Geldsegen für Griechen

13. November 2012 18:17; Akt: 13.11.2012 18:17 Print

44 Milliarden Euro auf einen Schlag

Die Euro-Zone und der Internationale Währungsfonds wollen Griechenland gleich drei Hilfstranchen auf einen Schlag auszahlen. Die 44 Milliarden Euro würden der Regierung wieder etwas Luft verschaffen.

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Griechenland soll die nächsten drei Tranchen - mehr als 44 Milliarden Euro - auf einen Schlag überwiesen bekommen, wenn das Land eine permanente Troika-Kontrolle akzeptiert. Entsprechende Pläne bestätigte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Dienstag in Brüssel.

Bis Ende des Jahres seien schliesslich drei Tranchen aufgelaufen. Wenn nun die Voraussetzungen für die Auszahlung erarbeitet würden, «ist es relativ logisch, dass wir nicht nur über Juni und September, sondern bis Jahresende mitbefinden». Wichtig sei aber, «dass wir dafür einen entsprechenden Kontrollmechanismus vereinbaren».

Luft für Rechnungen und Schulden

Die grösste Tranche - die schon im Sommer fällig gewesen wäre - beläuft sich auf 31,5 Milliarden Euro. Für das dritte und vierte Quartal sieht das im Februar vereinbarte zweite Rettungsprogramm weitere Tranchen von fünf und 8,3 Milliarden Euro vor.

Da es vor Ende November kein grünes Licht für die erste Tranche geben wird, sollen nun gleich alle Notkredite auf ein Mal ausgezahlt werden. Mit den gut 44 Milliarden Euro hätte Athen plötzlich wieder Luft, um seine Rechnungen und Schulden zu bezahlen.

Bedingungen nie fristgerecht erfüllt

Der verschärfte Kontrollmechanismus ist seit langem eine deutsche Forderung, weil Griechenland die Bedingungen der Euro-Retter bislang nie fristgerecht erfüllt hat. Wie genau die Kontrolle aussehen soll, darüber schwieg sich Schäuble am Dienstag aus. Denn schliesslich stosse das Thema in Griechenland auf «Sensibilitäten».

Das Land wehrte sich bislang energisch gegen die dauerhafte Aufsicht durch die Troika-Kontrolleure von Europäischer Zentralbank (EZB), Internationalem Währungsfonds (IWF) und EU-Kommission. Laut Schäuble soll bis zur Sondersitzung der Eurogruppe am nächsten Dienstag eine Einigung erzielt werden.

(dapd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kristina am 14.11.2012 02:21 Report Diesen Beitrag melden

    zukunft

    44 Mr. Eu. werden den griechen nicht geschenkt. Das sollte eigentlich jeder sehen, denn ca. 25,4% arbeitslosen, 1 selbstmord pro tag und knapp 4 mio. buerger unter der armutsgrenze zeugen nicht von einem faulen reichen volk, doch vielmehr einem gepluenderten. Eigentlich sollten wir alle auf der seite der buerger sein, denn wenn all die hilfspakete und "rettungen" ihr ziel erreichen, naemlich die komplete ausrottung der mittel schicht, koennt ihr nur sicher sein, dass das euch in der zukunft auch erwartet.

    einklappen einklappen
  • homo oeconomicus am 16.11.2012 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    ROFL ....

    "rolling on floor loughin" .... die Griechen lachen sich einen Schranz in den Ranzen ... Wie blöd muss die U eigentlich sein ?

  • A. Marius am 13.11.2012 20:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pleite gehen lassen

    was bringen die 44 Mrd.? Richtig, nichts

Die neusten Leser-Kommentare

  • homo oeconomicus am 16.11.2012 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    ROFL ....

    "rolling on floor loughin" .... die Griechen lachen sich einen Schranz in den Ranzen ... Wie blöd muss die U eigentlich sein ?

  • Johann Mattli am 14.11.2012 21:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grosszügig mit fremdem Geld

    Es erstaunt mich immer wieder mit welcher Selbstherrlickeit die EU Politiker in ein Fass ohne Boden Geld reinschmeissen. Aber es ist natürlich einfach für sie. Erhalten sie doch für jede ach so harte Sitzung gutes Geld! Wären diese Politiker Hausfrauen, würde sowas nicht passieren. Den Hausfrauen können rechnen und müssen es auch. Also liebe Schweizer/innen: haltet euch so lange von der EU fern wie es geht. Und denkt daran: SP gross verdient viel Geld bei der EU! Nur schon die jährliche Spesenrechnung ist exorbitant!

  • torsten am 14.11.2012 06:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    fremdes geld

    diese politiker verteilen gelf, das ihnen nicht gehört. dafür bekommen sie noch geld, viel geld. in beiden fällen ist es unser geld. keiner fragt und. wieso nennt man das demokratie?

  • Kristina am 14.11.2012 02:21 Report Diesen Beitrag melden

    zukunft

    44 Mr. Eu. werden den griechen nicht geschenkt. Das sollte eigentlich jeder sehen, denn ca. 25,4% arbeitslosen, 1 selbstmord pro tag und knapp 4 mio. buerger unter der armutsgrenze zeugen nicht von einem faulen reichen volk, doch vielmehr einem gepluenderten. Eigentlich sollten wir alle auf der seite der buerger sein, denn wenn all die hilfspakete und "rettungen" ihr ziel erreichen, naemlich die komplete ausrottung der mittel schicht, koennt ihr nur sicher sein, dass das euch in der zukunft auch erwartet.

    • Alex am 15.11.2012 10:07 Report Diesen Beitrag melden

      Bla Bla

      Die Griechen bezahlen jetzt die Rechnung für die Politik der letzten 20 Jahre, genau so wie Spanien, Italien, Portugal, und am Ende sogar Frankreich. Es ist immer das gleiche: Zuerst verschuldet man sich über die Verhältnisse, und wenn die Rechnung kommt, dann muss grosser Bruder Deutschland einspringen, weil die ja eigentlich für den ganzen Schlamassel verantwortlich sind. Eine vernünftige Politik kann man von diesen Ländern einfach nicht erwarten. Alles nur Bla Bla.

    einklappen einklappen
  • binmarcel am 14.11.2012 01:44 Report Diesen Beitrag melden

    Fass ohne Boden

    ein Fass ohne Boden bleibt ein Fass ohne Boden. Griechenland îst und bleibt der Anfang des Unterganges des Euro und der EU selbst.

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