Geld ist knapp

18. Dezember 2012 12:18; Akt: 18.12.2012 12:30 Print

Ältere Migranten stehen vor ProblemenÄltere Migranten stehen vor Problemen

Viele Migrantinnen und Migranten erreichen in diesen Jahren das Rentenalter. Finanziell steuern sie damit auf schwierige Zeiten zu, wie eine neue Studie zeigt.

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Immer mehr Menschen der ersten Einwanderergeneration kommen ins Rentenalter. Deren finanzielle, gesundheitliche und gesellschaftliche Situation präsentiert sich tendenziell schlechter als jene der einheimischen Bevölkerung. Eine neue Studie zeigt, was zu tun wäre.

Heute ist ein Fünftel der über 65-Jährigen nicht in der Schweiz geboren. Die Gruppe der älteren Generation der Zugewanderten setzt sich aus mehr als 160 Herkunftsnationen zusammen. Eine Herausforderung, besagt eine neue Studie. Diese wurde am Dienstag - am Internationalen Tag der Migranten - in Bern vorgestellt.

Weniger Geld zur Verfügung

Im Vergleich zu einheimischen stünden zugewanderten Rentnerinnen und Rentnern beispielsweise viel weniger finanzielle Mittel zur Verfügung. Rentenkürzungen seien an der Tagesordnung. Ein Viertel aller ausländischen Pensionierten könnten mit ihren Einkünften die minimalen Lebenskosten nicht decken.

«Armut trifft ältere Zugewanderte deshalb häufiger als gleichaltrige Schweizerinnen und Schweizer», folgert die Studie. Zudem seien Zugewanderte, die in den 1950er- und 1960er-Jahren als gesunde Arbeitskräfte in die Schweiz geholt wurden, oftmals einer körperlich belastenden Arbeit nachgegangen.

Auch andere Stressfaktoren wie Ausgrenzungen und staatliche Repression im Herkunftsland könnten die Gesundheit im Alter beeinträchtigen. Tendenziell sei die gesundheitliche Situation in der Gruppe der Ausländerinnen und Ausländer also schlechter.

Fünf Empfehlungen

Die Gesellschaft sei noch wenig darauf vorbereitet, Bedürfnisse älterer Migrantinnen und Migranten aufzunehmen, schreiben die Studienautoren. Sie empfehlen, in fünf Bereichen zu handeln.

Zum einen müsse die Information verbessert werden. Gemeinden zum Beispiel sollen dafür sorgen, dass die Broschüre mit dem Titel «Älterwerden in der Schweiz - Gesundheitsratgeber für Migrantinnen und Migranten und ihre Angehörigen» in die wichtigsten Fremdsprachen übersetzt wird.

Gefördert werden muss laut der Studie die soziale Integration. Das Bundesamt für Migration solle unter anderem darauf achten, dass die ältere zugewanderte Bevölkerung in die Integrationsleistungen der Kantone einbezogen wird.

Weiter soll im Pflegebereich der chancengleiche Zugang zu Dienstleistungen sichergestellt werden. Zusätzlich sollen ältere Zugewanderte in Altersforen, Seniorenräten und Integrationskommissionen angemessen vertreten sein.

Schliesslich seien in der Forschung auch Daten zur älteren ausländischen Bevölkerung zu erheben.

Die Untersuchung «Und so sind wir geblieben...» zum Thema Alter und Migration wurde von der Eidgenössischen Kommission für Migrationsfragen (EKM) in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Forum Alter und Migration durchgeführt.

(sda)

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  • Stefan W. am 18.12.2012 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    Umverteilung

    Sofort eine Migranten Organisation gründen und eine Minderheiten-Sonder-Ergänzungsleistungen beantragen. Politisch kommt das sicher durch, denn die SP, die Grünen und CVP/BDP machen da sicher mit. Medial klappt es ja schon :-)

  • Hans am 18.12.2012 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Frage an die ...

    Befürworter von noch mehr Asylant: und wie will die Politik das gleiche Problem von den jetztigen Asylanten in 30 Jahren lösen ??? Mehrere Jahre auf einen Entscheid gewartet zT inkl. Familie.

  • Freddy Hinz am 18.12.2012 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    Zu den wichtigsten Fremdsprachen:

    Nebst den drei Schweizer Amtssprachen d/f/i, sind meines Erachtens nur noch Englisch und Spanisch wirklich nötig. Eine dieser insgesamt fünf Sprachen muss ein in Europa tätiger Arbeitnehmer einfach können!

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