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G20-Gipfel in Cannes
02. November 2011 18:02; Akt: 02.11.2011 18:02 Print
Schattenbanken als neue Finanz-Casinos
Weil Banken und Versicherer inzwischen strenger beaufsichtigt werden, weichen sie immer mehr auf Schattenbanken aus. Die G-20 wollen an ihrem Gipfel in Cannes dieses Problem angehen.

Profiteure des neuen globalen Finanzcasinos sind Hedgefonds und Private-Equity-Gesellschaften. (Bild: Keystone)
Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) haben bereits einige Lücken bei der Regulierung der globalen Finanzmärkte geschlossen. Grosse Gefahren drohen aber weiterhin durch den Boom bei bisher völlig unkontrollierten Finanzakteuren, die verstärkt in den Sektor der so genannten Schattenbanken abwandern.
Infografik Die Eurokrise Stichwort G-20Die Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) wurde 1999 ins Leben gerufen und ist ein Zusammenschluss von 19 Staaten und der Europäischen Union (G7 und 12 weitere Staaten, sowie EU-Präsidentschaft). Sie soll als Forum für Kooperation und Konsultation in Fragen des internationalen Finanzsystems dienen.
Mitgliedstaaten: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, die Türkei, das Vereinigte Königreich, die USA und die Europäische Union (EU).
Die EU wird jeweils im Rotationsprinzip von dem Land vertreten, welches im betreffen Halbjahr die Ratspräsidentschaft einnimmt.
Weil Banken und Versicherer inzwischen strenger beaufsichtigt werden, wächst die Gefahr von Ausweichmanövern auf Schattenbanken, zu denen etwa Hedgefonds und Geldmarktfonds gezählt werden. Diese jonglieren mit dubiosen Konstrukten sowie unvorstellbaren Summen und wickeln jene Deals ab, die kontrollierte Banken auslagern. Die G-20 wollen das Problem angehen; Cannes ist der Auftakt dazu.
Bankenaufseher wie etwa der scheidende Chef der deutschen Finanzaufsicht Jochen Sanio warnen nämlich bereits seit Monaten vor dem nächsten grossen Finanzcrash. Grobe Schätzungen gehen davon aus, dass Schattenbanken inzwischen etwa 25 bis 30 Prozent des globalen Finanzsystems ausmachen.
60 Billionen Dollar in Schattenbanken angelegt
So soll das Schattenbank-Volumen zwischen 2002 und 2010 von 25 auf 60 Billionen Dollar gestiegen sein. Allein in den USA wird mit 16 Billionen Dollar ein grösseres Kreditvolumen bewegt als von herkömmlichen Banken mit «nur» 13 Billionen Dollar.
Profiteure des neuen globalen Finanzcasinos sind Hedgefonds und Private-Equity-Gesellschaften. Diese werden von regulierten grossen Pensionsfonds, Versicherern und Banken derzeit mit frischem Geld geradezu zugeschüttet. Geldhäuser nutzen also Schattenbanken als Handelspartner, um Risiken loszuwerden.
Völlig austrocknen lassen sich diese Regulierungsoasen wohl kaum. Hedgefonds aus aller Welt könnten aber zumindest überwacht und Geschäftsbeziehungen zwischen Banken und Schattenbanken eingeschränkt werden.
(sda)
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Alle 29 Kommentare

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GELD-ANLEGER BLEIBT UNBEKANNT
Hedgefons-Name versteckt schwarze Schafe um sie zu schützen, doch das Risko ist hoch, weil die Bänker das Geld an der Börse verzocken - das Geld jemals wieder zu sehen ist eher die Seltenheit, denn die Bank übernimmt keine Verantwortung, sondern macht den Anleger zum Verantwortlichen.
Grüsse nach Entenhausen
Selber Schuld. Jede Bank in der Schweiz ist dazu verpflichtet ein Anlegerprofil seines Kunden ausfüllen zu lassen und ihn über Risiken zu informieren. Wem dieses Vorgehen nicht passt, kann sein Vermögen auf einem Sparkonto lassen. Wer trotzdem noch angst hat, kann sich Gold kaufen und im heimischen Tresor verstecken. Wer trotzdem noch Angst hat vor dem Risiko, kann sich ein Grundstück kaufen und dort bauern, dann hat er nämlich, wenn alle Vermögen mal nutzlos sind, immernoch zu essen.
Quatsch mit Sosse hoch 10
So ein Quatsch. Erstens sind nicht nur Hedge-Fonds "Schattenbanken" sondern noch n Haufen andere Institutionen mehr. Zweitens ist es jedem selber überlassen wie weit er sein Geld an die Börse tragen will. Nur gibts halt auf dem Sparkonto ziemlich wenig zu ergattern; an der Börse - im Erfolgsfall - einiges mehr. Die Gier des Homo sapiens war schon immer Nährboden für etwas Spekulation. Nur WISSEN ober diese auch tragen kann muss jeder selber!
Hört auf mit eurem Gedöns...
Banker krampfen auch jeden Tag, damit die Zahlungen klappen, damit Frau Schweizer einen schönen Zins auf ihr Sparkonto bekommt, damit Herr Schweizer sich ein Einfamilienhäuschen im Grünen leisten kann, damit noch schnell ein Privatkreditchen gemacht werden kann für den neuen HD-TV oder ein Leasing für den neuen BMW im Viertel von Schweizern mit Migrationshintergrund. Was denkt ihr eigentlich wieso es uns in der Schweiz so gut geht!? Sicher nicht, wegen den Arbeitslosen oder Linken. Sondern wegen der arbeitenden Mittelschicht, von denen hier sich kaum wer beklagt ;) gäll ihr Sozis
Banken krampfen?
da kann ich nur lachen. Wer BESITZT denn wirklich ein Haus/Wohnung? Fast niemand, alle stehen bei Banken in der Kreide. und wenn einer nicht zahlen kann, hat die Bank zumindest sein Haus. Verstehst Du nicht? Die bank gewinnt IMMER. die verlierer sind IMMER wir.
@ Stefan B
dann zieh in eine Lehmhütte wenns dir nicht passt! dank banken kannst du dir ein haus leisten also sei zufrieden!
Gratulation!
@Regler: Das ist das lächerlichste was ich Heute gehört habe, gratulation! einen schönen Zins, das ich nicht lache, 2.5% oder so auf dem Deposito... aber wenn ich einen Kredit aufnehme oder in Verzug gerate sinds gleich 14% oder mehr? Na vielen Dank! Bin übringens sowohl Teil der Mittelschicht, arbeite in der Finanzbranche und trotzdem hab ich ein soziales gewissen und kann über meinen Tellerrand denken, das fehlt leider euch
@Stefan
Keiner? Immerhin wohnen knapp 40% aller Schweizer im eigenen Heim oder Wohnung! Wenn man noch ca. 20% abzieht, welche sowieso "flexibel" sind, weil Kurzaufenthalter, berufsbedingt oder sonstwie viel umziehen ergibt das immerhin beinahe die Hälfte mit Wohneigentum! Wenn man allerdings sein Eigentum mit 110% verschuldet gibts irgendwann nichts mehr zu lachen, da geb ich dir recht. Allerdings bist du dann auch selber schuld! Ich glaub doch dass genau die Griechen (und andere) etwa so "gewirtschaftet" haben. PS Danke Regler für den treffenden Kommentar
FairPlay!
@Supermario: Es ist nur solange "Wohneigentum" wie du deine Hypothek bezahlst. Ich behaupte mal, dass 99% deiner 40% auf Bankkredite angewiesen und somit eben nicht "Eigentümer" sind. Wohlverstanden, Hypotheken sind an und für sich nichts schlechtes, genau so wie andere Kredite oder die Börse. Das Problem ist die Ausführung und die Tatsache dass die Geldbeschaffung für Normalsterbliche zu teuer und das Risiko ungleich verteilt ist. Diesem System fehlt es an FairPlay!
ihr versteht es wirklich nicht oder?
sagt mir WER sein Haus abbezahlt hat? keiner. warum? weil man steuerlich dafür bestraft wird. also lieber doch weiter die Banken füttern. der reale Wert eines Eigenheimes müsste so hoch sein, dass man es mit einem normalen Einkommen in Lebzeiten zahlen kann, und zwar ohne Kredit, oder besser ohne Zinsen. aber dann würden die Banker nix verdienen ;)
@Stefan B. - Was sollen wir verstehen?
Der Markt macht den Preis. Das hat nichts mit Banker zu tun. Ausserdem gibt es einige die komplett abbezahlen könnten, aber wer möchte denn schon sein ganzes Kapital in ein statisches Eigenheim stecken. Dann doch lieber das Geld für Ferien, Auto ausgeben...
@Stefan
Stefan, blödes Gequatsche. Natürlich hat niemand ein Interesse sein Haus vollständig abzubezahlen. Nicht mal dein Vermieter. Aber bei einer massvollen Hypobelastung (ich red da von 40% oder 50% vom Wert) kann man die Zinsen sehr gut tragen und legt steuerlich nicht drauf. Aber immer alles ins Extreme und Unrealistische ziehen ist einfach, entspricht aber kaum den Tatsachen.
Klaro
Da zeigt sich wieder mal der Regulierungswahn in einer liberalisierten, diversifizierten Welt. Kapital wird immer ein Schlupfloch finden.