen können: «Der IRS hat im Gegenteil bewiesen, wie viel Macht er hat. Er hat seine Namen bekommen, und erst noch ohne Prozess.»
Für die UBS sei der Deal gut, sagt Geiger, aber noch nicht das Ende der Probleme: «Sie wird weiter mit dem Abfluss von Kundengeldern konfrontiert sein. Ihr Image ist im Keller, und der Deal hat eigentlich nur noch einmal klar gemacht, welch miese Rolle die Bank hier spielte.»
























