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Richemont
06. August 2012 12:32; Akt: 06.08.2012 17:11 Print
Luxusgüter trotzen der Krise
Während in Europa, aber auch anderen Teilen der Welt, Krisenstimmung herrscht, steigt die Nachfrage nach Luxusgütern ungebremst. Die Aktien von Richemont schiessen in die Höhe.

Bei den Reichen der Welt beliebt: Luxusuhren. (Bild: Keystone)
Die Nachfrage nach Uhren und anderen Luxusgütern von Richemont
wächst ungebremst. In den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres (per Ende Juli) erzielte der Konzern 24 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr.
Geschäfte in Asien füllen die Kassen des italienischen Luxusmodehauses Prada. Der an der Börse in Hongkong notierte Konzern wies am Montag für das erste Halbjahr einen Umsatzanstieg von 36,5 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro aus.
Trotz des Wirtschaftsabschwungs in China kletterten allein in der Asien-Pazifik-Region die Erlöse um 45 Prozent. Aber auch im von der Schuldenkrise gebeutelten Europa legte die Nachfrage nach den Kleidern und Handtaschen des Mailänder Nobelherstellers mit einem Einnahme-Plus von 37 Prozent kräftig zu.
Die Rezession in Italien bremste Prada dagegen in der Heimat etwas aus. Zwar verbuchte Prada hier ein Plus von knapp 22 Prozent, blieb aber damit aber hinter den Zuwächsen in Nord-, Mittel- und Südamerika zurück, wo der Umsatz um 31 Prozent stieg. Über den Gewinn in den ersten sechs Monaten will der Konzern im September informieren. (sda)
Dabei profitierte Richemont von der günstigen Wechselkurssituation. In Lokalwährungen legten die Erlöse mit 13 Prozent etwas weniger stark zu, wie Richemont am Montag mitteilte.
Aufgrund des deutlichen Anstiegs dürften im bis Ende September laufenden ersten Geschäftshalbjahr sowohl das operative Ergebnis als auch der Reingewinn höher ausfallen als erwartet, heisst es in der Mitteilung. Das Unternehmen geht bei beiden Kennzahlen von einem Plus zwischen 20 und 40 Prozent aus. Allerdings sei die Voraussage aufgrund Faktoren wie der Wechselkursentwicklung mit Unsicherheit behaftet.
Aktien schiessen in die Höhe
Die Richemont-Aktien stiegen am Montag in der Gunst der Anleger. Bis um 10.30 Uhr legte der Kurs um 6,9 Prozent auf 59,90 Franken zu. Der Swiss Market Index (SMI) sank derweil 0,2 Prozent.
Die Analysten der Bank Vontobel sprachen von einer «Überraschung». Das organische Umsatzwachstum von 13 Prozent bis Juli liege knapp über der Gesamtjahresprognose von 9 Prozent - mit den Währungseffekten ergäbe sich ein Anstieg auf 24 Prozent, schreibt die Privatbank.
Die Bank Notenstein äusserte sich positiv über die neuste Meldung von Richemont. So dürfte sich das Markenportfolio von Richemont wie bei anderen Luxusgüter-Konzernen weiter auszahlen. Vor allem in aufstrebenden Märkten mit einem zunehmenden Wohlstandsniveau werde die Nachfrage nach Luxusgütern steigen. Konjunkturelle Eintrübungen im europäischen Markt und den USA sowie China könnten aber Richemonts Erfolgszahlen beeinträchtigen.
(sda)
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Alle 6 Kommentare

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Logisch...
Luxusgüter müssen Krisen nicht 'trotzen', denn das viele Geld, welches gesprochen und anschliessend verteilt wird, geht sowieso zu denen, die schon am meisten Geld haben. Die Reichen werden jeden Tag viel reicher, weil sie den Politiern nahestehen. Mittlerweile hat man bereits Angst, die Reichtümer öffentlich zu zeigen. Siehe Italien. Andere Länder werden folgen. Genau dieses Verhalten sagt voraus, was als nächstes passieren wird - die Armen werden sich die Reichtümer holen und wieder unter mehr Menschen verteilen. Wie nennt man das schon wieder ?
Logisch....
Genau Alessandro, so sehe ich es auch
Top Richemont - Bravo gönn-dir-was!
Schweizer Firmen produziert margenresistente Luxus- / Design- / Stil-Produkte. Und vermarktet diese endlich höchstwertig. Das ist der Vorsprung im globalen Markt. Wertigkeit und Begehrlichkeit erlaubt jeden Preis bei tollsten Margen und oftmals noch Wartezeiten. Innovationen werden Euch immer schneller "abgekupfert" wohin man schaut (siehe aktuell Juristerei zu Nespresso). Und Innovation, Qualität und Service sind ein Selbstverständnis für marktorientierte Unternehmungen. Sommerferien vorbei - fertig mit dem globalen Eierlei ;o)
Logisch!
Die Reichen haben das mehr im Portmonai was uns fehlt!
Sicher Logisch
Logisch die meisten Reichen haben auch keine 40 Stunden Woche. Deren Verantwortung und engagement liegt wohl weit über dessen von Robin Hood
Ganz sicher logisch
Genau und sobald sie Verantwortung tragen sollten, setzen sie sich mit dem goldenen Fallschirm ab. Wer bitte schön, hat denn jemals Verânwortung getragen?