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Sorgenkind
04. Februar 2010 07:02; Akt: 04.02.2010 07:24 Print
Fracht-Jumbo soll in die Luft
Ein weiteres Sorgenkind des Flugzeugherstellers Boeing steht kurz davor abzuheben: Der Fracht-Jumbo 747-8 soll kommende Woche seinen über ein Jahr verspäteten Jungfernflug absolvieren.
Die Frachtversion der 747-8 könne von Montag an zu ihrem Jungfernflug starten. Der tatsächliche Zeitpunkt richte sich nach dem Wetter und dem erfolgreichen Abschluss vorheriger Tests, teilte Boeing in der Nacht auf Donnerstag in Seattle mit. Die verlängerte und modernisierte Variante des seit mehr als 30 Jahren gebauten Jumbo-Jets ist einer der Problemfälle des Konzerns.
Der 747-8-Frachter auf dem Werksgelände von Boeing in Seattle-Everett im US-Bundestaat Washington. (Foto: Wikipedia)
Die Bereitstellung des Flugzeuges liegt rund ein Jahr hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück, was Boeing viel Geld kostet. Die Frachtversion soll nun Ende 2010 ausgeliefert werden. Auf die Passagiervariante 747-8 Intercontinental müssen die Kunden bis Ende 2011 warten.
Konkurrenz zum non-existenten Fracht-A380
Um Jahre verzögert hatte sich auch schon die Auslieferung des 787 Dreamliner. Das komplett neu konstruierte Flugzeug machte vor allem wegen seiner neuen Verbundwerkstoffe Ärger. Erst im Dezember konnte der Langstreckenflieger zum Erstflug abheben. Der Dreamliner soll ebenfalls Ende Jahr ausgeliefert werden.
Der neue Jumbo-Jet 747-8 ist eine Antwort auf den A380 des Rivalen Airbus, der im Januar in Zürich und Genf zu sehen war. Auch die Europäer hatten erhebliche Probleme bei der Konstruktion ihres doppelstöckigen Fliegers. Eine Frachtversion legte Airbus nach verhaltenem Interesse der Fluggesellschaften auf Eis.
(sda)
























