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Nach G-20-Gipfel
03. April 2009 10:29; Akt: 03.04.2009 11:17 Print
Die EU-Finanzminister sind höchst zufrieden
Die EU-Finanzminister sind mehr als zufrieden mit den Beschlüssen des Londoner Weltfinanzgipfels zur Reform der Finanzmärkte. Besonders Bundesfinanzminister Peer Steinbrück war voll des Lobes.
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Steueroasen
Das Treffen habe den Durchbruch gebracht für eine lückenlose Regulierung und Kontrolle der Finanzmärkte, sagte Steinbrück am Freitag vor dem Treffen der Eurogruppe in Prag.
Der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück im Gespräch mit EZB-Präsident Jean-Claude Trichet.(Bild: Keystone)
Vor einem Jahr sei es noch nicht vorstellbar gewesen, dass man mit Luxemburg und Österreich über die OECD-Standards verhandeln könne. Steinbrück wertete es als «riesigen Fortschritt», dass Steuerparadiese wie die britischen Kanalinseln Guernsey oder Jersey sowie die Isle of Man oder die Cayman Islands und Singapur erklärten, sie seien bereit, auf die OECD-Standards einzugehen.
Steinbrück dankt den USA
«Ich bin sehr zufrieden, dass die USA sehr hilfreich waren, weitere Regulierung umzusetzen», sagte Steinbrück weiter. Auch der tschechische Finanzminister und EU-Ratschef Miroslav Kalousek sprach von einem ausserordentlichen Erfolg.
Die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer der G-20-Gruppe hatten als Lehre aus der schweren Krise bei ihrem Treffen am Vortag in London ein schärferes Regelwerk für die Finanzmärkte sowie eine Billion Dollar an internationalen Geldspritzen für strauchelnde Staaten und den Welthandel beschlossen.
Zeichen der Einigkeit
Die französische Finanzministerin Christine Lagarde sagte, die Massnahmen würden vor allem den besonders hart von der Krise getroffenen Schwellenländer helfen und dort eine Erholung auslösen. «Was erreicht wurde gestern Abend war sehr, sehr gut, weil es ein Zeichen der Einigkeit war.» Jetzt sei die Grundlage geschaffen, um das Finanzsystem zu stabilisieren.
Nach Einschätzung des österreichischen Finanzministers Josef Pröll werden die Gipfel-Beschlüsse zur Stabilisierung der Volkswirtschaften in Mittel- und Osteuropa beitragen. «Ich denke, es war ein erfolgreiches Treffen. Es gab ein klares Zeichen in die richtige Richtung. Jetzt ist es an uns allen, das auch umzusetzen. Das ist der nächste Schritt», sagte Pröll.
(sda)
























