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Neues Gesetz
09. Februar 2010 15:20; Akt: 09.02.2010 15:30 Print
Berlin geht gegen Boni-Exzesse vor
In Deutschland greift der Staat in die Entlöhnung von Bankmanagern ein: Das Kabinett in Berlin hat einen Gesetzentwurf gebilligt, mit dem künftig unangemessene Bonuszahlungen unterbunden werden sollen.
Banken und Versicherungen sollen ihre Vergütungen transparenter gestalten und auf nachhaltige Unternehmensentwicklung ausrichten. Die bisherigen Vergütungsstrukturen seien eher auf kurzfristige Erfolge ausgerichtet gewesen und hätten dazu beigetragen, dass vor allem Banken zu hohe Risiken eingegangen seien, sagte ein Regierungssprecher am Dienstag in Berlin.
Nach der weltweiten Finanzkrise hatten sich die G-20-Staaten im vergangenen Jahr auf Standards für solide Vergütungspraktiken geeinigt.
Sollte das Gesetz den Bundestag passieren, wird auch die Banken- Aufsichtsbehörde BaFin künftig stärkere Eingriffsrechte erhalten und unangemessen hohe Bonuszahlungen unterbinden können. Das Gesetz soll spätestens im Oktober 2010 in Kraft treten.
Details zur Ausgestaltung der Vergütungssysteme und der Befugnisse der Aufsichtsbehörden sollen nicht im Gesetz geregelt werden, sie soll stattdessen das Bundesfinanzministerium in zwei Rechtsverordnungen klären.
(sda)
























