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«Bschiss» im Job
28. November 2012 21:32; Akt: 28.11.2012 23:16 Print
«Man versucht immer, den Nutzen zu maximieren»
von S. Marty - Eine Studie zeigt, dass 60 Prozent der Angestellten zu oft die Füsse in die Höhe halten. Diese Schummeleien haben massive finanzielle Schäden zu Folge, sagen Experten.

Viele Arbeitnehmer sind im Büro schon mal unproduktiv. (Bild: Monkey Business Images)
Mehr als die Hälfte der Schweizer Angestellten verstösst am Arbeitsplatz gelegentlich gegen Regeln. Dies zeigt der neue HR-Barometer der ETH und der Universität Zürich, der das Fehlverhalten von 1483 Schweizer Beschäftigten analysiert hat.
Studie: Flirt am ArbeitsplatzTechtelmechtel mit Kollegen, Augenzwinkern vom Chef, zweideutiges E-Mail von der Sekretärin: Im Rahmen einer Studie zum Thema «Flirt am Arbeitsplatz» sucht die Universität Lausanne Probanden. Die Studienautoren wollen Beweggründe, Chancen und Grenzen beim Flirten im Büro untersuchen. Personen, die Erfahrungen haben, können sich für einen anonymen Online-Fragebogen unter
www.flirtarbeit.ch melden.
Rund 60 Prozent geben zu, schon zusätzliche Pausen gemacht, sich zu viel der Tagträumerei hingegeben oder zu wenige Einsatz geleistet zu haben. «Das kann eine Reaktion darauf sein, dass der Druck immer mehr zunimmt und sich die Menschen so eine Art Auszeit nehmen», sagt Gudela Grote, Mitautorin der Studie.
Jeder achte Befragte fälscht Quittungen
Aber nicht immer bleibt es bei kleinen Schummeleien: Jeder vierte Befragte räumt zudem ein, schon einmal vertrauliche Firmeninfos weitergeleitet zu haben, und jeder Achte hat seine Arbeit schon hinausgezögert, um Überstunden aufzuschreiben.
Zwei Prozent haben gar schon Quittungen gefälscht, um mehr Geld zu bekommen. «Der Mensch versucht immer, seinen Nutzen zu maximieren, das ist ein natürliches Verhalten», analysiert Wirtschaftspsychologe Christian Fichter.
Hohe finanzielle Schäden
Bei den Unternehmen verursache dies aber beträchtliche finanzielle Schäden. «Zahlreiche leichte Fehlverhalten wiegen oft schwerer als einzelne grosse Betrügereien.» Während die Studienautoren deshalb dafür plädieren, die Vertrauenskultur in den Unternehmen zu stärken, gilt für Fichter: «Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.»
Angesichts der herrschenden Kuschelpädagogik sollten Firmen vermehrt klare Regeln aufstellen: «Man muss den Mitarbeitern schwarz auf weiss aufzeigen, was passiert, wenn man etwa Papier aus dem Drucker klaut oder Spesenabrechnungen manipuliert.»
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Alle 32 Kommentare

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Hahahahahaahahaaaaa!
Genau! Super!! Am Schluss sind die Arbeitnehmer noch Schuld an der Wirtschaftskrise... so laut Experten und so!!! L.Ä.C.H.E.R.L.I.C.H.!!!!
und darüber spricht niemand
Ich habe für Chefs in Grossunternehmen gearbeitet: a) Die mir befahlen ihre monatl.Spesen zu frisieren, obwohl sie Teile davon bereits in ihrem Salär hatten. b) Auf Geschäftsreisen, die übers Wochenende gingen, die Ehefrau mitnahmen und die Kosten dafür der Fa. belasteten ohne, dass der Oberchef dies kontrollierte c) Im Sommer tagsüber Golfspielen gingen und ich die Leute belügen MUSSTE, wenn jemand nach ihnen fragte. Es gäbe noch weitere Bsp. zu erwähnen.
Antworten gesucht!
Was sind den nun die Folgen von Papierklau? Was heisst das in Zahlen? Wie schlimm ist es wirklich? Dieser Artikel sagt ja nur, was allen klar ist: Es passiert!! Und jetzt? Wie ich doch diese Titelversprechen und Skandalisierung hasse. Und immer wieder fall ich drauf rein..