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Krisenstimmung
10. Mai 2009 09:06; Akt: 10.05.2009 09:16 Print
Kuoni streicht 300 bis 400 Stellen
Der von Kuoni im Januar angekündigte Stellenabbau konkretisiert sich: Der Reiseveranstalter will in den kommenden drei Jahren mindestens 300 bis 400 Stellen streichen. Kuoni werde aber trotz tieferem Umsatz 2009 in den schwarzen Zahlen bleiben.
Konzernweit werde Kuoni in den kommenden drei Jahren 300 bis 400 Stellen streichen, erklärte Rothwell in einem Interview des «SonntagsBlicks». Dies ergebe sich aus dem Ende Januar gestarteten Effizienzsteigerungsprogramm. Wenn wegen der Krise aber Kosten und Umsatz in ein Missverhältnis gerieten, werde Kuoni noch weitere Stellen abbauen müssen, sagte Rothwell, der nach dem abrupten Abgang von Armin Meier die Leitung des Reisekonzerns Anfang 2009 übernommen hat. Kuoni hatte Ende Januar einen Stellenabbau angekündigt, ihn aber noch nicht näher quantifiziert.
Wegen der Wirtschaftskrise wird Kuoni das Resultat aus dem Vorjahr in diesem Jahr nicht mehr erreichen. Der Umsatz liegt laut Rothwell derzeit in Lokalwährungen zwölf Prozent tiefer. «Für ganze Jahr rechne ich mit einem Rückgang zwischen null und 20 Prozent», fügte er hinzu. Der Konzern werde aber keine roten Zahlen schreiben. «Nein, wir bleiben schwarz», sagte Rothwell. Wie gross der Gewinn sein werde, könne Kuoni erst Mitte Jahr abschätzen, weil das Sommergeschäft entscheidend sei.
Rothwell sieht den Kuoni-Konzern nicht als Übernahmekandidat. Kuoni sehe sich als selbstständiges Unternehmen und führe keine Diskussionen über einen Verkauf oder eine Fusion, sagt er dazu. Hingegen werde der Konzern weiterhin Firmen übernehmen. Grosses Wachstum sieht er in China. Deshalb habe sich Kuoni für eine Lizenz als Anbieter von Auslandreisen beworben. Zudem bezeichnete er Südamerika als bisher noch weissen Fleck für Kuoni, obwohl auch dort die Zukunftsperspektiven hervorragend seien.
Kuoni hatte für 2008 einen um 12,1 Prozent auf 152,1 Millionen Franken gesteigerten Rekordgewinn ausgewiesen. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 3,3 Prozent auf 4,855 Milliarden Franken.
(dapd)























