Neue SBB-Doppelstöcker

12. Mai 2010 17:01; Akt: 14.05.2010 14:40 Print

«Wir werden pünktlicher unterwegs sein»«Wir werden pünktlicher unterwegs sein»

von A.Müller, M.Gilliand, Bern - Gehören jetzt Stehplätze der Vergangenheit an? SBB-Chef Andreas Meyer erklärt im Interview, wie die Passagiere von den neuen Zügen profitieren.

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(Video: Adrian Müller und Mathieu Gilliand, Bern) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Sichtlich stolz verkündete heute Nachmittag SBB-Boss Andreas Meyer, dass der kanadische Hersteller Bombardier den mit 1,9 Milliarden teuersten Auftrag der SBB-Geschichte erhält. «Im Vergleich zu Stadler Rail oder Siemens hat Bombardier die Anforderungen deutlich besser erfüllt», sagte Meyer. Insbesondere die breitere Kabine und 200 zusätzliche Sitzplätze pro 400 Meter-Zug hätten letztlich den Ausschlag für Bombardier gegeben.

Schweiz profitiert vom Auftrag

Die Frage, weshalb nicht die in der Ostschweiz ansässige Stadler Rail den Zuschlag erhalten hat, wollte Meyer nicht beantworten. «Bombardier will aber 60 Prozent der Wertschöpfung des Auftrags in der Schweiz generieren», sagt Meyer im Interview mit 20 Minuten Online. Dies entspricht über 1,1 Miliarden Franken. Das Unternehmen wird die Züge in Villeneuve VD und in Görlitz (D) anfertigen lassen.

Keine Priorität für Hochgeschwindigkeitszüge

Die
neuen Bombardier-Doppelstöcker bieten überall drahtloses Internet, Steckdosen, Wickeltische, grössere Restaurants und breitere Eingänge.
Die Züge fahren aber nicht schneller als die jetzigen IC 2000, die mit maximal 200 km/h durch die Schweiz brausen — ausser in den Kurven, dort bringt die neue Wankkompensation ein Plus von rund 15 Stundenkilometern. «Wir haben alle Freude am schneller fahren», sagt Meyer mit Bezug auf die Hochgeschwindigkeits-Vision von SBB-VR-Präsident Ulrich Gygi. Priorität habe aber, Engpässe auf dem Schienennetz zu beseitigen und Teilstrecken auszubauen. Meyer spricht sich nicht per se gegen Hochgeschwindigkeitszüge aus: «Schliesslich kommt es darauf an, ob der Bund und die Kunden bereit sind, in ein Hochgeschwindigkeitsnetz zu investieren.»

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  • Silvan Renggli am 21.11.2011 09:20 Report Diesen Beitrag melden

    Logistiksverbesserung bei der SBB

    Also man müsste sich doch freuen das die SBB 59 neue Doppelstockwagen bestellt hat damit die Enge in den Züge abnimmt Dazu werden Arbeitsplätze geschffen für Zugführer und Lokführer. Und die neuen Züge fahren sicher nicht mehr nur noch 140Km/H sonder mind. 160Km/H das heisst minimierung der Fahrzeit Man fängt also 2 Fliegen mit 1 schlag.

  • Robert am 23.08.2011 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    Robert

    "...230 km/h wie bisher..." Dies gilt bereits nur fur die Lokomotiven Baureihe Re 460. Sonst die Doppelstockwagen nur fur 200 km/h zugelassen sind, also ganze Zugsgarnitur darf nur mit 200 km/h unterwegs sein.

  • alaska am 23.08.2011 11:45 Report Diesen Beitrag melden

    Geld zum Fenster raus

    Ja, ja, einmal als Fanzug gebraucht, und schon werden Sie den reparieren können oder? Dieser Luxus legitimiert natürlich durch die Hintertüre Preiserhöhungen oder? Wie wärs endlich mit Stehwägen, und Spezialtickets die in Zügen stehen wollen, oder keinen Sitzplatz finden wegen Überfüllung.

    • Arthur Strahm am 24.08.2011 12:47 Report Diesen Beitrag melden

      Fanzüge?? Hooligans nicht Fans

      Erstens sind dass nicht Fans sonder Hooligans und zweitens werden neue Kompositionen nicht für Sport- etc Reisen gebraucht. Also nicht so negativ

    einklappen einklappen
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