Schuldensumpf

11. Mai 2012 22:53; Akt: 11.05.2012 22:53 Print

Kreativer Ungehorsam gegen die Krise

Ein spanisches Dorf will sich mit der Abzahlung seiner Schulden von insgesamt 16 Millionen Franken Zeit lassen, viel Zeit lassen.

Die Schulden gingen unter anderem auf den Bau eines Schwimmbads und einer Kläranlage zurück.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Eine 3300-Seelen-Gemeinde in Mittelspanien reichte bei der Regierung in Madrid einen Sanierungsplan ein, dem unbezahlte Rechnungen über einen Betrag von insgesamt 16 Millionen Euro beigefügt waren.

Die Kommune habe den Antrag gestellt, die Summe in 7058 Jahren begleichen zu dürfen, teilte der Madrider Staatssekretär für öffentliche Verwaltungen, Antonio Beteta, mit. Er führte den Ort als extremes Beispiel für die Verschuldung spanischer Gemeinden auf, gab aber dessen Namen nicht bekannt.

Schwimmbad und Kläranlage

Wenig später offenbarte die Bürgermeisterin Amelia Rodríguez, dass es sich um ihr Dorf namens Pioz handle, das etwa 50 Kilometer östlich der Hauptstadt liegt.

Die Schulden gingen unter anderem auf den Bau eines Schwimmbads und einer Kläranlage zurück. Rodríguez machte ihren Amtsvorgänger Emilio Rincón für die unbezahlten Rechnungen verantwortlich. Dieser wies die Vorwürfe zurück. Die Verbindlichkeiten betrügen nur die Hälfte der angegebenen Summe, sagte er am Freitag der Online-Zeitung «elmundo.es».

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Der Egon am 12.05.2012 09:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Find ich gut

    Sowas müssten wir Steuerzahler auch machen...zumindest solange Helvetiens Politiker unser Geld dermassen verschindludern...

    einklappen einklappen
  • Primarschüler am 12.05.2012 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Die Kindeskinder werden danken!

    Macht statisch gerechnet, ohne Zins, 0.687 pro Jahr und Einwohner. Das sollte ja gerade noch zu verkraften sein, wenn ein halber Schwimmbadeintritt pro Jahr baden geht. So schlecht kann es keiner Gemeinde gehen, dass man um solche Beträge feilschen muss, da ist noch mehr im Busch! Ist das wirklich in Europa, wo man gebildet ist, lesen, schreiben und rechnen kann? Oder doch eher eine Bananenrepublik?

  • Peter Lindenthal am 12.05.2012 14:28 Report Diesen Beitrag melden

    Steuern abschaffen

    Steuern gehören abgeschafft. Steuern ziehen nur Politker an. Wie fliegen und maden machen die sich über den Steuertopf her. Wer nicht blöd ist, der merkt, dass es sofort keine Probleme mehr gibt, wenn die Steuern abgeschafft sind. Ueber was streiten sich Politiker denn, nur über Geld. Die Sache ist nur zum verdecken da, um in den Steuertopf zu langen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Lindenthal am 12.05.2012 14:28 Report Diesen Beitrag melden

    Steuern abschaffen

    Steuern gehören abgeschafft. Steuern ziehen nur Politker an. Wie fliegen und maden machen die sich über den Steuertopf her. Wer nicht blöd ist, der merkt, dass es sofort keine Probleme mehr gibt, wenn die Steuern abgeschafft sind. Ueber was streiten sich Politiker denn, nur über Geld. Die Sache ist nur zum verdecken da, um in den Steuertopf zu langen.

    • Ziemlich kurzsichtig am 14.05.2012 12:36 Report Diesen Beitrag melden

      Zurück ins Mittelalter

      Ja ja und alles Schulen, Spütaler, Polizeien und Feuerwehren dichtmachen? Komm schon, willst du wirklich wieder das Ellenbogenrecht mit allen Konsquenzen???

    einklappen einklappen
  • Primarschüler am 12.05.2012 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Die Kindeskinder werden danken!

    Macht statisch gerechnet, ohne Zins, 0.687 pro Jahr und Einwohner. Das sollte ja gerade noch zu verkraften sein, wenn ein halber Schwimmbadeintritt pro Jahr baden geht. So schlecht kann es keiner Gemeinde gehen, dass man um solche Beträge feilschen muss, da ist noch mehr im Busch! Ist das wirklich in Europa, wo man gebildet ist, lesen, schreiben und rechnen kann? Oder doch eher eine Bananenrepublik?

  • Der Egon am 12.05.2012 09:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Find ich gut

    Sowas müssten wir Steuerzahler auch machen...zumindest solange Helvetiens Politiker unser Geld dermassen verschindludern...

    • Hene am 12.05.2012 12:56 Report Diesen Beitrag melden

      ich auch

      Fairerweise könnten wir die Kohle auch auf ein Sperrkonto, z.B. bei der UBS, einzahlen.

    • Markus am 12.05.2012 13:42 Report Diesen Beitrag melden

      naja

      Welche Politiker machen es denn besser, die Ami's etwa, oder die Deutschen? Oder etwa diejenigen von Spanien oder Griechenland? Klar ist auch in der Schweiz nicht alles perfekt, aber fällt mir (Auslandschweizer) kein Land ein in dem es besser wäre. Aber kommt natürlich darauf an aus welchem Lager man stammt, für die rechten ist jeder ausgegebene Franken einer zuviel (ausser er wandert in die eigene Tasche), für die Linken dafür jeder einer zuwenig (man kann sich und andere ja nie genug beschenken). Mir scheint zusammen geht das gar nicht schlecht auf...

    einklappen einklappen