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Umfrage
19. August 2012 07:54; Akt: 19.08.2012 08:02 Print
Viele Deutsche begrüssen CD-Ankäufe
Zwei Drittel der Deutschen finden es gut, dass weitere CD mit Schweizer Bankkundendaten von Steuersündern gekauft werden. Vor allem Ältere und Gutverdienende haben nichts dagegen.
Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet laut einer repräsentativen Umfrage den Ankauf weiterer CDs mit Bankkundendaten aus der Schweiz. 62 Prozent sind dafür, dass der Fiskus Bankdaten von allfälligen Steuersündern käuflich erwirbt.
Dies ergab die Erhebung des Meinungsforschungsinstituts GfK im Auftrag der Zeitung «Welt am Sonntag». Knapp 29 Prozent der Befragten waren gegen die CD-Ankäufe, 9 Prozent äusserten keine Meinung dazu.
Ältere und Besserverdienende eher für Käufe
Je älter die Befragten waren, desto grösser war laut dem Zeitungsbericht ihre Zustimmung zum Ankauf von CDs mit Steuerdaten. Besonders hoch sei die Zustimmung auch bei Gutverdienenden sowie Familienvätern und -müttern.
Menschen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 3500 Euro seien zu 71 Prozent dafür, dass der Fiskus weiter Daten aus der Schweiz kauft.
Kritisch sehen dagegen vor allem Selbstständige, freiberuflich Tätige und Landwirte die Praxis: Bei ihnen ist die Zustimmungsrate mit 49 Prozent weniger hoch. 44 Prozent von ihnen lehnen den Datenkauf ab.
Umstrittenes Steuerabkommen
Ein in der Schweiz und Deutschland umstrittenes Steuerabkommen soll dem Kauf von CDs ebenso wie der Steuerhinterziehung via Schweizer Bankkonten ein Ende machen.
Die Ratifizierung des Vertrages steht allerdings in Frage, weil die schwarz-gelbe Regierungskoalition in Berlin im Bundesrat (Länderkammer) keine Mehrheit hat. Nach Ansicht von SPD und Grünen kommen Steuerhinterzieher mit dem Abkommen zu günstig davon.
In Deutschland soll die Länderkammer im Herbst über das Abkommen entscheiden. In der Schweiz war das Abkommen im Juni von National- und Ständerat angenommen worden. Sollte das lancierte Referendum zustande kommen, hat das Stimmvolk am 25. November das letzte Wort. Geplant ist, dass das Abkommen 2013 in Kraft tritt.
(sda)
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Alle 149 Kommentare

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Logisch
Logisch sind viele Deutsche dafür. In Deutschland verdient man einiges weniger als in der Schweiz und wenn die Reichen dann abwandern, werden die Steuern erhöht. Aber sauber ist das trotzdem nicht. In NRW herrscht Wahlkampf und es geht um die Parteimacht. Da haben unsere Berner Magistraten wenig zu melden. Umgekehrt wäre es dasselbe.
Lustige Schweizer Logik!
Also, wie war das? Wenn "die Reichen" (gemeint sind ja die Steuerbeschisser) abwandern, werden die Steuern erhöht. Wegen? Steuerbeschisser zahlen nun mal keine Steuern. Ob die nun abwandern oder nicht spielt daher keine Rolle.
Unfähige deutsche Steuerbehörde?
Ich frage mich ja, wenn man so viele Milliarden an den deutschen Steuerbehörden vorbeischmuggeln kann, sollte man da nicht erst mal die Steuerbehörde genauert untersuchen, wie sowas überhaupt passieren kann?
Komische Umfrage
Aha, 71% der "Aelteren und Besserverdienenden" mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 3500 Euro (also rund 4200 Franken) sollen die Käufe begrüssen. Das wäre ja eigentlich genau die Personengruppe, die sie überlegen könnte, Vermögen in das steuergünstigere Ausland zu verschieben. Und genau die sollen dafür gewesen sein? Ziemlich unlogisch. Ich kenne mehrere SPD-Mitglieder und SPD-nahe Personen in NRW, die verdienen nicht schlecht und diese geisseln die Praxis von Krafft und Konsorten auf das Aeusserste.