Rekordjagd

29. November 2017 19:59; Akt: 29.11.2017 19:59 Print

«Bitcoin könnte bis auf 40'000 Dollar steigen»

Der Bitcoin hat einen kometenhaften Aufstieg hinter sich. Glaubt man US-Hedgefonds-Manager Michael Novogratz, liegt bis Ende 2018 ein Wert von 40'000 Dollar drin.

Bildstrecke im Grossformat »
«Der Bitcoin könnte bis Ende 2018 locker auf 40'000 Dollar steigen», sagte der Hedgefonds-Manager Michael Novogratz dem TV-Sender CNBC. Hedgefonds-Manager Novogratz geht davon aus, dass sich das Volumen aller Kryptowährungen zusammen im neuen Jahr etwa versechsfachen wird. «Da kommt eine grosse Geldwelle auf uns zu, nicht nur in den USA, sondern weltweit.» So können Bitcoins aussehen, aber eigentlich existiert die Kryptowährung virtuell. Auch das sind Bitcoins, zumindest der Code zu dem Internetguthaben. Diese Zettel spucken die Bitcoin-Automaten in der Schweiz aus. Der einfachste und schnellste Weg, um an Bitcoins zu kommen, sind SBB-Billettautomaten ... ... oder spezielle Bitcoin-Automaten. Von denen gibt es jedoch nur rund ein Dutzend in der Schweiz. Um Bitcoins zu kaufen, benötigt man eine sogenannte Wallet auf dem Handy oder PC, also ein virtuelles Portemonnaie. In der Regel ist zudem ein Bankkonto notwendig, um herkömmliches Geld in die Kryptowährung umzutauschen. Zwar knackte der Bitcoin am 28. November die Marke von 10'000 Dollar, es ist aber möglich, weniger als 1 Bitcoin zu kaufen und damit auch deutlich weniger auszugeben. Dies, weil jeder Bitcoin in 100'000'000 Teile, sogenannte Satoshis, teilbar ist. Der Name leitet sich vom Namen des Gründers vom Bitcoin, Satoshi Nakamoto, ab. Von ihm gibt es kein verifiziertes Foto. Im Bild ist Dorian S. Nakamoto zu sehen, der zeitweise für diese Person gehalten wurde, die Verbindung zum Bitcoin allerdings abstritt. Wie bei anderen Vermögenswerten müssen Sie zum Jahresende Ihr Bitcoin-Guthaben im Wertschriftenverzeichnis der Steuererklärung deklarieren. Aus Bitcoin-Transaktionen resultierende Gewinne muss man als natürliche Person im Privatvermögen aber nicht versteuern

Zum Thema
Fehler gesehen?

Während die einen die Bitcoin-Blase schon beinahe platzen sehen, glauben andere weiterhin an einen starken Anstieg. «Der Bitcoin könnte bis Ende 2018 locker auf 40'000 Dollar steigen», sagte der amerikanische Hedgefonds-Manager und CEO Michael Novogratz in der Nacht auf Dienstag dem TV-Sender CNBC. Das wäre beinahe eine Vervierfachung des aktuellen Werts. Erst am Dienstag hatte die Kryptowährung zum ersten Mal die Marke von 10'000 Dollar geknackt.

Umfrage
Wie gross ist die Chance, dass Sie einmal Bitcoins erwerben?

Die Rekordjagd ging auch am Mittwoch weiter. Im Verlauf des Vormittags erreichte der Bitcoin-Kurs an wichtigen Handelsbörsen wie zum Beispiel Bitstamp oder Coinbase den Wert von rund 10'800 Dollar und damit einen neuen Höchststand. Seit Beginn des Jahres hat sich der Wert der Digitalwährung in etwa verzehnfacht.

Übertreibungen nach oben und unten

Hedgefonds-Manager Novogratz geht davon aus, dass sich das Volumen aller Kryptowährungen zusammen im neuen Jahr etwa versechsfachen wird. «Da kommt eine grosse Geldwelle auf uns zu, nicht nur in den USA, sondern weltweit.» Er plant, mit seiner Investmentfirma Galaxy Investment Partners einen 500 Millionen Dollar schweren Krypto-Fonds aufzulegen. Neben Bitcoin gibt es noch weitere Internetwährungen.

Laut Novogratz wird es beim Anstieg des Bitcoins Übertreibungen geben, die Korrekturen von bis zu 50 Prozent nach sich ziehen. «Es wird auch auf dem Weg nach unten Übertreibungen geben.» Laut eigenen Angaben des Hedgefonds-Managers sind 20 bis 30 Prozent seines Vermögens in Kryptowährung. Davon sei die eine Hälfte Bitcoin, die andere Etherum.


Privatinvestoren rät Novogratz, nicht mehr als ein bis drei Prozent ihres Vermögens in Kryptowährungen zu investieren. Für vermögende Privatinvestoren empfiehlt der Hedgefonds-Manager fünf bis zehn Prozent. Novogratz, der einst Partner bei der Investmentbank Goldman Sachs war, wurde in der «Forbes»-Liste der Superreichen in den Jahren 2007 und 2008 als Milliardär aufgeführt.

Kein reeller Gegenwert

Das Problem der Kryptowährungen: Anders als bei Aktien, die einen Anteil an einem Unternehmen bedeuten und damit in der Regel einen effektiven Gegenwert haben, hat der Bitcoin keinen reellen Gegenwert. Darum hängt der Kurs einzig von Angebot und Nachfrage ab. Das heisst, solang immer neue Investoren auf den Bitcoin-Zug aufspringen, steigt der Kurs tendenziell.

Wie der Portfolio-Stratege Daniel Pfändler von Main Sky Asset Management in einem Meinungsbeitrag im «Manager Magazin» schreibt, ist es allerdings wahrscheinlich, dass sich durch den technologischen Fortschritt das Gewicht innerhalb der Kryptowährungen verschiebt. Die Folge: Der Bitcoin dürfte durch effizientere Internetwährungen ersetzt werden. «Damit wird sein Wert so schnell sinken, wie er zuletzt gestiegen ist», so Pfändler.

(sas)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • e.st am 29.11.2017 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    Natürlich sagt er das

    Der Typ ist nicht umsonst reich geworden, der fördert den Hype damit jetzt alle kaufen und springt im besten Moment ab

  • Henry am 29.11.2017 20:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kristallkugel

    Das ist doch ein Kaffeesatz Leser. Niemand kann voraussagen wo der Kurs hingeht. Er übernimmt ja auch keine Verantwortung für seine Aussage

  • Te Rasse am 29.11.2017 20:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Könnte

    Was hat könnte mit der Realität zu tun? Als ob uns die Finanzwirtschaft nicht schon genug vorgaukelt!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Walter Mueller am 30.11.2017 22:52 Report Diesen Beitrag melden

    Hauptberuf der Bitcoin Experten

    Fragen Sie einen sogenannten Bitcoin Experten einmal, was er Hauptberuflich macht. Die Antwort wird in etwa sein, ich versuche die Leute über Blockchain oder Fintech aufzuklären. Die ehrliche Antwort wäre hingegen, ich versuche über Blogs, Social Medias, Infoveranstaltungen und Conference calls möglichst alles zu machen, das Leute Investitionen in ein seit Jahren total ungebrauchtes, langsames und energieverschwenderisches System tätigen, sodass die Nachfrage und somit meine Investition ansteigt.

  • Toni am 30.11.2017 18:35 Report Diesen Beitrag melden

    Wert von Bitcoin

    Etwas hat so viel Wert, wie jemand bereit ist, dafür zu bezahlen. Darum kann der Wert fallen (bis auf 0) oder steigen (bis unendlich... oder zumindest wahnwitzig hoch). So einfach ist das... egal ob "etwas dahinter steckt" oder nicht.

  • Ironicus am 30.11.2017 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Hellseher

    Wenn alles wie geplant läuft, könnte ich morgen Abend den Euro-Millions Jackpot knacken. Tjaaaaa, wenn.....

  • Martin am 30.11.2017 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Senf

    «Bitcoin könnte bis auf 2000 Dollar fallen»

    • Fabian am 30.11.2017 13:58 Report Diesen Beitrag melden

      eiversucht? ;)

      dass hoffen all jene die es halt "verpasst" haben zu kaufen ;)

    • Der Duzer am 30.11.2017 23:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Martin

      Dein Senf ist sehr optimistisch! Ich denke Bitcoin könnte auf null fallen! Achtung Geheimnis: Bitcoin WIRD auf null fallen, das ist sicher, aber wir wissen nicht wann.

    • Tommy am 30.11.2017 23:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Der Duzer

      Wie bei allen Geschäften besteht in alle Richtungen die Möglichkeit. Die Banken haben es vorgemacht - auch dort ist das Geld nicht sicher, ausser auf dem Sparkonto bis 100'000. Alle anderen können das brache Geld auch komplett verlieren ohne an der Börse zu handeln...

    einklappen einklappen
  • Liron am 30.11.2017 12:11 Report Diesen Beitrag melden

    Könnte, hätte, würde, sollte: Das ...

    ... sind die vier Geschwister, aus denen nie was wird oder geworden ist.