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Vermögen in der Schweiz
20. November 2009 09:57; Akt: 20.11.2009 11:48 Print
«Nur» noch 312 000 Franken pro Nase
Die Vermögen der privaten Haushalte in der Schweiz haben wegen massiver Kursverluste an den Aktienmärkten letztes Jahr erstmals seit 2002 wieder abgenommen. Pro Kopf der Bevölkerung betrug das Reinvermögen Ende 2008 rund 312 000 Franken.
Ende 2007 lag dieser Wert noch bei
Bei den finanziellen Forderungen schlug sich der Einbruch an den Aktienmärkten in einem Rückgang der Aktienanlagen um 84 Milliarden Franken auf 169 Milliarden Franken sowie der Anteile an Kollektivanlagen um 63 Milliarden Franken auf 161 Milliarden Franken nieder. Die Strukturierten Produkte brachen um 23 Milliarden Franken auf 28 Milliarden Franken ein.
Pensionskassen leiden
Die tieferen Börsenkurse wirkten sich auch über die Kapitalanlagen der Pensionskassen negativ auf die Vermögen aus. Obwohl die Beiträge die Leistungsbezüge um 23 Milliarden Franken übertrafen, wurde die Position «Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionskassen» um 63 Milliarden auf 748 Milliarden Franken geschmälert.
In der Finanzkrise wurde vermehrt gespart: Wegen der Einbrüche an den Aktienmärkten erhöhten die privaten Haushalte ihre Einlagen bei Banken und PostFinance um 25 Milliarden auf 481 Milliarden Franken. Die inländischen Schuldtitel stiegen um neun Milliarden auf 130 Milliarden Franken, und zwar vor allem wegen der Zunahme von Kassenobligationen.
Private halten 2403 Milliarden Franken
Gesamthaft sank das Reinvermögen der privaten Haushalte letztes Jahr um 141 Milliarden Franken oder 5,5 Prozent auf 2403 Milliarden Franken. Es nahm damit laut der SNB im Jahr 2008 erstmals seit 2002 wieder ab. Einem Rückgang der finanziellen Forderungen um 10,4 Prozent stand ein Anstieg des Immobilienvermögens um 5,9 Prozent gegenüber. Der Wert der Immobilien im Besitz der privaten Haushalte - Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen sowie Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen - belief sich Ende 2008 auf 1315 Milliarden Franken. Der grösste Teil des Anstiegs war auf steigende Immobilienpreise zurückzuführen. Die Verpflichtungen stiegen um 2,4 Prozent auf 629 Milliarden Franken; rund 90 Prozent dieser Verpflichtungen machen die Hypotheken aus.
Immobilien machen grossen Anteil aus
Der Anteil des Immobilienvermögens an den gesamten Aktiven betrug Ende vergangenen Jahres 43,3 Prozent, verglichen mit 39 Prozent im Vorjahr. Es folgen mit 24,7 Prozent die Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionskassen, mit 15,9 Prozent Bargeld und Einlagen sowie mit 5,6 Prozent Aktienanlagen.
Die Statistik der SNB wurde erstmals durch eine Schätzung des Immobilienvermögens ergänzt. Die Schätzung basiert auf einer Bewertung der im Eidgenössischen Gebäude- und Wohnregister erfassten Wohnimmobilien und den dazugehörenden Grundstücken. Mit der Schätzung des Immobilienvermögens ergebe sich ein Gesamtbild des Vermögens der privaten Haushalte, schreibt die Nationalbank.
(dapd)





























