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Neue Erhebung
23. September 2008 11:12; Akt: 23.09.2008 11:47 Print
Korruption: Schweiz macht Plätze gut
Dänemark bleibt nach Angaben der Organisation Transparency International das Land mit der geringsten Korruption. Die Schweiz verbesserte sich bei gleicher Punktzahl um zwei Ränge auf Platz fünf.
Dänemark, Schweden und Neuseeland führen die Länder mit der geringsten Korruption an. Finnland, im Vorjahr auf Platz eins, steht diesmal auf Rang fünf - zusammen mit der Schweiz.
Die Korruptions-Rangliste für 180 LänderHier eine Auswahl (in Klammern zum Vergleich Rang und Punktwert des Vorjahres):
1. Dänemark 9,3 (1 - 9,4)
1. Schweden 9,3 (4 - 9,3)
5. Finnland 9,0 (1 - 9,4)
5. Schweiz 9,0 (7 - 9,0)
7. Niederlande 8,9 (7 - 9,0) 11. Luxemburg 8,3 (12 - 8,4) 12. Österreich 8,1 (15 - 8,1) 14. Deutschland 7,9 (16 - 7,8) 14. Norwegen 7,9 (9 - 8,7) 18. USA 7,3 (20 - 7,2) 18. Belgien 7,3 (21 - 7,1) 26. Slowenien 6,7 (27 - 6,6) 27. Estland 6,6 (28 - 6,5) 45. Tschechien 5,2 (41 - 5,2) 47. Ungarn 5,1 (39 - 5,3) 52. Slowakei 5,0 (49 - 4,9) 58. Polen 4,6 (61 - 4,2) 62. Kroatien 4,4 (64 - 4,1) 70. Rumänien 3,8 (69 - 3,7) 72. Bulgarien 3,6 (64 - 4,1) 85. Serbien 3,4 (79 - 3,4) 85. Montenegro 3,4 (84 - 3,3) 92. Bosnien-Herzegowina 3,2 (84 - 3,3)
147. Russland 2,1 (143 - 2,3) 176. Afghanistan 1,5 (172 - 1,8) 178. Irak 1,3 (178 - 1,5) 178. Birma 1,3 (179 - 1,4) 180. Somalia 1,0 (179 - 1,4)
Der Maximalwert 10 Punkte bedeutet «weitestgehend keine Korruption» und der Minimalwert 0 Punkte «sehr korrupt». Die Einstufung beruht auf der Einschätzung von Geschäftsleuten und Experten, wie sie Bestechung und Bestechlichkeit im öffentlichen Sektor eines Landes empfinden.
(SDA)
Als Länder mit der grössten Korruption gelten wie im vorigen Jahr Haiti, Irak, Burma und Somalia. Sie bilden zusammen mit Afghanistan den Schluss der Rangliste der 180 Länder.
Dem Korruptions-Index von Transparency International liegen die Einschätzungen von Geschäftsleuten und Experten zugrunde. Gemessen werden soll der Grad von Korruption im öffentlichen Sektor eines Landes. Er wurde am Dienstag in Berlin vorgestellt.
Desaströs für arme Länder
Die Vorsitzende von Transparency, die Kanadierin Huguette Labelle, forderte eine konsequentere Bekämpfung von Bestechung in den reicheren Ländern. Die anhaltend hohe Korruption führe in vielen armen Ländern zu einem «humanitären Desaster».
Die Korruption in den armen Ländern sei nicht nur hausgemacht, sondern werde von aussen immer wieder verstärkt. Umso wichtiger sei der Verzicht der exportierenden Wirtschaft auf die Bestechung ausländischer Amtsträger.
Labelle unterstrich: «In den ärmsten Ländern kann das Ausmass von Korruption den Ausschlag über Leben oder Tod geben, wenn es um Geld für sauberes Trinkwasser oder Krankenhäuser geht.»
9,0 Punkte für Schweiz
Die Skala reicht bei Transparency von 10 Punkten für weitestgehend keine Korruption bis zu 0 Punkten für sehr korrupt. Die Schweiz erreichte wie bereits im Vorjahr 9,0 Punkte.
Signifikante Verschlechterungen gab es bei den Punktwerten für Bulgarien, Grossbritannien, Norwegen, Burundi und die Malediven. Statistisch relevante Verbesserungen wurden für Albanien, Georgien, Katar, Mauritius, Nigeria, Oman, Südkorea, Tonga, die Türkei und Zypern festgestellt.
(sda)

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