Verhütung

14. März 2010 22:48; Akt: 15.03.2010 16:13 Print

«Ein Entscheid zwischen Kino und Pille»«Ein Entscheid zwischen Kino und Pille»

von Gabi Schwegler - Die Kosten für Pille, Stäbchen oder Spirale soll künftig die Krankenkasse übernehmen. Das fordern linke Politikerinnen.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

In vielen Ländern ist es bereits der Normalfall: Krankenkassen übernehmen die Kosten für Verhütungsmittel ganz oder teilweise. Das soll bald auch in der Schweiz der Fall sein, wenn es nach SP-Nationalrätin Doris Stump geht. Sie reicht am Donnerstag ein entsprechendes Postulat ein. «Vor allem Jugendliche und Frauen mit wenig Geld können die hohen Kosten auf einen Schlag nicht bewältigen», sagt sie. Um eine Zunahme von ungewollten Schwangerschaften und Abtreibungen – 2008 waren es fast 11  000 – zu vermeiden, müsse die Verhütung optimiert werden. «Das soll nicht an finanziellen Hürden scheitern.» Das Postulat sei auch eine Antwort auf die Initiative, Abtreibungskosten wieder aus dem Katalog der Krankenkassen zu nehmen.

Unterstützung erhält sie von Ratskollegin und Ärztin Yvonne GilliDas ParlamentYvonne Gilli
Grüne, SG
auf MerklisteDetails
(Grüne), die solche Situationen aus ihrer Praxis kennt: «400 Franken für ein Hormon-Stäbchen sind für viele Personen nicht bezahlbar.» Vor allem Jugendliche würden deshalb öfter zum günstigen, aber weniger sicheren Kondom greifen. Auch Beatrice Truniger Blaser, Leiterin der St. Galler Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität, findet den Vorschlag gut. Denn: «In den letzten Jahren erhielten wir deutlich mehr Gesuche um finanzielle Unterstützung für Verhütungsmittel.» Bei Jugendlichen sei es teilweise eine Entscheidung zwischen Kino oder Pille. CVP-Gesundheitspolitikerin Ruth HumbelDas ParlamentRuth Humbel
CVP, AG
auf MerklisteDetails
hält nichts von der Idee: «Schwangerschaft ist keine Krankheit. Deshalb gehören die Verhütungsmittel nicht in den Leistungskatalog der Krankenkasse.»

20min Login Facebook Connect
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

  • teenager mutter am 20.03.2010 18:39 Report Diesen Beitrag melden

    Pille- nein, Abtreibung- ja?????

    Abtreibungen und künstliche Befruchtungen werden bezahlt, Verhütungsmittel nicht... Hallo? ist das fair?

  • Vicky am 18.03.2010 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur Verhütung!

    Die Pille dient ja nicht nur als Verhütungsmittel. Ich kenne einige junge Frauen, die die Pille als Medikament gegen allfällige Mestruationsbeschwerden nehmen. Und wieso sollte dann die Pille nicht übernommen werden?

    • soundso am 21.03.2010 09:52 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      auf den punkt gebracht. danke.

    einklappen einklappen
  • christian am 17.03.2010 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Den Studenten...

    ...kann das ja egal sein, denn sie müssen praktisch keine Steuern bezahlen, brauchen nicht Krankenkassenprämien für die ganze Familie bezahlen... Alles egoisten!

Immobilien

powered by

Immobilien finden

PLZ
Preis bis
Zimmer bis

Nachmieter finden? Jetzt bei homegate.ch inserieren