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Steuerflucht
25. Februar 2009 07:03; Akt: 25.02.2009 09:38 Print
Was verdient die Schweiz am Bankgeheimnis?
von Lukas Mäder - Die Schweiz bricht ein beim Bankgeheimnis. Wie gross der volkswirtschaftliche Schaden bei einer Lockerung wäre, kann niemand genau beziffern. Doch der Finanzplatz Schweiz hängt nicht alleine vom Bankgeheimnis ab.
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Das Bankgeheimnis als Standortvorteil für die Schweiz ist einmal mehr unter Beschuss. Bei einer Lockerung drohen ausländische Vermögen abzufliessen, die als Steuerflucht-Gelder bei Schweizer Banken liegen. Die Erträge der Finanzbranche würden sinken. Wie viel Geld die Banken aber mit Schwarzgeld verdienen, ist unklar. Die Schätzungen gehen stark auseinander.
«Der Bankensektor in der Schweiz wird im In- und Ausland masslos überschätzt»: Rudolf Strahm, Ex-Preisüberwacher, ehemaliger SP-Nationalrat und studierter Volkswirtschaftler.(Bild: Keystone/Peter Schneider)
Hälfte der Banken nicht im Ausland tätig
Die Banken in der Schweiz erwirtschaften eine jährliche Wertschöpfung von 6 bis
In den von Steuerflucht betroffenen Bereich fallen Banken wie die Credit Suisse, die UBS sowie die Privatbanken. Die Verwaltung von Offshore-Vermögen — Geldern aus dem Ausland — trägt rund
Niemand kann Ertrag genau schätzen
Bei konkreten Berechnungen beginnen hier die Probleme: Hinter einem Teil der institutionellen Anleger können beispielsweise über Stiftungen trotzdem Private stecken. Wie viel Geld das ist, kann nur geschätzt werden. Ebenso vage ist die Schätzung, welcher Teil der privaten Offshore-Vermögen aus Gründen der Steuerflucht bei Schweizer Banken liegt. Privatbankier Konrad Hummler schätzt den Anteil auf 30 bis
Angsteinflössend sind auch die Schätzungen des Genfer Privatbankiers Ivan Pictet. Im Interview mit «Le Temps» prophezeit er, dass der Finanzplatz Schweiz sich um knapp die Hälfte verkleinern könnte, von
«Schweizer Wirtschaft nicht auf ausländisches Geld angewiesen»
Das Bankgeheimnis ist nicht der einzige Standortfaktor des Finanzplatzes Schweiz, ist Strahm überzeugt. Wichtig seien auch Mehrsprachigkeit, Präzision und die Rechtssicherheit, die zentrale Lage der Schweiz sowie das Know-how des Bankenpersonals. «Eine Lockerung des Bankgeheimnis wäre nicht der Tod des Finanzplatzes Schweiz», sagt er. Sowieso habe die Finanzkrise den Banken viel grössere Einbussen beschert, als sie das Ende des Bankgeheimnisses bringen würde. Die Schweizer Wirtschaft sei für ihr Wohlergehen auf die ausländischen Gelder gar nicht angewiesen, sagt Strahm. «Die Schweizer sparen mehr Geld, als die Banken in der heimischen Wirtschaft investieren können.»



























