Was im Sommer 2007 auf dem amerikanischen Immobilienmarkt begann, erschüttert mittlerweile die grössten Banken der Welt: das Subprime-Debakel.
Im Vergleich mit dem Vorjahr hat die Zahl der Privatpersonen, die in den USA 2010 Konkurs anmelden mussten, um neun Prozent zugelegt.
Faule Hypothekenkredite kommen die Bank of America teuer zu stehen. Die grösste Bank der Vereinigten Staaten muss 5 Milliarden Dollar in den Wind schreiben.
Die Euro-Sorgenkinder Spanien und Portugal wollen 2011 den Kapitalmarkt weniger anzapfen. Spanien braucht «nur» noch rund 47 und Portugal bis zu 20 Milliarden Euro.
Grossbanken sollen mehr Eigenmittel halten, strengere Liquiditätsvorschriften erfüllen und ihre Risiken besser verteilen. So will es zumindest der Bundesrat.
Die Erholung von der weltweiten Finanzkrise zeigt Wirkung: Die Auslandvermögen der Schweiz sind 2009 um 95 Milliarden Franken gestiegen.
Die Schweiz soll mit Garantien von zusätzlichen 14 Milliarden Franken an Rettungsmassnahmen des Internationalen Währungsfonds (IWF) teilnehmen. Das hat der Ständerat entschieden.
Das Platzen der Spekulationsblase hat den Gesamtwert aller Immobilien in den USA seit 2006 um neun Billionen Dollar sinken lassen.
Im Vergleich zum Vorjahr exportieren deutsche Firmen nach wie vor deutlich mehr. Gegenüber dem Vormonat verringerten sich die Verkäufe ins Ausland im Oktober jedoch leicht.
Für das neue Jahr fordert das chinesische Politbüro eine «überlegte» Währungspolitik. Banken sollen nicht mehr so leicht Geld erhalten.
Vijay Joshi, AP - Die chinesische Währung sei ein «Ärgernis», sagte US-Präsident Barack Obama zum Ende des G-20-Gipfels in Seoul. Er konnte sich aber nicht einmal mit einem lauen Aufruf durchsetzen.
Ab dem nächsten Jahr gelten schärfere Bankenregeln. UBS und CS sowie vier weitere Institute müssen ihre Marktrisiken mit drei Mal so viel Eigenmitteln absichern als heute.
Im hoch verschuldeten Euro-Land Portugal hat das Parlament den umstrittenen Sparhaushalt für 2011 gebilligt.
Die Wirtschaft der Industriestaaten kommt langsamer als erhofft aus der tiefsten Krise der Nachkriegsgeschichte. Die OECD fordert dennoch Schuldenabbau.
Heute gibt die amerikanische Notenbank Fed ihre nächsten Schritte bekannt. Es wird allgemein erwartet, dass sie weitere 500 bis 800 Milliarden Dollar ins Finanzsystem pumpt.
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann spricht sich dagegen aus, dass gescheiterte Finanzinstitute in Zukunft vom Staat gerettet werden sollen.
Die US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac benötigen zum Überleben weitere Milliarden Steuergelder.
Im abgelaufenen Haushaltsjahr 2010 haben die USA knapp 1,3 Billionen Dollar neue Schulden aufgenommen. 37 Cent jedes ausgegebenen Dollars sind damit geliehen.
Die japanische Regierung fürchtet den starken Yen und die Deflation. Sie pumpt deshalb weitere rund 60 Milliarden Franken in die Wirtschaft.
Banken sollen Risiken in ihren Büchern weniger leicht durch eine vorübergehende Ausbuchung aus der Bilanz verschleiern können. Eine Verschärfung der Vorschriften ist nun geplant.
Das Treffen der EU-Finanzminister wurde von den grossen Finanzsorgen der EU-Mitglieder Irland und Portugal überschattet.
In der Wirtschaftskrise sind auch europäische Länder vom Staatsbankrott bedroht. Eine Übersicht über die Kreditwürdigkeit der EU-Staaten und der Schweiz.
Der OECD-Composite-Lead-Indicator (CLI) weist darauf hin, dass zumindest einige wichtige Volkswirtschaften die Talsohle der Krise durchschritten haben.
Die Schweizer Grossbank UBS, einst stolzes Flaggschiff der heimischen Finanzindustrie, ist im Gefolge der weltweiten Finanzkrise ins Trudeln geraten.
Die Chronologie der schlimmsten Finanzkrise seit 1929.
Finanzparadiese weltweit: Hier verstecken die Reichen ihr Geld.
Julian Witschi, SDA - Die Wirtschaftsprognostiker haben sich in letzter Zeit schwer getan. Auch die Vorhersagen fürs nächste Jahr sollte man nicht für bare Münze nehmen.
In den USA kann Präsident Barack Obama mit der Finanzmarktreform seinen dritten grossen Erfolg feiern. Was ändert sich durch das umfangreiche Gesetzespaket?
Bernard Condon, APN - Die Finanzmarktreform tut den US-Banken nicht gross weh: Der Handel mit Derivaten und Investitionen in Hedgefonds werden nicht verboten und sie dürfen gross bleiben.
UBS-Chef Oswald Grübel warnt vor zu strengen «Too-Big-to-Fail»-Regeln. Andernfalls drohe der Verlust tausender Stellen. UBS und CS bräuchten 100 Milliarden Franken mehr Kapital.
Die steigende Staatsverschuldung Griechenlands und Portugals hat den Euro in die schwerste Krise seit seiner Einführung gestürzt. Nachfolgend einige Fragen und Antworten zu den Problemen.
Weltweit wird heftig um eine neue Finanzmarktordnung gerungen. Nach Ansicht des führenden Wirtschaftsberaters von US-Präsident Barack Obama kriegt man das System mit sechs Massnahmen in den Griff.
Gerhard Kneier, AP - Die Wirtschaftskrise hat die öffentlichen Haushalte in Deutschland im vergangenen Jahr tiefer in die roten Zahlen rutschen lassen als je zuvor. Der Schuldenstand von Bund, Ländern und Gemeinden kletterte auf die Rekordhöhe von 1,69 Billionen Euro (2,47 Bio. Franken).
Jane Wardell, AP - Die Staatsschulden schnellen nach oben, das Haushaltsdefizit steigt. Die Politik spricht von Ausgabenkürzungen und höheren Steuern. Die Gewerkschaften sind gereizt. Der Wert der Währung sinkt. Nein, die Rede ist hier nicht von Griechenland. Es geht um Grossbritannien.
Lukas Hässig - Vor 52 Wochen übernahm Oswald Grübel mit einem Paukenschlag das Steuer bei der schlingernden UBS. Die Hoffnung auf eine Wende zum Besseren war gross. Sie hat sich bisher nicht erfüllt.
Der islamische Finanzmarkt ist der grosse Gewinner in der Krise: Zum Erfolg des Islamic Banking haben die Finanzkrise und die Diffamierung des Islam nach den Anschlägen vom 11. September 2001 beigetragen. Auch die UBS und die CS haben in der Schweiz islamkonforme Kundenangebote.
Franz Smets, dpa - In der ganzen Welt hat die Finanz- und Wirtschaftskrise schwere Schäden hinterlassen. Auch in Mittelamerika gehen Tausende von Arbeitsplätzen verloren, wachsen Armut und soziale Spannungen. Nur in Panama ist die Volkswirtschaft von der Krise fast verschont worden.
Samurai sind in Japan derzeit Kult - ob als Videospiel, auf Kinoleinwänden oder in Manga-Comics. Im krisengeplagten Land haben die Schwerter schwingenden Kriegsfürsten eine Popularität erreicht, von der Herrscher der Gegenwart nur träumen können.
Matthias Armborst/AP - Üppige Boni führen zu übermässigen Risiken, die wiederum zu Krisen ungeahnten Ausmasses führen können - diese Ansicht ist seit dem beispiellosen Einbruch der Weltwirtschaft weit verbreitet. Doch was tun gegen Entgelt-Exzesse?
Peter Blunschi - Der britische Premierminister Gordon Brown will die G-20-Länder zu einer Weltwirtschaftsregierung umformen, um künftige Krisen besser meistern zu können. Unklar bleibt, wo in dieser neuen Ordnung Platz für die Schweiz ist.
Wenn Banken Milliardenbeträge mit riskanten Geschäften versenken, ist die Empörung umso grösser, wenn die Akteure dafür auch noch Millionensummen als Bonus erhalten. Nach dem Lehman-Brothers-Schock schien zeitweise Besinnung einzukehren. Doch ob die Zurückhaltung von längerer Dauer sein wird, scheint fraglich.
Deutschland und Japan sind die von der weltweiten Wirtschaftskrise am stärksten betroffenen grossen Industrienationen, während beispielsweise die USA und Frankreich deutlich geringere Einbrüche erlitten. Schweiz landete in einer Vergleichstudie mit minus 2,8 Prozent auf Rang 23.
Die Wirtschaftskrise wird langfristig zu einem Geburtenrückgang führen. Denn nach dem Verlust des Arbeitsplatzes verzichten viele Frauen darauf, ihren Kinderwunsch in die Tat umzusetzen.
Annette Reuther, dpa - Was hat edler Räucherschinken aus der englischen Grafschaft Wiltshire mit der Finanzkrise zu tun? Viel. Denn in Grossbritannien wird wieder der teurere unter den Schinken gekauft, vermeldet der Supermarktriese Tesco.
In der kalifornischen Sierra Nevada liegt noch immer Gold, und mit der Wirtschaftskrise hat ein neuer Run darauf eingesetzt. Vom Goldrausch infiziert sind viele Arbeitslose aus allen Teilen der USA, die hoffen, im Westen ihr Glück zu machen.
Aus Protest gegen die Schliessung einer der ältesten Papiermühlen in Europa haben französische Arbeiter erneut zwei Manager gefangengenommen.
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S. Spaeth - Trotz Schuldenkrise und Konjunkturängsten heben die Mietpreise an der Zürcher Paradestrasse weiter ab. Selbst unter Top-Labels wird der Kampf härter. Unter Druck geraten könnte auch Manor.
Sandro Spaeth - Die Schweizer Grossbank UBS feiert 2012 ihr 150-Jahre-Jubiläum und gibt sich volksnah. Sie lädt die Bevölkerung während des kommenden Sommers zur Schifffahrt ein. Eine Image-Korrektur?
Die Tage der Velovignette sind gezählt. «Muss ich eine neue Versicherung abschliessen und mich irgendwo melden?», fragt Leserin Michèle (24).
Kian Ramezani - Die Schweizer arbeiten viel und hart, argumentieren die Befürworter der Ferien-Initiative. Gleichzeitig sind die Arbeitnehmer so zufrieden wie fast nirgends in Europa. Wie geht das?
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Am 11. März stimmt die Schweiz über die Volksinitiative «Sechs Wochen Ferien für alle». Wie viel arbeiten Sie? Sind Sie gestresst? Ist die Initiative bezahlbar? Nehmen Sie an unserer Umfrage teil.
Elisabeth Rizzi - Facebook dürfte ein gigantischer Börsengang gelingen. Davon profitieren die Mitarbeitenden, Privatinvestoren und die Banken, die den Aktienverkauf abwickeln.
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Der US-Technologieriese IBM verlegt seinen Hauptsitz für Nordosteuropa von Zürich nach Madrid. Von der Reorganisation dürften rund 40 Mitarbeiter betroffen sein. IBM Schweiz ist nicht betroffen.
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