Greenpeace-Aktion

28. April 2017 13:53; Akt: 28.04.2017 17:02 Print

Wie kam die 900-Kilo-Pipeline ins Hallenstadion?

Greenpeace-Aktivisten seilten sich während der GV der Credit Suisse von der Decke ab. Wie kann so etwas passieren? Die Veranstalterin CS schweigt zu dem Vorfall.

Die Aktivisten seilten sich vom Dach des Hallenstadions ab und entfalteten ein Transparent. (Video: Tamedia/Leserreporter/SDA)
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Bei Konzerten im Hallenstadion werden an der Sicherheitsschleuse die Taschen von Besuchern untersucht. Greenpeace-Aktivisten schafften es, eine 900 Kilogramm schwere Pipeline ins Hallenstadion zu legen und sich in der Halle von der Decke abzuseilen.

Wie ist so etwas möglich? Beim Hallenstadion verwies man 20 Minuten an den Veranstalter, also die Credit Suisse. Diese sei für die Sicherheit zuständig. Die Grossbank wollte den Vorfall nicht weiter kommentieren. Ein Sprecher der CS sagte zu 20 Minuten lediglich, dass man intern überprüfen werde, wie die Aktion zustande kommen konnte.

Störaktion an der CS-Generalversammlung

Thomas Mäder von der Medienstelle Greenpeace Schweiz konnte 20 Minuten zu den Umständen der Aktion ebenfalls keine Auskunft geben, auch zum Schutz der Aktivisten, wie er sagte.

Laut Marco Bisa von der Stadtpolizei Zürich waren 26 Aktivisten beteiligt. Wie in solchen Fällen üblich seien deren Personalien aufgenommen worden. Verhaftungen habe es keine gegeben. «Für die Sicherheit ist die CS zuständig», sagte Bisa.

Protest gegen Öl-Pipeline

Die Aktivisten haben etwa eine halbe Stunde vor Beginn der Generalversammlung eine zehn Meter lange und über 900 Kilogramm schwere Pipeline aus Stahl ins Foyer des Hallenstadions gerolllt. Diese trug die Aufschrift «Dirty Pipeline Deals» («Dreckige Pipeline-Geschäfte»), ergänzt mit einem Credit-Suisse-Logo. Weitere Aktivisten verteilten Flyer, um die CS-Aktionäre über die problematischen Geschäfte der Bank zu informieren.

Mit ihrer Aktion wolle man die Forderung unterstreichen, die Schweizer Grossbank solle ihre Geschäfte mit den Firmen hinter der Dakota Erdöl-Pipeline in den USA stoppen, heisst es in der Medienmitteilung von Greenpeace. Das hochumstrittene Projekt verletze die Rechte der Indigenen, gefährde das Trinkwasser von Millionen Menschen und verschärfe die Klimakrise.

(chi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Muli am 28.04.2017 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Like a King

    Wer so ein grosses Plakat aufhängen kann, ohne dass der Veranstalter es bemerkt ist einfach BOSS !

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  • Gulli am 28.04.2017 14:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Aktion

    Einfach nur Top. CS soll sich endlich, wie versprochen, aus dirty Geschäfte raushalten. Seit Jahren nur noch negativ Schlagzeilen. Zudem ist die CS nur noch auf dem Papier Schweizer.

  • Dirty Trick am 28.04.2017 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    war ganz einfach

    Da steht nun mal Credit Suisse drauf. Die Security dachte wohl, es handle sich um einen Einrichtungsgegenstand der zur Veranstaltung der CS gehört :)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • chregi f am 30.04.2017 16:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Maulwurf im Hallenstadion

    Sowas kann man nur bewerkstelligen, wenn man Mittelsleute an entsprechenden Positionen hat.

  • Stöff am 30.04.2017 08:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Sicherheitsdienst.

    Kommt der wieder einmal zum Einsatz?

  • Realist am 29.04.2017 15:49 Report Diesen Beitrag melden

    Super, aber bedenklich

    Und was wenn es etwas anderes wäre? Man labert von Sichrheit etc. Wenn dies eine Bombe gewesen wäre, wäre das Lachen bei vielen im Hals stecken geblieben....

  • Mr. Spock am 29.04.2017 13:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trump hat vor seiner Amtszeit

    massiv in die zukünftige Pipeline Betreiber-Firma und deren Holding investiert. Der wahre Grund warum er diese Pipeline schnellstmöglich betriebsbereit haben will. Alternativ Verlauf ausarbeiten? Das dauert Jahre und in diesen bleibt der Gewinn aus.

  • Felix Müller am 29.04.2017 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Kindische Aktion...

    ... mit doppelter Moral!! Hightech-Ausrüstung verwenden die aus Kunststoffen besteht, der verwendetet gelbe Stoff wird wohl auch nicht 100% Baumwolle sein! Und gegen die Oelförderung rumhängen? Damen und Herren von Greenpeace: bitte geht Bäume pflanzen. Das ist nachhaltiger. Hängt nicht nur rum! Anpacken bitte, nicht anprangern!!!

    • bevor es zu spät ist am 29.04.2017 22:06 Report Diesen Beitrag melden

      ev. weiterdenken

      Zum einen muss man die gleichen Mittel verwenden, wie diejenigen die die Umwelt aus reiner Profitgier zerstören, um gehört zu werden, also nix da mit langweiligen Ständen etc.. Zum zweiten geht es wohl nicht um die Ölförderung, sondern um den Verlauf von Pipelines, die wider besseres Wissen (wieder aus Gewinnsucht) irgendwo verlegt werden, weils anderswo ein wenig teurer käme. Aber ja ich denke auch, dass sich mit ein paar Bäumli pflanzen, nur um Leute wie Sie nicht zu nerven, der Planet retten lässt (Ironie /OFF)

    • Markus R. am 29.04.2017 23:09 Report Diesen Beitrag melden

      Bergwald Projekt !!!

      Bäume gepflanzt haben die Greenpeacer schon. Denn sie haben die Stiftung Bergwald Projket gegründet, in der sie freiwillige suchten, die im Bündnerland Bäume pflanzen. Ausserdem gehört das zur Geschichte von Greenpeace, das sie erstens Umweltsünder an den Pranger stellen, und zweitens sich mit Transparenten irgendwo herunterlassen.

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