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Deepwater-Horizon-Unglück
29. November 2012 05:06; Akt: 29.11.2012 11:42 Print
US-Regierung stoppt Aufträge an Ölkonzern BP
Die USA wollen wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im Jahr 2010 vorläufig keine neuen Verträge mit dem britischen Konzern BP mehr abschliessen. Der Grund dafür sei ein «Mangel an Integrität».
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Die US-Regierung vergibt wegen «mangelndem honorigen Geschäftsgebahren» vorläufig keine Aufträge mehr an BP. Zudem dürfen dem britischen Ölkonzern auf unbestimmte Zeit keine neue Lizenzen für Öl- und Gasbohrungen auf Land in öffentlichem Besitz erteilt werden, wie die US-Umweltschutzbehörde EPA am Mittwoch mitteilte. Grund für den Boykott von BP sei die lange Liste an strafrechtlichen Vorwürfen gegen das Unternehmen im Zusammenhang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko.
Bildstrecken Die Opfer der Ölkatastrophe Infografik Ölpreis seit 1998Elf Arbeiter waren durch eine Explosion auf der Plattform Deepwater Horizon 2010 ums Leben gekommen. Das ausfliessende Öl führte zur grössten Ölkatastrophe in der US-Geschichte und zu strafrechtlichen Vorwürfen und zivilrechtlichen Schadensersatzforderungen gegen BP. Die Entscheidung vom Mittwoch wurde von Beobachtern als weiteres Hindernis für die Bemühungen von BP gewertet, sein Image in den USA und anderswo aufzupolieren.
BP verweist auf Verbesserungen
In einer Stellungnahme erklärte der Konzern mit Sitz in London, er arbeite gemeinsam mit der US-Regierung daran, deren Bedenken auszuräumen. Eine Vereinbarung, die zu einer Aufhebung des vorläufigen Auftragsvergabestopps führen solle, sei bereits in Arbeit, hiess es von BP. «Das Unternehmen hat seit dem Unglück bedeutende Verbesserungen umgesetzt», teilte BP mit und verwies auf neue Bohrrichtlinien und grosse Investitionen in den USA.
Beim Verkauf von Offshore-Lizenzen im Golf von Mexiko im Wert von mehr als 20 Millionen Dollar stand BP am Mittwoch schon nicht mehr auf der Liste zugelassener Käufer, wie ein Sprecher des US-Innenministeriums mitteilte. Besonders der Ausschluss bei der Vergabe von einer Reihe von Lizenzen für Bohrungen, die in den nächsten Monaten anstehen und Millionen Hektar Land betreffen, könnte nach Angaben von Analysten ein schwerer Schlag für BP sein.
BP-Mitarbeiter angeklagt
Die Entscheidung der EPA wurde am selben Tag verkündet, an dem sich drei BP-Mitarbeiter einer Anklage wegen der tödlichen Explosion auf der Ölbohrinsel Deepwater Horizon stellten. Zwei von ihnen bekannten sich der fahrlässigen Tötung nicht schuldig, ein dritter plädierte auf den Vorwurf der Behinderung des US-Kongresses ebenfalls auf nicht schuldig. Der Konzern selbst hatte angekündigt, sich zu den beiden Vorwürfen schuldig zu bekennen und die Rekordstrafe von 4,5 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) zu zahlen.
(sda/dapd)
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zwei die sich verstehen sollten :-)
die andern oelgesellschaften sind nicht besser, aber bp hat schon ein spezielles doppelgesicht was eigentlich zu usa passen würde.
Urteil ohne Gericht?
@Marcus bp ist halt keine US Firma, Exxon freuts!