Wettbewerb beschränkt

12. Dezember 2012 08:14; Akt: 12.12.2012 10:41 Print

WEKO nimmt Booking.com & Co. ins Visier

Die Wettbewerbskommission hat eine Untersuchung gegen mehrere Online-Buchungsplattformen eröffnet. Die Bestpreisgarantien könnten die Hotels auf unzulässige Weise einschränken.

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Missbrauchen mehrere grosse Online-Buchungsplattformen ihre marktbeherrschende Stellung? (Bild: Keystone)

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Beliebten Online-Buchungsplattformen wie Booking.com, Expedia und HRS droht Ungemach von der Wettbewerbskommission (WEKO). Wie sie in einem Communiqué mitteilt, bestehe der Verdacht, dass verschiedene Vertragsbedingungen zwischen den Plattformen und den Hotels unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen darstellen könnten.

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Klauseln in den Verträgen zwischen Booking.com, Expedia sowie HRS und den ihnen jeweils angeschlossenen Partnerhotels könnten den Wettbewerb zwischen diesen Online-Buchungsplattformen beeinträchtigen.

Bestpreisgarantien moniert

Im Visier der WEKO sind insbesondere sogenannte Bestpreisgarantien. Diese schränken offenbar die Möglichkeit der Hotels ein, auf verschiedenen Vertriebskanälen unterschiedliche Preise festzulegen. Konkret können Hoteliers einmal festgesetzte Zimmerpreise kurzfristig und vereinzelt nicht nach unten anpassen, ohne auch alle anderen Preise nach unten zu korrigieren, wie ein Weko-Sprecher auf Anfrage der SDA sagte.

Ausserdem bestehe die Vermutung, dass die Plattformen eine marktbeherrschende Stellung missbrauchen, indem sie solche Klauseln gegenüber den Hotels durchsetzen. Neu in den Markt eintretende Konkurrenten könnten dadurch in der Ausübung des Wettbewerbs behindert werden, so die WEKO.

(fum/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jimmysmalia am 13.12.2012 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    hotel anrufen.

    Rufen sie mal das Hotel direkt. Die Parität an preisen wird bis zu 90% von allen Hotels gehalten. Das heisst online preise gelten auch direkt in Hotel. (Best Available Rate) ist momentan was laüft. Verlangen sie eine kleine Rabatt wenn sie direkt mit hotel buchen. Hotels sind froh wenn die mit ein Rabatt von 5% noch 10%-15% sparen können.

  • Der Hotelier am 12.12.2012 16:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach....

    Einfach Hotel anrufen, beste Rate fragen und handeln! Jedes Hotel mit freien Zimmern hat Spielraum. Beste Lösung: am Abend an die Rezeption und um den Preis handeln. Lieber kassiere ich 50% nebenbei am Abend als nichts.... Ps: die Portale machen einen guten Job und bis 20% ist akzeptabel. 10% - 15% wäre fair.

  • Georges Dubi am 12.12.2012 16:21 Report Diesen Beitrag melden

    Positive Erfahrungen

    Ich reise geschäftlich sehr oft und buche meine Hotels meist über Booking.com. Dies spart mir sehr viel Zeit. Auch kann ich notfalls problemlos annullieren und sollte es mit dem Hotel Probleme geben, nimmt sich Booking.com dieser an. Ich mache nur positive Erfahrungen. Wo ich oft und regelmässig übenachte, vereinbare ich direkt mit den jeweiligen Hotels den Zimmerpreis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Olaf.Th am 14.12.2012 07:23 Report Diesen Beitrag melden

    selbst ist der Mann

    Was heult die Hotellerie hier nur rum, sie haben die Zimmervermittlung doch selbst an fremde Buchungsportale ausgelagert. Die Hotels einer Stadt oder Region brauchen sich nur zusammen tun und ein eigenes Internetportal eröffnen, schon können sie selber festlegen wo es lang geht. So etwas ist natürlich mit Arbeit verbunden, aber wer ein volles Haus haben möchte muss auch etwas dafür tun.

    • stef am 14.12.2012 19:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      ...nachdenken...

      das tourismus büro unserer region kassiert je nach buchung mind. 10% des betrages. und ohne online portale kann ein haus kaum mehr überleben. ....und unsere branche ist mit sehr viel arbeit und einer hohen präsenzzeit verbunden.... denken sie doch noch einmal über ihren beitrag nach.... ein schönes wochenende....

    einklappen einklappen
  • jimmysmalia am 13.12.2012 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    hotel anrufen.

    Rufen sie mal das Hotel direkt. Die Parität an preisen wird bis zu 90% von allen Hotels gehalten. Das heisst online preise gelten auch direkt in Hotel. (Best Available Rate) ist momentan was laüft. Verlangen sie eine kleine Rabatt wenn sie direkt mit hotel buchen. Hotels sind froh wenn die mit ein Rabatt von 5% noch 10%-15% sparen können.

  • Der Hotelier am 12.12.2012 16:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach....

    Einfach Hotel anrufen, beste Rate fragen und handeln! Jedes Hotel mit freien Zimmern hat Spielraum. Beste Lösung: am Abend an die Rezeption und um den Preis handeln. Lieber kassiere ich 50% nebenbei am Abend als nichts.... Ps: die Portale machen einen guten Job und bis 20% ist akzeptabel. 10% - 15% wäre fair.

  • Dani am 12.12.2012 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    eigene Plattform?

    erinnert mich so stark an die Musikindustrie. Man hat selber verpasst eine Plattform auf die Beine zu stellen und kritisiert jetzt Plattformen welche aus dem Nichts aufgebaut wurden. Mich würde zudem interessieren was ein Hotel im Schnitt ausgibt für eine Neukunden-Gewinnung und ob diese Kosten wirklich tiefer sind als die Gebühren der Plattformen... ich denke NEIN. Und danach ist es am Hotel den Kunden zum "Wiederholungstäter" zu machen... dann sind wir wieder bei den alten Themen wie Gastfreundschaft, Service, Sauberkeit, Gastronomie, Spezialangebote für treue Kunden usw.

  • KuA am 12.12.2012 16:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Niemand wird gezwungen

    Ich bestelle nur über Platformen (2x im Monat). Wenn eine Platform den Hotels zu teuer ist, sollen sie ein eigenes effektives Marketing aufbauen. Ob das billiger ist, ist allerdings fraglich. Geld und Weggli geht eben nicht.