Abgeltungssteuer

13. Dezember 2012 15:25; Akt: 13.12.2012 16:00 Print

Italien hat null Bock auf einen Steuer-Deal

Nach dem negativen Entscheid aus Deutschland signalisiert nun auch der südliche Nachbar wenig Interesse an einem schnellen Steuerabkommen mit der Schweiz. Wirtschaftsminister Vittorio Grilli macht Vorbehalte.

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Italiens Wirtschaftsminister Vittorio Grilli macht Vorbehalte bei einem Steuerabkommen mit der Schweiz. Auch einen Zeitplan nannte der Politiker in Rom nicht. Noch sei man bei einem Abgeltungs-Steuerabkommen zwischen Rom und Bern nicht am Ziel, sagte der Minister am Mittwoch vor dem Parlament.

Aber «es wird keine Einigung um jeden Preis geben. Uns sind Transparenz und der Austausch von Informationen wichtig», antwortete Grilli auf Fragen von Mitgliedern des Finanzausschusses. Diese wollten von ihm wissen, wie weit das Abkommen mit der Schweiz gediehen sei.

Es sei von gegenseitigem Interesse zu einem Abschluss zu kommen, sagte Grilli auf Fragen von Journalisten. Aber es werde keine Lösung um jeden Preis geben. Jedes Land habe seine eigenen Standards für Transparenz und Informationaustausch, daran werde gearbeitet.

Er habe nie einen Termin für den Abschluss eines Abkommens genannt, aber man sei bemüht, eine Einigung zu erzielen, sagte Grilli weiter. Vielleicht brauche das Abgeltungssteuer-Abkommen einige geringfügige Änderungen, wie sich dies auch Deutschland überlege, so die Schlussfolgerung Grillis.

Verhandlungen mit Italien und Griechenland «gut unterwegs»

«Die Verhandlungen mit Italien und Griechenland laufen», sagte Roland Meier, Sprecher des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD), auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. «Wir sind gut unterwegs.»

Mit Italien seien auf technischer Ebene bereits neue Termine im kommenden Jahr vereinbart worden - trotz der Regierungskrise. Mehr Details werden laut Meier nach Abschluss der Gespräche bekannt gegeben.

Nach dem Scheitern des Steuerabkommens mit Deutschland sagte am Mittwochabend auch Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf in Bern, dass die Diskussionen mit Italien über die Möglichkeit der Quellenbesteuerung mit abgeltender Wirkung schon «ziemlich weit» gediehen seien.

Das Abgeltungssteuer-Abkommen - auch Rubik-Abkommen - ermöglicht, alle Steuerzahler mit Konten in der Schweiz zu besteuern. Die Schweiz verpflichtet sich auf eine Regularisierung von bisher nicht-deklarierten, unversteuerten Guthaben, die ausländische Staatsangehörige in der Schweiz deponiert haben. Die Kunden können entscheiden, ob sie anonym bezahlen oder den Steuerbehörden Auskunft über ihr Konto geben wollen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heiri Kalberer am 13.12.2012 21:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Italien nicht in Not?

    Wir haben ja keine Not - Italien braucht ja das Geld - oder hab ich da was falsch verstanden...

  • Esli Kranz am 13.12.2012 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    Ja klar

    Das war ja zu erwarten!!

  • ^O-O^ am 13.12.2012 19:59 Report Diesen Beitrag melden

    Zuerst mal die Schengen-Asylanten

    von der Schweiz zurücknehmen, bevor man wieder eine grosse Klappe hat.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hat Nichtszutun am 14.12.2012 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    Politik

    Italien hat auch kein Bock auf berlusconi!

  • Heiri Kalberer am 13.12.2012 21:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Italien nicht in Not?

    Wir haben ja keine Not - Italien braucht ja das Geld - oder hab ich da was falsch verstanden...

  • ^O-O^ am 13.12.2012 19:59 Report Diesen Beitrag melden

    Zuerst mal die Schengen-Asylanten

    von der Schweiz zurücknehmen, bevor man wieder eine grosse Klappe hat.

  • Esli Kranz am 13.12.2012 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    Ja klar

    Das war ja zu erwarten!!

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