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UBS
19. Februar 2009 09:39; Akt: 19.02.2009 09:57 Print
780 Millionen: «Das sieht ziemlich billig aus»
Aufatmen an der Börse: Die Aktien der UBS sind am Donnerstag mit Kursaufschlägen in den Handel gestartet. Die Bank hatte bekanntgegeben, dass mit den US-Behörden eine Einigung im Steuerstreit erzielt worden sei.
Die UBS-Aktien gewannen bis gegen 9:35 Uhr 2,9 Prozent auf 12.56 Franken, nachdem sie mit 12.57 Fr. in den Handel gestartet waren. Der Gesamtmarkt (SMI) stand bei +1,1 Prozent. Der Vergleich ist gemäss der Zürcher Kantonalbank für die Grossbank (kurzfristig) positiv zu werten. Die UBS entledige sich damit eines ihrer vordringlichsten Probleme, doch würden weitere Herausforderungen in diesem Jahr noch anstehen, heisst es in einer Kurzeinschätzung der ZKB.
Ergebnis 2008 wird um Aufwand für US-Vergleich angepasstZürich Die UBS wird das Geschäftsergebnis 2008 noch etwas revidieren müssen. «Das Geschäftsergebnis 2008 wird um die Kosten für den Vergleich in den USA angepasst», sagte UBS-Sprecher Serge Steiner auf Anfrage der Finanznachrichtenagentur AWP. Ob sich der Verlust um den Wert von 780 Mio. Dollar (rund 915 Mio. Franken) vergrössern werde - so hoch ist die Busse, welche die UBS an die US-Justiz bezahlt, um den Steuerstreit zu beenden - konnte Steiner nicht sagen.
Gemäss Mitteilung von der Nacht auf Donnerstag werden die Kosten des Vergleichs vollumfänglich dem Geschäftsjahr 2008 belastet und im geprüften Geschäftsergebnis enthalten sein, welches im März 2009 veröffentlicht wird. Ob dafür Rückstellungen gebildet wurden, gab Steiner nicht bekannt. Die UBS war für 2008 bislang von einem Jahresverlust von 19,7 Mrd. Fr. ausgegangen.
Welche Folgen die Verfügung der Finma langfristig für das Bankgeheimnis, den Finanzplatz und die zahlreichen auf das Offshore-Geschäft spezialisierten Vermögensverwalter in der Schweiz haben werde, sei indes noch offen.
Nach Ansicht eines Händlers sind die Strafzahlungen im Rechtsstreit mit den USA über Beihilfen zur Steuerhinterziehung deutlich niedriger als erwartet ausgefallenen. «780 Mio. Dollar - das sieht ziemlich billig aus. Im Vorfeld sind deutlich höhere Beträge von bis zu 2 Mrd. Fr. geschätzt worden.»
Von den 780 Mio. Dollar entfallen 380 Mio. auf die Herausgabe der aus dem grenzüberschreitenden US-Geschäft stammenden Gewinne. Eine weitere Zahlung von 400 Mio. Dollar betrifft so genannte US-Federal Backup Withholding Tax und die Ersatzleistung für nicht bezahlte Steuern.
(sda)


























