Steuerhinterziehung

13. November 2012 10:46; Akt: 13.11.2012 14:47 Print

«Da war ich zu doof»

Bei den landesweiten Razzien gegen Steuersünder in Deutschland erhielt auch ein Modemillionär unangemeldeten Besuch der Fahnder. Sie wurden fündig.

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Eickhoff gilt in Deutschland als «bekanntester Mode-Einzelhändler» und Trendsetter im Bereich der Luxusmode.

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Bei der bundesweit angelegten Durchsuchung mehrerer Firmen und Privaträume durchsuchte die Staatsanwaltschaft Bochum am Montag auch die Privatvilla des Mode-Unternehmers Albert Eickhoff in Meerbusch, wie die «Bild»-Zeitung berichtet. Bei Eickhoff, dessen Unternehmen zu den bekanntesten Mode- Dynastien der Republik zählt, waren die Fahnder auf eine Stiftung in der Schweiz gestossen.

Der Modemillionär bestätigte die Razzia. Über seine Stiftung in der Schweiz sagte er: «Damals gehörte es zum guten Ton, Geld ins Ausland zu schaffen. Man konnte ja nicht wissen, ob das Geld in Zukunft in Deutschland sicher ist.»

Keine Selbstanzeige

Im Mai 2012 habe er die Bank in der Schweiz gebeten, «das Konto zu legalisieren». Die unterschlagenen Zinserträge aus den letzten Jahrzehnten habe er in seiner Steuererklärung gegenüber dem Finanzamt zum Jahresende deklarieren wollen. Eine Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung hat der Unternehmer nicht erstattet. Eickhoff: «Da war ich zu doof.»

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • assi am 13.11.2012 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wie in Griechenland...

    ...Millionär, aber verhältnismässig weniger Steuern zahlen als Otto Normalo - so funktioniert die Umverteilung!

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  • Markus W. am 13.11.2012 15:32 Report Diesen Beitrag melden

    wie geht das noch weiter?

    und wann werden die Steuerschlupflöcher für Firmen geschlossen? Apple und Nissan waren ja schon in den Medien weil sie verhältnismässig wenig Steuern bezahlen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Markus W. am 13.11.2012 15:32 Report Diesen Beitrag melden

    wie geht das noch weiter?

    und wann werden die Steuerschlupflöcher für Firmen geschlossen? Apple und Nissan waren ja schon in den Medien weil sie verhältnismässig wenig Steuern bezahlen

    • Marc am 13.11.2012 18:37 Report Diesen Beitrag melden

      Gute Sache

      Genau das treibt den schweizer Motor an. Ansonsten müssten auch wir mehr Steuern zahlen, wenn weniger Unternehmen in der Schweiz sind. Genau solche Faktoren zählen. Das ist nun mal Fakt. Wir bezahlen im Weltweiten vergleich ebenfalls sehr wenig Steuern. Das soll auch so bleiben

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  • assi am 13.11.2012 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wie in Griechenland...

    ...Millionär, aber verhältnismässig weniger Steuern zahlen als Otto Normalo - so funktioniert die Umverteilung!

    • Paul Reim am 13.11.2012 15:07 Report Diesen Beitrag melden

      Verständnis

      In D würde ich auch versuchen so wenig Steuern zu zahlen wie möglich... Die Steuersätze unanständig hoch und ein guter Teil wird den 'armen' EU Mitgliedern in den A... geschoben. Da habe ich Verständnis für jeden der am Steueramt vorbei etwas auf die Seite schafft. Zum Glück stimmt bei uns das Verhältnis noch!

    • Tilman Fliegel am 13.11.2012 15:45 Report Diesen Beitrag melden

      Kein Verständnis

      Leider muss Otto Normalverbraucher noch mehr Steuern Zahlen, wenn Albert Normalmillionär tüchtig hinterzieht. Einfache Lohnempfänger haben ja kaum Spielraum zum Steuerbetrug und sind deshalb unterm Strich die gelackmeierten. Für dein Verständnis habe ich deshalb garkein Verständnis.

    • Mac Müller am 13.11.2012 16:55 Report Diesen Beitrag melden

      Stammtisch

      Woher haben Sie Ihre Informationen eigentlich? Die Steuersätze in Deutschland sind etwa mit denen im Kanton Genf zu vergleichen.

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