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Einigung
19. November 2012 16:02; Akt: 19.11.2012 16:03 Print
SAS-Grounding vorerst abgewendet
Die insolvenzbedrohte Fluglinie SAS fliegt vorerst weiter: Alle involvierten Gewerkschaften stimmten Gehaltskürzungen und längeren Arbeitszeiten zu.

SAS-Piloten verichten auf zehn Prozent des Lohns und arbeiten acht Prozent mehr. (Bild: Reuters)
SAS ist gerettet. Alle acht beteiligten Gewerkschaften haben nach langwierigen Verhandlungen am Wochenende ihre Zustimmung zum Krisenplan des Managements gegeben. Die Banken hatten dessen Annahme zur Bedingung für eine Verlängerung der Kredite gemacht.
Als Letzte lenkten die Vertreter des dänischen Kabinenpersonals ein. SAS-Chef Rickard Gustafson hatte es als Bedingung für die Umsetzung des Sparprogramms bezeichnet, dass alle Gewerkschaften mit ins Boot geholt werden.
Zermürbender Prozess
Diese kompromisslose Haltung wurde denn auch kritisiert: «Das war ein zermürbender Prozess», sagte der Vize-Chef der Gewerkschaft des norwegischen Kabinenpersonals. «Wir haben grosse Zugeständnisse gemacht. Wir sind nicht glücklich, hatten aber auch keine andere Wahl, um die Arbeitsplätze und das Unternehmen zu erhalten.»
In Stockholm kritisierte die Gewerkschaftschefin Eva Nordmark die Besitzer des halbstaatlichen Unternehmens. Sie hätten mit einem «Diktat unter extremem Zeitdruck» verantwortungslos gehandelt und somit das gegenseitige Vertrauen zwischen den Tarifpartnern gefährdet.
Tochter zum Verkauf
Die SAS-Piloten stimmten unter anderem einer durchschnittlichen Verminderung ihres Einkommens um zehn Prozent und der Ausweitung der Arbeitszeit um acht Prozent zu. Das Kabinenpersonal soll für die kommenden zwei Jahre auf Lohnerhöhungen verzichten und pro Jahr durchschnittlich zwei Wochen länger arbeiten.
SAS will zusätzlich 3,5 Mrd. Kronen (etwa 487 Mio. Fr.) durch den Verkauf der profitablen norwegischen Tochtergesellschaft Widerøe und der SAS Ground Handling mit zusammen 6000 Arbeitsplätzen erlösen. 800 Stellen in der Verwaltung sollen gestrichen werden.
Die Regierungen der drei Eigentümerstaaten kündigten zudem an, ihren 50-Prozent-Aktienanteil an private Investoren zu verkaufen. Das Einlenken der Gewerkschaften stärkte die Zuversicht der Investoren auf ein Überleben der Airline: Die SAS-Aktie gewann in Schweden und Dänemark zeitweise über 30 Prozent an Wert.
(sda)
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warum ist eine dumme frage?
warum mehr bezahlen als notwendig? merken sie frühstens wenn ihre firma pleite geht. und sie auf der strasse stehen den die kunden ihres arbeitgebers denke das selbe warum mehr bezahlen. ich bin der meinung man sollte gute airlines unterstützen auch wenn sie bisschen mehr kosten. den bei den anderen sind die löhne meist nicht fair
griechische Zustände!
Katastrophenorganisation. Wie kann es nur sein, dass die inländische Hauptkonkurrentin Norwegian überdurchschnittlich profitabel ist und so stark wächst, dass sie kaum schnell genug Flugzeuge kaufen kann? In der SAS muss der Wurm drinnen sein und zwar massiv! 800 Stellen in der Verwaltung weg, Kabinenpersonal muss 2 Wochen mehr arbeiten, Gehaltskürzungen bei Piloten um 10%... Was ist denn das für Wasserkopf? Bei denen herrschen wohl Zustände wie im öffentlichen Sektor in Griechenland. Lasst sie abstürzen, da geht nur Steuergeld flöten!