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01. April 2008 23:50; Akt: 02.04.2008 00:01 Print
Ospel: «Ich bin grenzenlos enttäuscht»
40 Milliarden sind weg. Marcel Ospel ist überzeugt, dass die UBS mit den jüngsten Abschreibern und Massnahmen alles getan hat, um die Probleme hinter sich zu bringen. In einem internen E-Mail gibt sich Ospel zerknirscht.
In der E-Mail an die Mitarbeitenden entschuldigte sich der 58-jährige Banker gestern für die Niederlage. «Ich bedaure sehr, dass wir nicht vermeiden konnten, dass die UBS härter als die meisten unserer Konkurrenten von der ausserordentlichen Krise an den Finanzmärkten getroffen wurde», schrieb Ospel. «Ich bin grenzenlos enttäuscht, dass es mir und anderen Führungskräften nicht gelang, das Ruder rechtzeitig herumzureissen.»
Nach den «intensiven» Wertberichtigungen «haben wir die Probleme in diesem Markt hinter uns», sagte Ospel gegenüber Radio DRS. Ospel stellt sich überraschend doch nicht zur Wiederwahl in den Verwaltungsrat der angeschlagenen Bank. In der am Dienstag in der Presse publizierten Einladung zur Generalversammlung vom 23. April ist seine Wiederwahl indes noch traktandiert.
Letzte Nacht entschieden
Er habe seit längerem Rücktrittsabsichten gehabt, sagte Ospel. Im Sommer habe er aber diese Pläne auf Wunsch des Verwaltungsrats und «aus eigenem Antrieb» geändert und sich der Bank für eine weitere, auf ein Jahr verkürzte Amtszeit zur Verfügung gestellt.
Nachdem nun die dringendsten und drückendsten Probleme gelöst seien, «betrachte ich meinen Beitrag als geleistet», sagte Ospel. In einer Telefonkonferenz ergänzte er, dass er seinen Rücktrittsentscheid erst in der vergangenen Nacht gefällt habe. Nun soll Konzernleitungsmitglied Peter Kurer das Präsidium übernehmen.
(Christian Iten/scc)
(sda)























