1,25 Millionen täglich

21. März 2017 08:33; Akt: 21.03.2017 14:39 Print

SBB fährt neuen Passagier-Rekord ein

Die SBB beförderte 2016 so viele Passagiere wie noch nie. Täglich fuhren im vergangenen Jahr 1,25 Millionen Menschen Zug. Das Preis-Leistungs-Verhältnis sehen die Kunden kritischer.

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Die SBB blickt zufrieden auf das Geschäftsjahr 2016 zurück. Das Konzernergebnis stieg an, der Güterverkehr ist wieder in der Gewinnzone. Weiter in die roten Zahlen abgerutscht ist der Geschäftsbereich Infrastruktur. Die Passagierzahlen erreichten einen Rekord.

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Das Konzernergebnis stieg im letzten Jahr um 135 Millionen Franken auf 381 Millionen Franken, wie das Bahnunternehmen am Dienstag mitteilte. Der Anstieg gehe hauptsächlich auf Immobilienverkäufe zurück, auf ein verbessertes Finanzergebnis und die Erholung im Güterverkehr. Das Betriebsergebnis hingegen war rückläufig (-19 Prozent).

Sehr pünktlich

Insgesamt spricht die SBB von einem erfolgreichen Jahr. Sie beförderte täglich 1,25 Millionen Passagiere und damit mehr als je zuvor. Zudem habe das Bahnunternehmen so viele Stammkunden wie noch nie vorher.

Beim Billettverkauf habe die SBB eine «Schallmauer» durchbrochen, wie CEO Andreas Meyer im Rahmen einer Pressekonferenz sagte: «Erstmals wurden mehr Billette über digitale Kanäle verkauft als an Schaltern.» Im Vergleich zum Vorjahr wurden laut SBB 45 Prozent mehr Mobile-Tickets verkauft. An den Schaltern ging die Zahl um 19 Prozent zurück.

Zufriedener fielen die Kundenbewertungen in puncto Sauberkeit und Platzangebot aus. Auch in Sachen Pünktlichkeit bleibt die SBB im europäischen Vergleich vorbildlich. 88,8 Prozent aller Fahrgäste seien mit der SBB pünktlich ans Ziel gekommen - dies sei ein Prozentpunkt mehr als 2015 und der höchste Wert seit fünf Jahren.

Allerdings wurde das Preis-Leistungs-Verhältnis von den Kunden kritischer bewertet. Dies zeige die Notwendigkeit, dass sich die SBB weiterhin für «zumindest stabile Preise» einsetze, schreibt der Konzern.

Güterverkehr wirft Gewinn ab

In die Gewinnzone zurückgekehrt ist der Güterverkehr - und dies in einem «nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Umfeld», das sich für den Binnengüterverkehr und Export weiter akzentuiere. Während im Vorjahr noch ein Verlust von 22 Millionen Franken resultiert hatte, blieb 2016 unter dem Strich ein Ergebnis von 1 Million Franken.

Das positive Ergebnis habe dank erneutem Wachstum bei SBB Cargo International, weiteren Effizienzsteigerungen in der Produktion sowie der Senkung der Strukturkosten bei SBB Cargo Schweiz erreicht werden können, schreibt die SBB.

Weiter in die roten Zahlen abgerutscht ist dagegen der Geschäftsbereich Infrastruktur. 103 Millionen Franken Verlust standen Ende Jahr zu Buche und damit 7 Millionen mehr als ein Jahr zuvor.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, hält die SBB-Spitze am angekündigten Millionen-Sparprogramm «RailFit20/30» fest. Bis 2020 sollen in diesem Rahmen 1400 Stellen abgebaut und die Kosten um 1,2 Milliarden Franken gesenkt werden. Gleichzeitig sollen auch 200 neue Stellen geschaffen werden, vor allem bei der Reinigung und beim Zugpersonal. Entlassungen soll es nur wenige bis keine geben.

(sda/lin)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Soe am 21.03.2017 09:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Trotz Grossem Gewinn werden die Tickets und Abos immer teurer. Schade.

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  • Anony Mouse am 21.03.2017 09:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Passagiere?

    Kunststück wenn der "Markt" dauernd wächst...;)

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  • tinu am 21.03.2017 09:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    so schwer ist das nicht

    bei der jährlichen zuwanderung, ist das keine grosse leistung.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Chris am 22.03.2017 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Verspätungen

    Ich geh fast immer 2-3min später an den Bahnhof da der Zug noch nie Pünktlich abgefahren ist. (Ausgenommen Endstationen)

  • Sereina am 22.03.2017 08:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Aussagen

    Also pünktlich stimmt nicht und Kunden zufriedenheit war sicher auch schon besser. Wenn ich an die Rushour denke wo viele stehen müssen in der 2.Klasse und dies zu den Billetpreisen?! I letzter Zeit hatte die Züge Aarau-Baden und umgekehrt oft Verspätungen. Von den CEO's wird immer alles beschönigt man will das Geschäft ja nicht herunter wirtschaften mit ehrlichen Aussagen...

    • Steff am 22.03.2017 10:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sereina

      Verspätungen werden nicht an allen Haltestellen gemessen sondern nur da, wo es positiv ausfällt.

    • Zürich 1986 am 22.03.2017 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sereina

      Genau wegen der Platzverhältnisse fahre ich 1. Klasse. Da ich aufgehört habe zu rauchen passt es in mein Budget. Aber trotzdem verrückt was man an Ticketpreisen bezahlen muss. Eine Frechheit gegenüber Familien und Rentnern.

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  • Thomas am 22.03.2017 06:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Euer ernst

    Die sbb nr. 1 in ganz europa? Meine meinung; die schlechteste und zugleich die teuerste warum auch immer bahnverkehr auf der ganzen welt. Meine meinung :)

    • Widerspreche! am 22.03.2017 07:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Thomas

      unsere Bahn IST die Beste!! das ist Fakt und das ist gut so! ich mag die Bahn! Weiter so! bin stolz darauf! Und ja, sie ist teuer!!

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  • Daniel Belser am 22.03.2017 06:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Denkt mal nach

    Müssten. Nun nicht auch mal die Preise fallen??? Und wem wurden die genannten Immobilien enteignet und für einen Bruchteil der SBB überschrieben?

  • Felix am 22.03.2017 04:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ade SBB

    Kkein Problem, weil den Autobesitzer und den Steuerzahlern soviel Geld zwansweise abgenommen wird, dass die Kunden der SBB nur den halben Preis zahlen müssen. Die SBB wird etwa in 10 Jahren geschrottet, die Zukunft gehört dem GPS gesteuerten Individualverkehr, der viel billiger sein wird.