Visp

27. Februar 2017 07:43; Akt: 27.02.2017 08:55 Print

Mega-Investition im Wallis

Zwei Konzerne bauen für 290 Millionen Franken ein Chemiewerk in Visp. 200 neue Arbeitsplätze sollen dabei entstehen.

storybild

Die älteste Produktionsstätte Lonzas ist bereits in Visp: Das Verwaltungsgebäude der Lonza in Visp. (Archivbild) (Bild: Keystone/Dominc Steinmann)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Chemie- und Pharmahersteller Lonza und der französische Pharmakonzern Sanofi bauen in Visp gemeinsam eine Fabrik für Biopharmazeutika. Die beiden Partner investieren dafür insgesamt 290 Millionen Franken. Durch die geplante gemeinsame Fabrik für Biopharmazeutika entstehen in Visp 200 neue Arbeitsplätze.

Visp, der grössten Produktionsstandort von Lonza, befindet sich derzeit im Wandel. Der Feinchemie- und Pharmahersteller will seine Anlagen auf neue Technologien ausrichten. Diese sollen die Zukunftsfähigkeit des grössten Produktionsstandorts von Lonza sichern.

Produktion von Antikörpern für Krebstherapie

Die Investitionssumme für die Grossanlage für Säugetierzellkulturen zur Herstellung von monoklonalen Antikörpern werde von den beiden Unternehmen zu gleichen Teilen getragen, teilte Lonza heute mit. Für die Errichtung und den Betrieb der Fabrik gehen die beiden Unternehmen eine strategische Partnerschaft in Form eines Joint Venture ein. Monoklonale Antikörper werden heute insbesondere in der Krebstherapie verwendet. Die Partnerschaft verbindet die starke Pipeline für die Entwicklung von Biologika von Sanofi mit dem Know-how von Lonza, heisst es im Communiqué. Lonza werde die Anlage bauen und das Joint Venture im Betrieb der Anlage unterstützen.

Fabrik soll 2020 fertig sein

Die erste Bauphase der Anlage soll demnach im Jahr 2017 beginnen. Die vollständige Inbetriebnahme ist für 2020 geplant. Lonza hat bereits drei ähnliche Anlagen in den USA und Singapur errichtet und lizensiert.

Die neue Produktionsanlage, die durch die Partnerschaft von Lonza und dem französischen Pharmakonzern Sanofi zustande kommt, ist eine gute Nachricht für das Oberwallis. Noch im Juli 2015 hatte Lonza angekündigt, in Visp über die kommenden drei Jahre hinweg insgesamt 90 Stellen abbauen zu wollen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu erhöhen. Zurzeit beschäftigt Lonza in Visp rund 2700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Partnerschaft verschafft Sanofi und Lonza nach eigenen Angaben Flexibilität: Sanofi werde bei Bedarf zusätzlichen Zugang zur Bioproduktionskapazität haben, um die wachsende Nachfrage nach ihren Biologikaprodukten bedienen zu können. Lonza wiederum stehe es frei, ihren Teil der Kapazität, sofern er von Sanofi nicht benötigt wird, sowie gegebenenfalls ungenutzte Kapazitäten von Sanofi zu vermarkten, heisst es in der Medienmitteilung.

(sep/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kritiker am 27.02.2017 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    ah ja

    Aha, das ist jetzt also der Firmen Exodus, mit dem bei einem USR3 Nein gedroht wurde ?

    einklappen einklappen
  • Geissenpeter am 27.02.2017 12:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ein Novum

    Arbeitsplätze in der Schweiz schaffen ist etwas neues.

    einklappen einklappen
  • Sven Niklas am 27.02.2017 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Steuervorteile

    Und wieder kommen ausländische Firmen nur wegen "Steuervorteile". Bin gespannt von wo die 200 neue Arbeiter kommen sollen?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • P.Schnydrig am 28.02.2017 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    Quecksilber

    Solange die nicht wieder die Rhone vergiften, sollte das Okay sein.

  • MrHolmes am 28.02.2017 05:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer hätte das gedacht ^^

    Da kann man die schrecklichen Folgen des USR3 gut erkennen! ; )

    • Supermario am 28.02.2017 12:43 Report Diesen Beitrag melden

      Aber logisch^^

      Habe gemeint, die USRIII sei nicht zustande gekommen?

    einklappen einklappen
  • Pierre am 27.02.2017 23:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da komme ich nicht mit

    Und jetzt jammern sie, die sozial Aufgestellten weil eine Firma investiert, Arbeitsplätze schafft und Steuern bezahlt.

    • Supermario am 28.02.2017 12:42 Report Diesen Beitrag melden

      Ich eben auch nicht

      Die kannst Du eben eh nicht zufrieden stellen. Und dann wundert man sich, wenn auch grundsätzlich sozial eingestellte Mitbürger auf einmal mit anderen Strömungen (siehe USA, FR und viele andere Staaten) sympathisieren.

    einklappen einklappen
  • WallisValais am 27.02.2017 22:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir können's halt

    Liebi Üsserschwiizer, Hier ein Beispiel, wie man es richtig macht. Wir Walliser stehen nicht so auf Auslagerungen nach Taiwan oder China...

    • Beni am 28.02.2017 06:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @WallisValais

      Lieber Walliser Leider wurde diese Investition nicht von Wallisern in die Wege geleitet. Und auch das Geld dafür kommt nicht aus dem Wallis. Ihr dürft davon profitieren aber mehr nicht. Also Ball flach halten gegenüber den "Üsserschwizer". Schaut zu, dass ihr eure Schaafe gesund von der Alpe bringt und nicht dem Wolf überlassen werdet.

    • P.T am 28.02.2017 08:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Beni

      Ich denke es hat mit der Sonne-Mond-Konstellation zu tun... Klar soweit? ^^

    • Zimmi Lonzamitarbeiter am 28.02.2017 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Beni

      A-Benni Vorne weg die firma aus frankreich investiert geld und profitiert unser hervorragendes know-how. Einmal ein guter deal in der schweiz und schon sind leute wie du skeptisch,möchte gerne wissen was du arbeitest sicher nicht als schafhirte im sommer auf einer wundeschönen walliseralp dafür bist du sicher viel zu schön.

    • M. Ittelfinger am 28.02.2017 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Beni

      Recht hast du. Und vom Finanzausgleich über 560 Mio !! Fr. können sie auch noch gut!

    einklappen einklappen
  • Herrman Gott am 27.02.2017 18:11 Report Diesen Beitrag melden

    Was für ein Deal

    Das ist sicher die "Wiedergutmachung" für die allzeit quecksilberverseuchte Region talabwärts.

    • Hänsel am 28.02.2017 11:03 Report Diesen Beitrag melden

      Bagatelle

      @Herrman Konnte man auch im Genfersee nachweisen, Schuld hat niemand.

    einklappen einklappen