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Konrad Hummler
15. August 2009 23:42; Akt: 16.08.2009 00:53 Print
«UBS-Kunden wurden verseckelt»
Der Vergleich den die Schweiz und die USA in Sachen UBS abgeschlossen haben, ist ein Sieg für die Grossbank. Für die anderen Schweizer Banken wird die Situation zunehmend unangenehm. Auch für das Rechtssystem könnte der Vergleich zur Belastung werden.
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Für die UBS ist die Einigung im Steuerstreit mit den USA ein Erfolg. Doch dass die Bank statt eine Busse zu zahlen rund 4500 Kundendossiers an die US-Steuerbehörden ausliefern muss, löst bei anderen Banken Besorgnis aus.
Privatbankier Konrad Hummler sagt zur Zeitung «Sonntag»: «Falls die UBS neuerlich Kundendaten herausrückt, handelt es sich um einen Treuebruch.» Dieser Treuebruch werde «auf dem Schweizer Private Banking und auf unserem Land lasten». Die Kunden seien die «Gelackmeierten».
Und weiter: «Es darf nicht sein, dass wir in den Ruf geraten, zur Rettung der eigenen Haut die anderen zu verseckeln.»
Der Zürcher Bankenprofessor Hans Geiger, Doyen des Swiss Banking Institute, beurteilt den Vergleich so: «Es gibt zwei Sieger: die UBS, die ihr Überleben sichern konnte, und die IRS, die sich im Wesentlichen durchsetzte.» Und der Verlierer? «Ganz klar die Schweiz und unser Finanzplatz.» Geiger sagt voraus: «Jetzt ist klar, dass auch Deutschland und Italien Druck machen werden.»
Blocher: Rechtsordnung geritzt
Für Christoph Blocher, SVP-Vizepräsident und ehemaliger Justizminister, steht fest: «Die UBS kommt relativ gut weg.» Aber die Schweiz «ritzt zumindest die Rechtsordnung». Dass die Rechtsmittel für die betroffenen UBS-Kunden gewährleistet seien, bezweifelt Blocher, der einst UBS-Verwaltungsrat war.
«Die Amerikaner setzen so kurze Fristen, dass der saubere Rechtsweg – Steuerverwaltung, Rekursrecht, Bundesverwaltungsgericht – gar nicht eingehalten werden kann.» Das sei verheerend: «So erhält die ganze Schweiz einen schlechten Ruf: Wenn uns ein anderer Staat unter Druck setzt, brechen wir ein. Wir haben in den letzten 12 Monaten unsere Position geschwächt», bedauert Blocher.





























