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Explosion im Posthotel Davos
29. Januar 2011 22:07; Akt: 18.01.2012 11:22 Print
Polizei äussert sich zur Detonation
Die Behörden in Davos haben die Feuerwerksexplosion am WEF vom vergangenen Donnerstag relativiert und gaben erstmals Details zur Störaktion von Linksaktivisten bekannt.
Die Bündner Regierungsrätin Barbara Janom Steiner zog ein positives Fazit zum diesjährigen Weltwirtschaftsforum WEF. Die Behörden äusserten sich an einer Medienkonferenz in Davos auch zur Explosion von Feuerwerkskörpern, die am Donnerstag an der Promenade für Aufregung gesorgt hatte.
Eberle gab erstmals präzise Details zur Störaktion von Linksaktivisten bekannt. Demnach wurden an der Hauswand des Posthotels zwei Feuerwerkskörper in einer Tasche per Zeitzünder zur Explosion gebracht. Dabei gingen Fensterscheiben zu Bruch, verletzt wurde niemand.
Entgegen früheren Angaben der Polizei befand sich die Tasche nicht in einem Abstellraum im Keller des Posthotels, sondern war aussen an der Türe des Raums abgestellt worden.
Ein solcher Zeitzünder sei einfach zu konstruieren, sagte Eberle. Dieser könne etwa aus einer Batterie und einem brennbaren Verbindungsstück bestanden haben. Dies würde erklären, warum die Knaller erst kurz nach 9 Uhr und nicht wie von den WEF-Gegnern angekündigt schon um 6 Uhr hochgingen.
Medienschelte der Regierungsrätin
Regierungsrätin Janom Steiner bezichtigte mehrere Medien, sie hätten auf Grundlage des Bekennerschreibens der mutmasslichen Täter Falschinformationen verbreitet und die Explosion überbewertet.
Am Donnerstag waren die Informationen der Behörden allerdings nur spärlich geflossen. Die Polizei verwies lange Zeit auf laufende Abklärungen. Zudem liege der Fall bei der Bundesanwaltschaft.
In dem Luxushotel wohnten in früheren Jahren die Bundesräte am WEF. Das Posthotel wird von Sicherheitskräften bewacht, befindet sich aber nicht in der Sperrzone des WEF.
Eberle betonte, dass es ungleich schwieriger wäre, einen Sprengsatz in der Sicherheitszone anzubringen. Wollte man jedes Hotel sichern, müsste ganz Davos in eine abgeriegelte Festung verwandelt werden.
Es müsse immer wieder abgewogen werden, zwischen Sicherheit und dem Anspruch der Bevölkerung, sich frei bewegen zu können. Die Frage, ob die Sicherheitsmassnahmen nach den diesjährigen Vorfällen im nächsten Jahr verschärft werden, wollten die Behörden nicht beantworten.
(kub/sda)






























