Schweizer Hightech

21. September 2010 10:52; Akt: 22.09.2010 17:11 Print

«Solar Impulse» war in Zürich«Solar Impulse» war in Zürich

Von Payerne her kommend hat das Schweizer Solarflugzeug mit der Landung auf dem Flughafen in Kloten seinen ersten Testflug quer durch die Schweiz erfolgreich gemeistert.

Bildstrecke im Grossformat »
Die «Solar Impulse» zeigte sich am 22. September über Zürich, bevor sie in Kloten auf dem Flughafen landete. Die Solar Impulse flog von Payerne nach Zürich. Dabei überflog sie das Bundeshaus in Bern just in dem Moment, als Johann Schneider-Ammann zum Bundesrat gewählt wurde. Während des Fluges bewegte der Pilot André Borschberg das Solarflugzeug nie höher als 300 Meter, damit die Bevölkerung auch etwas davon hatte. Über Baar ZG. Über Horgen ZH. Die «Solar Impulse» im Landeanflug auf den Flughafen Zürich über Glattbrugg ZH. Über Glattbrugg ZH. Die Landung in Zürich erfolgte um 14.25 Uhr. Sieben Minuten lang musste dafür der kommerzielle Flugbetrieb in Kloten eingestellt werden. Die «Solar Impulse» landete auf Piste 34. Die Landung verlief reibungslos. Wenige Minuten nach der Landung in Zürich gings schon wieder zurück nach Payerne. Am 21. September landete die Solar Impulse» um 12.22 Uhr auf dem Flughafen Genf. Die Landung in Genf. Die Freude über den erfolgreichen Testflug war gross bei der Solar-Impulse-Crew. André Borschberg, Pilot und CEO von Solar Impulse, gibt nach der Landung Auskunft über seinen Flug. Der Solarflug dauerte knapp viereinhalb Stunden. Der Start erfolgte auf dem Heimatflughafen in Payerne. Die «Solar Impulse» im Landeanflug auf den Flughafen Genf. Kurz vor der Landung in Genf-Cointrin. Das Ereignis lockte dutzende Schaulustige an. Von Payerne aus führte die Route der «Solar Impulse» über den Kanton Freiburg Richtung Genfersee. Im Bild: der Geyerzersee. Medienwirksam wurde nachher das Nordufer des Lac Leman überflogen. Der Überflug von Schloss Chillon durfte natürlich nicht fehlen. Auch die Weinberge des Dézaley boten eine eindrückliche Kulisse. Die «Solar Impulse» legte über Lausanne eine Ehrenrunde ein. Der Hauptsitz des Projekts von Bertrand Piccard befindet sich an der ETH Lausanne (EPFL). Die «Solar Impulse» bei Nyon am Genfersee. .

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Die «Solar Impulse» setzte am Mittwochnachmittag um 14.25 Uhr auf der Piste 34 des Flughafens Zürich auf. Die Landung klappte problemlos und ohne einen überflüssigen Hüpfer. Die Sanitäter und Feuerwehrleute, die sich neben der Piste vorsorglich in Position brachten, kamen nicht zum Einsatz.

André Borschberg, Pilot und CEO von Solar Impulse entstieg dem Flugzeug unversehrt und berichtete, dass er einen relativ ruhigen Flug gehabt habe. Wegen des Windes musste zwar im letzten Moment die Anflugpiste geändert werden, dennoch war der Flug für das «Solar-Impulse»-Team ein voller Erfolg.

Sechs Stunden dauerte die Reise von Payerne VD nach Zürich. Obwohl das Flugzeug bis zu 9000 Meter hoch fliegen kann, liess Boschberg es die meiste Zeit nur 300 Meter über dem Boden schweben. So hatten auch die Schaulustigen etwas davon.

«Solar Impulse» über dem Bundeshaus

Flugpionier Bertrand Piccard, der mit den Medienleuten auf die Ankunft des Millionenprojektes wartete, zeigte sich hocherfreut darüber, dass die «Solar Impulse» genau in dem Moment über das Bundeshaus flog, als Johann Schneider-Ammann (FDP) gewählt wurde. «Er ist unser Freund und unterstützt uns seit Jahren.»

Nur zwanzig Minuten nach der Landung in Zürich war das Spektakel vorbei und die «Solar Impulse» schwebte wieder mit einem diskreten Surren durch die Luft. Am Abend wurde die HB-SIA (so die Registration des Flugzeugs) auf dem Militärflughafen von Payerne erwartet.

Borschberg und Piccard führen bis zum 30. Oktober weitere Flüge von Payerne nach Zürich durch. Klappt weiter alles nach Plan, soll das Solarflugzeug bereits im nächsten Jahr die ersten Flüge ins Ausland unternehmen. «Wir haben hiermit bewiesen, dass unser Flugzeug auf Passagierflughäfen landen kann, ohne für den Flughafen ein Problem darzustellen», sagte Piccard.

Der Flugbetrieb am Flughafen Zürich musste für Start und Landung für je sieben Minuten unterbrochen werden. «Das dürfte hoffentlich auch für andere Flughäfen kein Problem darstellen.»

Die «Solar Impulse» über dem Zürichsee:

Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal

Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen

(Video: Leser-Reporter)

Erfolgreich in Genf gelandet

Tags zuvor war die «Solar Impulse» ebenfalls bei bestem Wetter von Payerne nach Genf geflogen und dort um 12.24 Uhr erstmals überhaupt auf einem zivilen Flughafen gelandet. Zuvor legte das revolutionäre Fluggerät über Lausanne, wo sich an der ETH der Hauptsitz von Solar Impulse befindet, eine Ehrenrunde ein.

«Ein grosser Moment» sei es gewesen, sagte Borschberg nach der Landung auf dem Genfer Flughafen. Damit sei die «Solar Impulse» «dem Kindesalter entwachsen und in die Pubertät gekommen». Am Nachmittag trat der Pilot den Rückflug nach Payerne an.

Ziel des Solar-Impulse-Programms ist die Umrundung der Welt mit Sonnenenergie im Jahr 2012. Bereits Anfang Juli absolvierte Borschberg erfolgreich einen 26-stündigen Flug, der bewies, dass das Solarflugzeug auch nachts mit Strom aus Lithiumakkus fliegen kann. Diese werden während des Flugs tagsüber aus den knapp 12 000 Solarzellen aufgeladen. Die «Solar Impulse» hat mit 80 Metern die Spannweite einer Boeing 747, wiegt aber nur so viel wie ein Kleinwagen.

Die Landung der «Solar Impulse» in Genf:

Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal

Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen

(Video: Leser-Reporter)

Die «Solar Impulse» über Lausanne:

Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal

Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen

(Video: Leser-Reporter Carl Björk)

(jcg/sda)

Immobilien

powered by

Immobilien finden

PLZ
Preis bis
Zimmer bis

Nachmieter finden? Jetzt bei homegate.ch inserieren