Privater Gross-Airport

13. Dezember 2011 16:16; Akt: 13.12.2011 17:08 Print

Geisterflughafen in Spanien ist pleite

Fünf Millionen Passagiere sollten jährlich auf dem ersten privaten internationalen Flughafen in Spanien abgefertigt werden. Im ersten Halbjahr 2011 waren es lediglich 100 000.

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Der Airport konnte jedoch nie eine nennenswerte Zahl von Reisenden anlocken und wurde in der Presse als «Geisterflughafen» bezeichnet. (Bild: Keystone/AP)

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Spaniens erster internationaler Flughafen im Privatbesitz stellt drei Jahre nach Eröffnung den Betrieb bis auf weiteres ein. Ein Handelsgericht in Ciudad Real ordnete an, dass der Airport bei der Stadt südlich von Madrid für ein Jahr geschlossen wird.

Es folgte damit einem Antrag der Konkursverwalter. Wie die staatliche Nachrichtenagentur EFE am Dienstag berichtete, gehen die Aktionäre davon aus, dass die Entscheidung des Gerichts das definitive Ende der Einrichtung bedeutet. Der Flughafen in der Region Kastilien-La Mancha war Ende 2008 eröffnet worden. Die Kosten wurden mit bis zu 1 Mrd. Euro angegeben.

Letzter Linienflug im Oktober

Die Anlage war als eine Alternative zum Madrider Grossflughafen Barajas konzipiert und auf eine Kapazität von fünf Millionen Passagieren im Jahr angelegt worden. Ciudad Real ist über eine Hochgeschwindigkeitsbahn an die Hauptstadt angebunden.

Der Airport konnte jedoch nie eine nennenswerte Zahl von Reisenden anlocken und wurde in der Presse als «Geisterflughafen» bezeichnet. Im ersten Halbjahr 2011 wurden dort nur 100 000 Fluggäste abgefertigt. Die letzte Linienmaschine war am 29. Oktober in Ciudad Real gestartet.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans B. Etter am 13.12.2011 21:48 Report Diesen Beitrag melden

    2-4 Flugzeuge pro Tag!

    100'000 Passagiere in einem halben Jahr, das sind gerade mal 2-4 Flugzeuge pro Tag! Wie kann man nur eine dermassen krasse Fehleinschätzung des Marktes vornehmen?!? Das ist wirklich schon fast verdächtig. Zumal gerade Ferien- und Billigflieger mit Handkuss auf einen weniger überfüllten und vermutlich auch günstigeren Airport wechseln würden. Gut erschlossen ist er ja auch noch. Also, was läuft da schief?!?

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  • rudi am 13.12.2011 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    politiker sind auch nur menschen

    wusste man schon lange, aber was interessanter wäre, wieviel geld vom staat geflossen ist bei diesen riesigen verschwenderischen ausgaben. privat jein..in ganz spanien wurde nicht nur mehr ausgegeben als da war, sondern auch noch ausgesprochen schlecht. dieser flughafen ist ein paradebeispiel dafür was politiker verhunzen können nur um sich zu profilieren. diese blinde ausgaberei begann unter aznar und wurde von zapatero weitergeführt. erst recht dann links. wobei mann zapatero zugestehen muss in der krise der einzige regierungschef der wirklich was bewirkte zu sein,darum ist er weg jetzt.

  • Max Frisch am 14.12.2011 12:15 Report Diesen Beitrag melden

    Blick für Realität verloren

    Wie kann ein Provinzflughafen 1Mrd. kosten???????

Die neusten Leser-Kommentare

  • El Cordobes am 15.12.2011 03:46 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist nicht nur "Geisterflughafen"

    Ganz Spanien ist zum "Geisterstaat" verkommen!

  • Max Frisch am 14.12.2011 12:15 Report Diesen Beitrag melden

    Blick für Realität verloren

    Wie kann ein Provinzflughafen 1Mrd. kosten???????

  • Sven E. am 14.12.2011 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Infrastrukturförderung der EU

    Das war ein Projekt, das von der EU subventioniert wurde. Es ging um die Förderung der Verkehrsinfrastruktur in strukturschwächeren Regionen abseits der grossen Zentren. Wahrlich eine eurokratische Meisterleistung. Man baue mal eben einen Flughafen in the middle of nowhere.

  • johnny am 14.12.2011 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    nicht sehr nahe

    Gut erschlossen? Im Gegensatz zum Madrider Flughafen (10km zum Zentrum) ist dieser Flughafen 180km weit entfernt.

  • Hans A. Luft am 14.12.2011 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    Schwer erträglich...

    Dieses unfundierte Geplapper von EU-Fördergeldern, das von einigen Europa-Phobikern hier sofort wieder in einer Art pawlowschem Reflex abgesondert wird, ist wirklich schwer zu ertragen.

    • Robi am 14.12.2011 12:58 Report Diesen Beitrag melden

      Wahrheit tut weh,

      Tja, die wahrheit tut halt weh. Wer's nicht erträgt, der solls halt nicht lesen.

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