Höheres Gehalt

01. Juli 2015 13:24; Akt: 01.07.2015 14:43 Print

10 Prozent mehr Lohn für die Chefs von SBB und SRG

Roger de Weck, Chef der SRG, und SBB-Chef Andreas Meyer erhielten im letzten Jahr eine saftige Lohnerhöhung.

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Erhält eine Lohnerhöhung: SBB-Chef Andreas Meyer. (Bild: Keystone)

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Eben erst hat das Volk ganz knapp Ja gesagt zur RTVG-Revision. SRG-Chef Roger de Weck machte sich an vorderster Front für den Service Public stark. Dabei war auch sein Lohn ein Thema. De Weck verdiente 2013 noch rund 491'000 Franken. Im letzten Jahr kassierte er nun rund 69'000 Franken mehr.

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Der Lohn des SRG-Generaldirektors lag im Jahr 2014 bei 560'411 Franken. Der Vergleich mit dem Vorjahr ist gemäss Kaderlohnreporting jedoch wenig aussagekräftig, da für 2013 aufgrund einer Übergangsregelung nur 40 Prozent der Leistungskomponente ausbezahlt wurden. Seit 2014 wird die ganze Leistungskomponente jeweils im April für das Vorjahr ausbezahlt.

Gute Leistung als Grund für Meyers Lohn

Die SBB mussten erst gerade melden, dass die Billettpreise im nächsten Jahr wieder steigen. Der Lohn von SBB-Chef Andreas Meyer ist schon erhöht worden. Er verdiente letztes Jahr 1,072 Millionen Franken. Ein Jahr zuvor erhielt Meyer noch 944'000 Franken. Wie 2012 knackte er im vergangenen Jahr nun wieder die Millionengrenze.

Der höhere Lohn von Meyer ist auf einen deutlichen Anstieg bei den variablen Leistungskomponenten, Erfolgsanteilen und Bonifikationen zurückzuführen. Diese stiegen um über die Hälfte. Der fixe Lohnanteil des SBB-Chefs blieb mit 580'000 Franken auf dem Niveau des Vorjahres.

Im Kaderlohnbericht, den der Bundesrat am Mittwoch gutgeheissen hat, wird der höhere Lohn von Meyer denn auch mit der «besseren Konzernzielerreichung» begründet. Deshalb seien die Bezüge des CEO und der übrigen Konzernleitungsmitglieder deutlich angestiegen.

RUAG-Chef auf zweitem Platz

Weit hinter Meyer folgt dann das zweitbestverdienende Kadermitglied bei den bundesnahen Betrieben: Urs Breitmeier, Geschäftsführer des Rüstungs- und Technologiekonzerns RUAG. Auch er bekam im vergangenen Jahr deutlich mehr Lohn als 2013.

Insgesamt sprangen 874'400 Franken heraus - gegenüber 845'651 Franken ein Jahr zuvor. Der Technologie- und Rüstungskonzern habe im Geschäftsjahr 2014 die Erwartungen des Bundesrates vollständig erfüllt, heisst es in dessen Bericht.

Die Konzernleiterin der Post, Susanne Ruoff, verdiente im vergangenen Jahr 824'585 Franken. Dies waren 57'853 Franken oder 7,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Ruoffs Grundlohn stieg im Vergleich zur Vorperiode um 40'000 Franken auf 570'000 Franken an.

Weniger Lohn für FINMA-Direktor

Leicht gestiegen ist im vergangenen Jahr auch der Lohn von SUVA-Geschäftsleiter Ulrich Fricker. Er verdiente 631'544 Franken. Deutlich weniger verdient hat dagegen der FINMA-Direktor. Der Ende März 2014 abgetretene Patrick Raaflaub und sein Nachfolger Mark Branson erhielten zusammen 509'414 Franken. Im Jahr zuvor hatte Raaflaub noch 542'800 Franken verdient.

(pat)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • voilà am 01.07.2015 13:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gehts noch?

    die rede ist von zu tiefen löhnen bei lockführern, stetiger anstieg der billettpreisen für ÖV, Billag und ddr ganze quatsch und dann erhöht man mal schnell den lohn um 10 satte prozent.. säg emol spinnts euch?!?

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  • Ruedi am 01.07.2015 13:37 Report Diesen Beitrag melden

    tja....

    Dank der Zuwanderung spült es jetzt noch ein paar Milliönchen via TV-Gebühren in die Kasse ohne irgendeine Leistung dafür zu erbringen. Da kann man dann schon mal eine schlappe Lohnerhöhung von Fr. 70'000.-- durchwinken....Es ist und bleibt einfach ein S-Laden. Und 'S' steht nicht für 'Super'

  • A.Vogel am 01.07.2015 15:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade!

    Ich bin selber Teamleiter eines Teams der SBB. Wir haben und müssen extrem sparen und jeder Kranke Mitarbeiter stellt uns von grosse Probleme. Weil keine Reserve mehr vorhanden ist. Dies spüren die Kunden mit Zugausfällen und Verspätungen. Wie soll ich meinen Mitarbeiter diesen Lohn von unserem CEO erklären und auf der anderen Seite auf Einverständnis hoffen? An der Front wird gespart und im obersten Kader aus dem vollen geschöpft. Danach fragt man sich, wieso die Personalzufrirdenheit nicht im grünen Bereich liegt. Schade!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • JKH am 03.07.2015 19:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer arbeitet am besten?

    Stellwerkstörungen, wohin man schaut. Ständig Zugverspätungen, wegen techn. Problemen. Und der Chef von diesem Betrieb lies seinen ehemaligen Betrieb in einem Chaos zurück. Arbeiten in der Schweiz heutzutage Supermanager so und erhalten dafür reichliche Boni? Und die vielen Mitarbeiter, die sich krank krampfen? Haben die nichts geleistet, weshalb sie keinen Bonus erhalten?

  • marion am 03.07.2015 19:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Millionär

    Auch der Vorstand der DB hat die Milliönchen jedes Jahr auf dem Konto,also seit ihr Schweizer mit den SBB nicht alleine. Nur die Leistung der DB ist noch schlechter als die der SBB.

  • M. S. am 03.07.2015 12:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abzocken

    Eine absolute Frechheit. Gleichzeitig wird den ehemaligen Angestellten die in Rente sind u. als kleinenBonus bis jetzt das GA etwas günstiger erwerben konnten mitgeteilt, dass ab 2016 die Differenz zum effektiven Abopreis versteuert werden muss. Man(n) findet doch immer wieder einen Weg wie man den Normalbürger abhocken kann.

    • wwo am 03.07.2015 19:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Versteuerung

      In anderen Ländern müssen die Billette schon seit Jahren vesteuert werden.Man hat einen Freibetrag, alles was drübergeht wird versteuert.

    • Binggeli Ruedi am 07.07.2015 19:01 Report Diesen Beitrag melden

      Bitte Objektiv!

      Herr/Frau M.S. Die SBB kann nun nichts dafür, dass Sie ihr GA-FVP versteuern müssen. Das haben die Kantonalen Steuerdirektoren so entschieden. Wie gesagt: Sagen Sie danke den Steuerbehörden!

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  • Dmir am 03.07.2015 10:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beschädigung - Entschädigung

    Andreas Meyer erhält 130000.- Entschädigung? Ist er denn zuvor beschädigt worden oder sonst wie beschädigt gewesen?

  • cleo am 03.07.2015 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    SBB Lohn

    Die Ticketpreise steigen immer? Warum nicht Löhne anpassen, statt Ticketpreise.