Neue Notkredite

27. November 2012 01:03; Akt: 27.11.2012 08:27 Print

Griechenland kriegt 43,7 Milliarden Euro

Die Euroländer haben sich auf eine Griechenland-Hilfe geeinigt. Zur Einigung gehört die Freigabe von Notkrediten von rund 44 Milliarden Euro und der Abbau der Schuldenlast auf 124 Prozent der Wirtschaftsleistung.

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Nach der Einigung der internationalen Geldgeber auf einen Plan zum Abbau der griechischen Schulden soll das Krisenland ab Mitte Dezember weitere Kredite erhalten. Die Hilfen in Höhe von fast 44 Milliarden Euro sollen in vier Tranchen bis Ende März gezahlt werden.

Das teilte die Eurogruppe in der Nacht zu Dienstag in einer offiziellen Erklärung in Brüssel mit. Von der Gesamtsummer von 43,7 Mrd. Euro sollen 34,4 Mrd. Euro im kommenden Monat ausbezahlt werden. Die endgültige Entscheidung über die Freigabe Entscheidung ist für den 13. Dezember geplant. Bis dahin sollen nationale Zustimmungsverfahren abgeschlossen werden.

«Ich begrüsse sehr die Abmachung der Finanzchefs der Eurozone», sagte Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB). «Die Vereinbarung wird die Unsicherheit vermindern und das Vertrauen in Europa und Griechenland stärken.»

Bedingungen an Griechenland

Der Erklärung zufolge soll zudem das Ergebnis eines geplanten Programms zum Rückkauf griechischer Schulden abgewartet werden. Dies betreffe besonders den Beitrag des Internationalen Währungsfonds (IWF), sagte IWF-Chefin Christine Lagarde auf einer Pressekonferenz.

Die restlichen 9,3 Milliarden Euro sollen in drei weiteren Tranchen im ersten Quartal des kommenden Jahres nach Athen überwiesen werden. Die Bedingung ist allerdings, dass die griechische Regierung wichtige «Wegmarken» im Rahmen seines Hilfsprogramms erreicht. Dazu gehört der Erklärung zufolge auch die Umsetzung einer Steuerreform.

Samaras erleichtert

Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras zeigte sich erleichtert über die Einigung der internationalen Geldgeber auf weitere Finanzhilfen für sein Land.

«Alles ist gut gegangen. Wir haben zusammen dafür gekämpft. Morgen bricht für alle Griechen ein neuer Tag an, und morgen werden wir mehr dazu sagen und Ihnen die Details geben», sagte der sichtlich zufriedene Regierungschef in der Nacht zum Dienstag vor seinem Amtssitz in Athen, wo er die Brüsseler Entscheidung abgewartet hatte.

(sda/dapd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • K.Miau am 27.11.2012 07:30 Report Diesen Beitrag melden

    Und trotzdem...

    ...säuft das Schiff "Griechenland" langsam ab. Ein Fass ohne Boden.

  • Der Weise am 27.11.2012 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    Ein salomonischer Lösungsvorschlag

    Die EU könnte das Griechenlandproblem und die Türkeifrage (Beitritt zur EU) kombinieren und so mit einem Schlag lösen. Wenn die Türkei Griechenland kauft, und sich verpflichtet, die griechischen Schulden zu übernehmen und abzutragen, dann könnte die Türkei der EU beitreten. Alle in der EU wären glücklich und zufrieden. Ob's die Griechen wären ist hier völlig egal, die haben sich ja selber in den Schlamassel gebracht.

  • t.ruther am 27.11.2012 09:55 Report Diesen Beitrag melden

    island

    wieviel mal wurde griechenland schon "gerettet"? austritt aus dem euro, währung abwerten, schuldenschnitt. das ist die lösung. macht es so wie island. ja genau. island hats geschafft! darum hört man nichts von denen in den medien.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Reto Borri am 30.11.2012 13:30 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso?

    Wieso versucht man etwas zu retten das nicht mehr zu retten ist, man sieht doch die proteste, streiks etc in Griechenland man kann nicht die Moral, Lebenstil eines ganzen Landes einfach mal so ändern, jeder von uns weiss wie schwer das schon ist als einzelne Person einfach mal schwupp denLebenstil zuändern, Es kommt mir so vor als wäre das ganze ein Balloon der immer mehr aufgeblasen wird, aber irgendwann platzt er, ich wünschte nur ich könnte ihn mit einer Nadel jetzt schon platzen lassen.

  • Fritz Meistermann am 29.11.2012 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    kein Baufortschrift

    Das Bild zeigt dass die Griechen nicht vorankommen. Der Kran bei der Akropolis und kein Baufortschrift

  • René am 28.11.2012 11:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fass ohne Boden

    Der Betrag reicht ja bis Weihnachten.

  • Manfred am 28.11.2012 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Immer die ärmsten

    Wann endlich werden die verursacher zur Kasse genommen, schliesslich haben diese Jahrelang abgarniert und keine Steuern bezahlt. Reeder und andere Reiche.

  • Gg am 27.11.2012 12:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schulden?

    Und noch tiefer in die Schulden!!! Und woher kommen diese mrd ??