Kaffeekapseln

31. März 2017 08:12; Akt: 31.03.2017 15:16 Print

Jetzt greift auch Starbucks Nespresso an

von F. Lindegger - Starbucks lanciert eigene Nespresso-Kapseln. Starbucks-Manager Frank Wuppen im Interview über Preise, die Konkurrenz mit Nestlé und falsche Kundennamen auf den Bechern.

Bei Starbucks gibts Namenstraining, damit auf dem Becher auch das Richtige steht. (Video: F. Lindegger)
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Frank Wubben, warum ist Starbucks-Kaffee im Vergleich zum Ausland in der Schweiz eigentlich so teuer?
Das ist nicht nur eine Starbucks-Frage. In der Schweiz etwa sind die Löhne einen Tick höher, die Mieten kosten etwas mehr. Daher definiert der Markt die Preise. Wenn ich unsere Produkte mit anderen Kaffeeanbietern in der Schweiz vergleiche, sind wir in einem höheren Preissegment, aber nicht zu hoch.

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Insgesamt 1116 Teilnehmer

Viele Kaffees von Starbucks sind Kalorienbomben. Spüren Sie, dass sich Kunden vermehrt gesünder ernähren?
Wir spüren das gesteigerte Gesundheitsbewusstsein. Aber ein Starbucks-Besuch ist immer noch ein Verwöhnmoment. Starbucks ist allerdings sehr transparent, was die Deklaration von Kalorienwerten, Zutaten oder Nährwerten angeht. Bis 2020 wollen wir zudem bei allen gesüssten Getränken den Zuckergehalt um 25 Prozent verringern. Wir bieten auch kalorienarme Alternativen an und arbeiten laufend an neuen gesunden Produkten. Am Schluss entscheidet aber immer der Kunde.

Die Kunden trinken ihren Kaffee oft auch zu Hause.
Wir lancieren im April eigene Kapseln, die kompatibel mit dem Nespresso-System sind. In fast jedem zweiten Schweizer Haushalt steht eine Nespresso-Maschine.

Sind Sie mit Nespresso-Kapseln nicht zu spät dran?
Wir wissen, dass bei unseren Gästen das Bedürfnis da ist. Deshalb glauben wir, dass jetzt der richtige Moment ist, um das Produkt einzuführen.

Nestlé wird daran kaum Freude haben.
Ich glaube nicht, dass Nestlé Angst vor uns hat. Wir sind ja nicht die Ersten, die mit Nespresso kompatible Kapseln auf den Markt bringen.

Immer mehr internationale Ketten kämpfen um die Schweizer Kaffeetrinker. Ist es noch ein Wachstumsmarkt, oder findet nur noch ein Verdrängungswettbewerb statt?
Die Schweiz ist definitiv ein Wachstumsmarkt. Und unser Ziel ist es, dort zu sein, wo unsere Kunden wohnen und arbeiten. Deshalb gibt es viele Möglichkeiten, weiter zu expandieren oder neue Formate zu eröffnen. Das könnten auch ein Drive-through oder Standorte an stark frequentierten Strassen sein. Genaue Zahlen kann ich aber keine nennen.

Wie sieht eigentlich die Ausbildung von Baristas bei Starbucks aus?
Laut unserer Philosophie lernt man 70 Prozent on the job, 20 Prozent mit Coaching und 10 Prozent aus dem Buch. Normalerweise sind Baristas innerhalb von zwei Wochen fähig, selbstständig zu arbeiten.

Ist es auf dem Jobmarkt hilfreich, wenn man angibt, Barista bei Starbucks gewesen zu sein?
Ich bin mir sicher, dass jeder Schichtleiter von Starbucks im Detailhandel eine Stufe höher einsteigen kann. Wir investieren sehr viel in den Ausbau von Kompetenzen, und die Kundenorientierung ist bei Starbucks extrem hoch.

Etwas, was zu Starbucks gehört, sind die teils kreativen Schreibweisen der Kundennamen auf den Bechern. Gibt es unter den Angestellten Wettbewerbe, wer die Namen am ausgefallensten schreiben kann?
Wenn ein Barista einen Kunden kennt, kann er auf dem Becher auch mal etwas Witziges machen, zum Beispiel einen Smiley. Aber nicht bei den Namen. Manchmal ist es einfach schwierig, den Namen zu verstehen, oder ein Kunde hat einen ungewöhnlichen Namen. Der Name spielt eine wichtige Rolle beim Funktionieren des Ablaufs. Ist der Name nicht richtig, kann die Bestellung nicht effizient abgewickelt werden.

Frank Wubben ist für die Starbucks-Filialen in der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und Frankreich verantwortlich.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • hombi am 31.03.2017 08:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zu teuer

    starbucks ist zu teuer. punkt, fertig.

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  • ombra am 31.03.2017 08:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kaffee

    Ich hätte noch eine gute Frage: Warum darf sich Starbucks Kaffee Kaffee nennen????

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  • gibbs am 31.03.2017 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    konkurenz?

    da sehe ich keine konkurenz zu nespresso..... denn die starbucks plörre ist ungeniessbar, da wird sich auch nichts ändern wenns in kapseln kommt....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Efghi am 01.04.2017 23:19 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Erleichterung

    Ich bin froh mag ich keinen Kaffee. Und wenn ich welchen trinken würde, bestimmt keinen Goldhaftteuren Käpselicafi. Mir bleibt das In-sein-müssen erspart. Ich spare 500.- pro Jahr fürs nicht Kaffeetrinken. Fast 3000.- für's nicht rauchen. Weitere 100erte fürs nicht ständig das neuste Handy und die neuste Mode. Ich bin froh, muss und will ich mich am ständig in sein nicht beteiligen. Sooo lässt sich Geld sparen. Da weiss ich gescheiteres damit anzufangen.

  • MM am 01.04.2017 21:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Garnicht so übel

    Was habt ihr eigentlich alle gegen Starbucks Kaffee? Finde nicht, dass der irgendwie besonders schlecht ist. Einfach absolut durchschnittlich. Der einzige schlechte Starbucks Kaffee den ich je hatte, war ein instant Capuccino in China, in den man noch selbst Wasser reinleeren muss.

  • Sbu am 01.04.2017 18:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Kaffee, kein Zucker

    Ich trinke gar keinen Kaffee mehr seit gut einem Jahr. Mir geht es blendend und mein jährlicher Zuckerkonsum hat sich grad noch halbiert. Das heisst gleich doppelt Geld gespart.

  • SAUDERLI am 01.04.2017 18:08 Report Diesen Beitrag melden

    Versteh ich nicht

    Bedenklich wie man in der Schweiz mit einem englisch klingendem Namen eine Pfütze verkaufen kann.p

  • TüdelKrämer am 01.04.2017 17:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1. April

    Nice Try, 20 Min.