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US-Luftverkehr
13. Dezember 2012 10:41; Akt: 13.12.2012 12:37 Print
Gadgets sollen eingeschaltet bleiben
Die Benutzung elektronischer Geräte in Flugzeugen soll in den USA auch bei Starts und Landungen möglich werden. Telefonieren mit dem Handy bleibt jedoch tabu.
Piloten dürfen seit diesem Jahr iPads anstelle der bisherigen Papier-Manuals verwenden. (Bild: Keystone/Airbus / Handout)
Wer hin und wieder fliegt, kennt die Durchsage: Vor dem Start und vor der Landung werden die Passagiere aufgefordert, ihre elektronischen Geräte auszuschalten. Sie könnten die empfindliche Elektronik des Flugzeugs während der heikelsten Phase des Fluges (die meisten Unfälle geschehen bei Start oder Landung) stören, lautet die Begründung. Einen handfesten Beweis dafür gibt es trotz diverser Untersuchungen aber bis heute nicht.
Infografik Airbus A380Sonic Star – Meister der LüfteBlack BoxIn den USA geht man deshalb über die Bücher. Die Luftfahrt-Aufsichtsbehörde FAA hat im August die Einsetzung einer Arbeitsgruppe angekündigt, welche eine Aufhebung des Verbots prüft. Schützenhilfe erhält sie von der Federal Communications Commission (FCC), jener unabhängigen Behörde, welche verschiedenste Formen der Kommunikation reguliert, bis zum Gebrauch von Fluchwörtern im Fernsehen. FCC-Chef Julius Genachowski hat letzte Woche seinen FAA-Kollegen Michael Huerta in einem Brief aufgefordert, eine «erweiterte Verwendung von Tablets, E-Readern und anderen Geräten zu ermöglichen».
Letzte Tests von 2006
Die Überprüfung erfolge in einer Zeit «aussergewöhnlicher Innovationen», heisst es in dem Schreiben, das vom Politblog The Hill publik gemacht wurde. Mobile Geräte seien zunehmend Teil unseres täglichen Lebens, schreibt Genachowski. «Sie ermöglichen es den Menschen, informiert und mit Freunden und Familie verbunden zu bleiben. Und sie ermöglichen es grossen und kleinen Unternehmen, produktiver und effizienter zu arbeiten. Dies fördert das Wirtschaftswachstum und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der USA.»
Die letzten FAA-Tests zum Einfluss portabler Geräte auf die Bordelektronik datieren aus dem Jahr 2006. Der Smartphone-Boom stand damals erst bevor, es gab weder iPad noch E-Reader wie Kindle und Nook. Heute gibt es kaum noch Passagiere, die nicht mindestens eines dieser Gadgets mitführen. Sobald die Maschine in der Luft ist, dürfen sie verwendet werden, so lange sie keine Funkwellen aussenden. Doch immer mehr US-Airlines bieten Onboard-Wifi (gegen Gebühr) an. Und seit diesem Jahr dürfen Piloten gemäss «New York Times» im Cockpit iPads anstelle des bisherigen Papier-Manuals verwenden. Auch die Swiss hat ihre Crews mit iPads ausgerüstet.
«Veraltete Regel» überdenken
Es erstaunt deshalb wenig, dass die meisten US-Medien eine Aufhebung des bisherigen Verbots begrüssen. Auch der Dachverband der Mobiltelefon-Hersteller meinte bereits im August, es sei «langsam Zeit», dass die FAA ihre «veraltete Regel» überdenke. Es sei widersinnig, dass man ein gedrucktes Buch während Start und Landung lesen dürfe, nicht jedoch ein elektronisches. Ähnlich sieht es CNN: «Wer glaubt, dass die Verwendung eines iPod während Start und Landung den Flug gefährdet, braucht einen Realitätscheck.»
Wann das Verbot aufgehoben werden könnte, ist offen. Noch ist nicht einmal die personelle Zusammensetzung der Arbeitsgruppe bekannt. Und eines hat die FAA schon im August klar gemacht: Die Zulassung von «mündlicher Kommunikation» ist kein Thema. Telefonieren mit dem Handy an Bord eines Flugzeugs wird also auch in Zukunft nicht möglich sein.
(pbl)
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Alle 55 Kommentare

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Piloten lassen handy angeschaltet
Eine kollegin ist pilotin bei einer grossen fluggesellschaft... Und ihr handy liegt sogar eingeschaltet, bei start und landung, neben den armaturen ihres airbus a319...
easy
mit lfugmodus muss man das handy eben nicht mehr ausschalten
kindle my love....
Ich liebe mein Kindle und mein Kindle liebt mich. Ich lasse nichts und niemand zwischen mir und meinem Kindle kommen! Basta! ;-)
Abgesehen von Funkwellen....
Man sollte während dem Start auf solche Geräte verzichten. Auch auf Bücher etc. Wenn irgend etwas passiert (und da reicht eine Vollbremsung schon aus) dann fliegt das Zeug durch die Kabine und verletzt Leute.