Umfrage

13. Februar 2010 23:29; Akt: 14.02.2010 08:51 Print

Kein Schutz für SteuerhinterzieherKein Schutz für Steuerhinterzieher

Grundsätzlich sind die Schweizerinnen und Schweizer fürs Bankgeheimnis. Doch laut einer Umfrage sind sie im Kampf gegen Steuerbetrüger und Steuerhinterzieher zu weitgehenden Konzessionen bereit.

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Die Bürgerinnen und Bürger der Schweiz stehen zum Bankgeheimnis. Dem Staat müssten im Schwarzgeld-Kampf mehr Mittel zur Verfügung stehen und eine Aufweichung des Bankgeheimnisses ist nicht tabu. Dies ergab eine repräsentative Meinungsumfrage von Isopublic im Auftrag von SonntagsZeitung und Le Matin Dimanche. Eine Mehrheit der Befragten will nicht mehr zwischen Hinterziehung und Betrug unterscheiden – auch im Inland.

55 Prozent der Befragten folgen der Argumentation vieler Kantonsregierungen, die dem Staat mehr Mittel im Kampf gegen Schwarzgelder in die Hand geben wollen. Sogar eine klare Mehrheit von 67 Prozent spricht sich dafür aus, gegenüber dem Ausland nicht nur bei Steuerbetrug, sondern auch bei Steuerhinterziehung Amts­hilfe zu leisten.

Keine Mehrheit findet nach wie vor der automatische Informa­tionsaustausch mit dem Ausland. 56 Prozent wollen nicht, dass Schweizer Banken ausländischen Behörden automatisch Konto­informationen ausländischer Bankkunden übermitteln müssen. Und für eine deutliche Mehrheit ist das Bankgeheimnis allen Einschränkungen zum Trotz noch ein wichtiger Wert. 61 Prozent wollen diesen nicht integral aufgeben. Die Umfrage wurde vom 11. bis 13. Februar durchgeführt. Befragt wurden 602 Stimmberechtigte.

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