US-Präsidentenberater

13. März 2010 13:36; Akt: 13.03.2010 13:57 Print

Die sechs Lehren aus der FinanzkriseDie sechs Lehren aus der Finanzkrise

Weltweit wird heftig um eine neue Finanzmarktordnung gerungen. Nach Ansicht des führenden Wirtschaftsberaters von US-Präsident Barack Obama kriegt man das System mit sechs Massnahmen in den Griff.

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Eine Krise wie die aktuelle soll künftig vermieden werden. Doch welche Gesetze, welche Massnahmen sind vonnöten? Lawrence Summers formulierte am Freitag auf einer Konferenz der Stanford Universität sechs Leitsätze.

Erstens sei eine umfassende Aufsicht über alle systemrelevanten Institute notwendig.

Zweitens müssten Verfahren bei möglichen Manager-Fehlern zumindest für die grössten Banken festgelegt werden.

Drittens müssten die Eigenkapitalforderungen erhöht sowie die Regelungen zur Fremdfinanzierung und Liquidität eines Geldhauses verschärft werden.

Viertens nannte Summers die Entschädigung der Steuerzahler für geleistete Hilfen.

Fünftens sollten Derivatehandel und Swap- Geschäfte möglichst über die Börse getätigt werden, um mehr Transparenz und Stabilität zu gewährleisten.

Und schliesslich sei sechstens eine Beschränkung der Geschäfte bei den Banken geboten, die von der Hilfe der Regierung profitiert hätten, erklärte Summers. Es gebe guten Grund zu der Annahme, dass eine reine Lösung des Marktes nichts bringe.

Im US-Kongress wird derzeit um eine Finanzmarktreform gerungen, mit der eine weitere globale Krise wie nach der Lehman-Pleite im September 2008 verhindert werden soll (siehe Info-Box).

(sda)

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