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Finanzkrise
20. Oktober 2008 09:48; Akt: 20.10.2008 12:13 Print
«Abzocker»-Initiative soll sofort vors Volk
Der Urheber der Volksinitiative «gegen die Abzockerei», Thomas Minder, verlangt eine beschleunigte Abstimmung. Angesichts der Lohnexzesse in Banken müsse das Volk schon kommenden Frühling und nicht erst in drei Jahren über die Initiative entscheiden können.
Das forderte Minder im «Tages-Anzeiger» und auf Radio DRS am Montag. «Wenn man berücksichtigt, was in der Schweizer Volkswirtschaft passiert ist und den Unmut in der Bevölkerung betrachtet, sollte diese Initiative dem Schweizer Volk sofort vorgelegt werden», sagte Minder im Radio-Interview. Dazu müsste die Initiative schon im Dezember dem Parlament vorgelegt werden.
Thomas Minder: (Bild: Keystone)
Die Initiative will überrissenen Spitzenentschädigungen für Manager und Verwaltungsräte durch einen Verfassungszusatz einen Riegel schieben. Vorgesehen ist für börsenkotierte Firmen unter anderem, dass die Summe der Vergütungen für Verwaltungsrat und Geschäftsleitung jedes Jahr der Generalversammlung zur Genehmigung unterbreitet werden muss. «Die Aktionäre als Eigentümer einer Firma müssen bestimmen können, wie viel deren Führung verdient. Und zwar als Summe in Franken», sagte Minder im «Tages-Anzeiger». Ähnliches hatte vor kurzem auch Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf in einer Diskussion über das Rettungspaket für die UBS vorgeschlagen. Hingegen sieht Minder eine vom Staat vorgeschriebene Obergrenze für Löhne als falschen Weg. Solches wäre ein zu grosser Eingriff in die Marktwirtschaft, begründete Minder. Auch sollten weder Aktionäre noch der Bund über die Löhne von Investmentbankern entscheiden.
Die vom Bundesrat geplante Revision des Aktienrechts, die noch von Christoph Blocher vorbereitet wurde, geht laut Minder viel zu wenig weit. Sie halte zu viele Hintertüren wie Abgangsentschädigungen, billige Kredite und Vergütungen offen, durch die sich Firmenführer ohne Einwilligung der Aktionäre bereichern könnten, sagte Minder. Im «Tages-Anzeiger» forderte er zudem den Rücktritt von economiesuisse-Präsident Gerold Bührer und beklagte, dass Bürgerliche wie FDP-Nationalrat Johann Schneider-Ammann «plötzlich lauter als ich» Grenzen gegen Abzockerei forderten.
Die Volksinitiative «gegen die Abzockerei» des Schaffhauser Unternehmers wurde im vergangenen Februar mit
(dapd)
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Ruin der Ethik und Moral
Ein mittelständiges Ehepaar mit 12 Angestellt-en, hat nach vielen Entbehrungen am Ende des Arbeitslebens ein Vermögen von 2,5 Mio. Hr. Vasella verdient soviel in 1 Monat. Od. mit einer leistungsgerechten Vergütung von 2 Mio. könnten 280.000 Medikamente Fr. 10.- billiger werden.
System nicht verstehen
bedenklich, wenn ein Manager einen solch grossen Betrieb leitet und nach einem Jahr eine Systemänderung NICHT verstehen kann... wie kann ein solcher Mann Vertrauen geniessen als Konzern-Chef...
Geschäftsführer
Ob und was oder wie Vasella (Kategorie: Marcel Ospella) es gesagt hat, ist reine Wort-klauberei. Tatsache ist, dass ein Mensch über Fr. 500'000.-- einfach nicht "verdienen" kann. Ueber eine Million ist Abzockerei und was noch höher geht ist modernes Raubrittertum oder legale Sklaven-Ausbeutung.