Schröder zum Steuerstreit

16. Dezember 2012 04:47; Akt: 16.12.2012 04:58 Print

«Es braucht einen neuen Anlauf»

Der frühere deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder sieht im Moment keine Lösung mehr, den Steuer- und Fluglärmstreit zwischen der Schweiz und Deutschland zu lösen. Man müsse erst die Emotionen beiseite legen.

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Ex-Bundeskanzler Helmut Schröder glaubt, dass im Steuer- und Fluglärm-Streit im Moment nichts mehr geht. (Bild: Keystone)

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Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder glaubt nicht, dass sich in den beiden umstrittenen Dossiers zwischen der Schweiz und Deutschland - dem Fluglärm- und dem Steuerstreit - vor den deutschen Bundestagswahlen im Herbst 2013 noch etwas bewegen wird.

«Es gibt Phasen in der Politik, wo nichts läuft. Und das ist jetzt der Fall», sagte Schröder gegenüber der «SonntagsZeitung. Er rate beiden Parteien, erst einmal die Emotionen beiseite zu lassen. «Ich glaube, dass es einen neuen Anlauf braucht und dass man, wenn dann die Wahl im nächsten Jahr vorbei ist, beide Probleme lösen kann.»

Druck mit gestohlenen Bankdaten

Der SPD-Politiker hatte bereits im September gegenüber Schweizer Medien kritisiert, das Steuerabkommen gehe zu wenig weit. «Mein Eindruck ist, dass Deutschland etwas oberflächlich verhandelt hat», sagte Schröder nun.

Bis sich die beiden Länder einigen, findet es der Ex-Kanzler auch legitim, dass deutsche Bundesländer mit gestohlenen Bankkundendaten weiter Druck auf die Schweiz machen. «Denn der deutsche Staat reagiert auf etwas, was deutsche Staatsbürger nicht tun sollten, nämlich Steuern hinterziehen. Daher kritisiere ich das nicht», sagte Schröder.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Justitia am 16.12.2012 22:19 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Rechte ohne Pflichten.

    Liebe Schweizer, es gibt auch Pflichten und nicht nur Rechte. Man kann sich nicht immer nur das bessere herauspicken... und nein, dass geht jetzt wirklich nicht mehr so weiter.

  • Thomas Hodel am 16.12.2012 19:19 Report Diesen Beitrag melden

    Es braucht eine offene Dikussion

    Klar braucht es einen neuen Anlauf! Es muss so oder so wieder verhandelt werden. Das wird jedem sturen Politiker auffallen. Die Frage ist wie diskutiert wird und wer was zu gewinnen hat. Heute sind es deutsche Politiker, die interne Probleme überdecken und die Wählermobilisation durch diese Taktik erreichen wollen. Morgen sind es vielleicht unsere Politiker... Schaut auch die Amis an. Machen das schon seit Jahrzehnten. Initiativen und offene Foren sollten solche Probleme angehen und nicht Politiker, welche um ihret Karriere willen alles immer über den Haufen werfen... Nur ein Gedanke.

    • Lehman am 16.12.2012 22:14 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Neuverhandlungen

      Wir behalten unsere Kundendaten und die Flieger sollen übers Aargau fliegen. Ende Gelände!

    • Serge am 20.12.2012 23:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      soso...

      Die Schweizer Banke sollen entlich mal reinen Tisch machen mit ihrer Vergangenheit... und die Flieger fliegen sicher NICHT über den Aargau, die sollen ruhig von Süden an- und abfliegen!!!

    einklappen einklappen
  • ariel r. am 16.12.2012 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    "der deutsche Staat..

    ..reagiert auf etwas, was deutsche Staatsbürger nicht tun sollten". ich glaube das ist der punkt der viele ärgert. auch wenn die schweiz in einer verantwortung steht, es wirkt emotional, als müsse für etwas bezahlt werden, was nicht verursacht wurde

  • Naid Hammel am 16.12.2012 13:30 Report Diesen Beitrag melden

    wer will hier was von wem?

    Wir wollen nichts von Ihnen, sie wollen was von uns! Wenn man nach dieser Devise handelt sollten die Seiten klar sein.

  • Henzen Raphael am 16.12.2012 13:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Wir Schweizer sollten uns schämen, bereichern auf Kosten anderer.