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UBS-Analyse
21. September 2012 09:59; Akt: 21.09.2012 10:07 Print
«Griechen sind 2013 nicht mehr in der Euro-Zone»
Die UBS geht davon aus, dass Griechenland im Jahr 2013 aus dem Euro-Raum ausscheidet. Der Chef-Ökonom der Grossbank spricht von einer Wahrscheinlichkeit von «mehr als 50 Prozent».
Für die Grossbank UBS rückt ein baldiges Ausscheiden von Hellas aus der Euro-Zone näher: «Unser Basisszenario geht davon aus, dass Griechenland nächstes Jahr mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 Prozent austreten wird», sagte UBS-Chefökonom Daniel Kalt.
Infografik Griechische SchuldenGrund seien die hohen Schulden. Griechenland hänge am Tropf der Europäer, die jedes Quartal wieder Geld zuschiessen müssten, sagte Kalt in einem Interview mit der «Basler Zeitung» vom Freitag. Der Schuldenschnitt, der die privaten Gläubiger zur Kasse gebeten habe, habe die Schuldenquote Griechenlands gerade mal um 8 Prozent reduziert.
Sie liege aber immer noch bei mehr als 150 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung (BIP). «Das Problem ist noch lange nicht gelöst, es geht weiter», sagte Kalt.
Die Troika-Experten aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) hätten jeweils beide Augen zudrücken müssen, damit weiterhin Geld nach Athen geflossen sei. «Das wird nicht mehr so lange weitergehen», sagte Kalt.
Verkleinerung der Euro-Zone
Bei einem Ausscheiden Griechenlands aus der Gemeinschaftswährung entstünde erneut Druck auf den Franken. «Das kann dann dazu führen, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) - wie schon in diesem Frühjahr - für mehrere zehn Milliarden Euro kaufen muss», sagte Kalt.
Die Wahrscheinlichkeit für einen Zusammenbruch der Währungsunion sei aber minim. Wahrscheinlicher sei, dass der Euro-Raum über fünf oder zehn Jahre hinweg geordnet verkleinert werde.
«Man nimmt zum Beispiel Portugal raus, dann später Spanien und so weiter. Wenn es geordnet abläuft, ohne grössere Verwerfungen, kann es sein, dass ein Rest-Euro, bestehend aus den Kernländern übrig bleibt», sagte Kalt. Dies könnte durchaus ein starke Währung sein.
Der UBS-Chefökonom warnte Schweizer Firmen vor Produktionsverlagerungen nach Deutschland. Zwar scheine Deutschland attraktiv, weil der Euro so schwach sei. Wenn aber der Euro gesunde oder Deutschland wieder die D-Mark bekomme, finde dort eine dramatische Aufwertung statt. Die Kostenvorteile wären damit dahin.
(sda)
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Alle 66 Kommentare

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Na und
Die Idee hat etwas sehr reizvollen: Den Euro generell einfach abschaffen - dann hat niemand in Europa mehr Schulden. Und??
Ist auch Zeit!
Ist auch langsam Zeit! Wir haben jetzt lange genug über die Griechen gesprochen und wegen ihnen die gesamte EU- und Schweizer Wirtschaft während bald zwei Jahren lahmen lassen. Was soll der Sch....?! Raus mit Ihnen. Die sollen mal endlich vom hausgemachten Sport Nr. :, Steuern betrügen und Sport Nr. 2: andere bezahlen lassen wegkommen. Das geht wohl leider nur mit einer Bruchlandung! Griechenland gehört schon lange raus aus der EU, raus aus dem T-euro. Damit können wir uns dann endlich wieder um die echten, wirtschaftlichen Prioritäten kümmern und Fr. Merkel sich um die Deutschen.
Deutsche türken Griechen!
bei alledem darf nicht vergessen werden, dass Deutschland wie eh und je nur aus Eigennutz bellt: 2/3 der griechischen Schulden sind Folgen der Waffendeals mit Deutschland, die Merkel den Griechen geradezu oktroyiert hat. Und die vielen Tornados, Leoparde nd Uboote stehen nun da und rosten vor sich hin...