Lichtblick

16. April 2012 11:46; Akt: 16.04.2012 13:20 Print

Mit Solarstrom gegen die Schuldenkrise

Griechenland will mit Produktion und Verkauf von Solarstrom seiner Wirtschaft neuen Schub geben und die Staatskasse sanieren. Rund vier Fünftel des Stroms sollen künftig in andere Länder exportiert werden.

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Archivbild: Solarstrom-Anlage in Spanien. (Bild: Keystone)

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Helios heisst das in Griechenland geplante staatliche Sonnenstrom-Projekt. Es könne «etwa 60 000 Arbeitsplätze schaffen», sagte Griechenlands Energieminister, George Papakonstantinou.

Aus dem Stromverkauf könnten «bis zu 15 Milliarden Euro an Staatseinnahmen» erlöst werden. Diese könnten dann zum Abbau von Schulden genutzt werden, sagte der Minister der deutschen Zeitung «Die Welt».

Helfen die Klimaziele zu erreichen

Rund vier Fünftel des produzierten Stroms sollen künftig über Hochspannungsleitungen in andere europäische Länder exportiert werden. Griechenland selbst wolle nur rund ein Zehntel der Energie verbrauchen, sagte Papakonstantinou.

Der Ankauf von Solarstrom in Griechenland könne anderen europäischen Ländern helfen, die EU-Klimaziele zu erreichen. «Wir sind in Gesprächen mit Italien und Luxemburg.» Auch mit Deutschland gebe es Gespräche. Die Bundesrepublik werde ihre Ziele zwar erreichen, sehe aber die Chance, ihre Energiekosten durch griechischen Solarstrom zu senken.

Finanzierung als Problem

Der Bau erster Solar-Anlagen für das Projekt könne im Laufe des kommenden Jahres beginnen, sagte Papakonstantinou. «Das hiesse, die ersten Teile des Systems könnten 2014 die Produktion aufnehmen.»

Ein Problem sei aber noch die Finanzierung des Projekts. Helios soll den Angaben zufolge künftig über eine Leistung von 10 000 Megawatt verfügen, wenn alle Solar-Paneele installiert sind.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marcel am 16.04.2012 14:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    immer dieses "geld"

    ich kann es langsam nicht mehr hören. solarenergie hilft der umwelt sich zu regenerieren, was wir mit unserer geldgier (durch erdöl, holz, ect.) zerstört haben. und jetzt steht es noch im weg eine lösung zu finden. das gleiche mit der weltraumforschung . . . wo wir wohl wären wenn es das "geld" garnicht erst gegeben hätte?!

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  • EubY am 16.04.2012 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    leise Frage

    sicher nicht schlecht. Aber können die "Solar-Farmen" auch wirklich im Grundbuch eingetragen werden?

  • Sirius am 16.04.2012 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    Alle südlichen EU-Länder

    Das gleiche Projekt in Spanien/Italien und die Krise wäre etwas gedämpft. Zumindest hätten die was wieder mal zu tun.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • hans am 17.04.2012 09:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sand kein problem

    wüsten können genutzt werden,ohne dass man jeden einzelnen spiegel bewachen muss...zudem ist staub als problem schon behoben worden..mit magnetstrahlungen lässt sich ansetzen von staub verhindern..aber eben,das geld beherrscht die welt

  • Larry am 16.04.2012 21:15 Report Diesen Beitrag melden

    Vorschlag schon längst gemacht

    Entlich werden die Hirnzellen richttig eingeschaltet. Die Finanzierung sollte durch den EU-Rettungsschirm erfolgen und auch kontrolliert werden, damit entllich Grichenland-Schulden abgebaut werden können.

  • Freier Mensch am 16.04.2012 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    Zu spät!

    Die früher erhaltenen Kredite hatte GR für Sinnloses verprasst. Wer vergibt heute denn schon neue, wenn die Gefahr eines Abschreibers von 50 oder mehr % besteht?

  • Lorenz am 16.04.2012 17:31 Report Diesen Beitrag melden

    Indianerweisheit gefällig???

    Erst wenn der letzte tropfen Benzin verbrannt, das letzte Uran gespalten und die letzte Kohle verbrannt ist, werdet ihr feststellen, dass man Strom auch anders produzieren kann.

  • sowo am 16.04.2012 16:58 Report Diesen Beitrag melden

    Marschalplan

    Sehr gute Idee, welche einer Art Marschalplan entspricht. Als nächster Schritt sollte der Schuldenschnitt und vielleicht eine neue griechische Währung, z.b.NGD (neue griechische Drachme) in Erwägung gezogen werden.Und in letzter Instanz könnte der Ausstieg aus dem Euroraum geplant werden.