FDP

01. März 2009 22:30; Akt: 02.03.2009 15:24 Print

Bankgeheimnis bröckelt – Pelli als einsamer KämpferBankgeheimnis bröckelt – Pelli als einsamer Kämpfer

Während die meisten Partei- und Wirtschaftsexponenten beim Bankgeheimnis Zugeständnisse machen wollen, bleibt die FDP hart: Das Bankgeheimnis sei nicht verhandelbar.

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Etwa 20 Milliarden Franken verdient die Schweiz pro Jahr mit den verwalteten ausländischen Vermögen. Laut «SonntagsZeitung» ist dieser Ertrag in Gefahr, wenn das Bankgeheimnis fällt. Nicht eingerechnet sind die Ein­bussen der Folgeinvestitionen und Steuereinnahmen. Rund 40 000 Bankenjobs sind bedroht.

Trotzdem wollen laut «SonntagsBlick» 56 Prozent der Schweizer das Bankgeheimnis abschaffen. Und die Bundesräte Merz und Calmy-Rey signalisierten in der Sonntagspresse die Bereitschaft, über das Bankgeheimnis zu verhandeln. Einsamer Rufer in der Wüste ist FDP-Präsident Fulvio Pelli: «Die Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug ist für die EU Nebensache.

Letztlich geht es der EU um einen vollständigen Informationsaustausch zwischen der EU und der Schweiz ohne Amtsverfahren. Das lehnen wir ab», so Pelli zu 20 Minuten. Die ganze Schweiz diskutiere am Thema vorbei. «Wir geben der EU leichtfertig nach und verkennen, dass die EU viel mehr will.» Einzelaktionen der Exponenten müssten aufhören. Pelli fordert eine breite Front im Kampf ums Bankgeheimnis und einen geschlosseneren Auftritt gegen aussen.

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