Talfahrt

15. November 2012 11:18; Akt: 15.11.2012 13:46 Print

Eurozone rutscht in die Rezession

Die Talfahrt der Eurozone geht weiter. Zwischen Juli und September sank das BIP um 0,1 Prozent im Vergleich zum Frühjahr.

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Erstmals seit drei Jahren ist die Eurozone wieder in die Rezession geschlittert. Im dritten Quartal schrumpfte die Wirtschaftsleistung in den 17 Euroländern im Vergleich zu den drei Vormonaten um 0,1 Prozent, berichtete die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag in Luxemburg.

Schon im zweiten Quartal des laufenden Jahres hatte es einen Rückgang um 0,2 Prozent gegeben. Fachleute sprechen von einer Rezession, wenn das Wirtschaftswachstum in mindestens zwei Quartalen in Folge negativ ausfällt.

Zuletzt hatte sich die Eurozone nach Beginn der weltweiten Bankenkrise 2008 in der Rezession befunden. Damals sank die Wirtschaftsleistung fünf Quartale in Folge bis zum Sommer 2009.

Schuld an der jetzigen Rezession ist die schlechte wirtschaftliche Lage in den südeuropäischen Krisenländern. In Spanien betrug das Minus im dritten Vierteljahr 0,3 Prozent, in Portugal 0,8 Prozent. Auch Italiens Wirtschaftsleistung sank um 0,2 Prozent. Deutschland als grösste Volkswirtschaft Europas setzte sich mit einem Plus von 0,2 Prozent positiv ab.

Die Zahlen zum dritten Quartal fielen schlechter aus als erwartet. Die EU-Kommission hatte für das dritte Quartal eine Stagnation erwartet. Zum Winter hin rechnen die Experten erneut mit einem Minus und prognostizieren für das Gesamtjahr 2012 einen Konjunktureinbruch von 0,4 Prozent.

In der EU insgesamt ist die Lage etwas besser. Die 27 EU-Länder verzeichneten im dritten Quartal ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent.

Inflation geht leicht zurück

Die Teuerung hat sich dagegen etwas abgeschwächt. Im Oktober lagen die Konsumentenpreise in den 17 Ländern der Eurozone noch um 2,5 Prozent höher als im Vorjahresmonat, wie Eurostat am Donnerstag weiter mitteilte. Im September hatte die Inflationsrate 2,6 Prozent erreicht.

Auch in den restlichen zehn Nicht-Euro-Staaten liess die Teuerung nach. Die jährliche Inflationsrate betrug im Oktober bei den 27 EU- Mitgliedern insgesamt 2,6 Prozent, dies nach 2,7 Prozent im September.

Damit verharrt die Teuerung in Europa trotz der leichten Abschwächung aber weiterhin auf hohem Niveau. Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht die Preisstabilität nämlich bei einer Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent als gewahrt an.

(sda)

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